Ed Sheeran: Geldstrafe wegen unversichertem Aston Martin

Ed Sheeran
Geldstrafe wegen unversichertem Aston Martin

ArtikeldatumVeröffentlicht am 07.08.2026
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Ed Sheeran muss Strafe zahlen, weil sein Aston Martin nicht versichert war
Foto: Paras Griffin via Getty Images/Arturo Rivas

Seit 2021 befindet sich der Aston Martin – vermutlich ein DB6 von 1966, konkrete Angaben zum Modell gibt es nicht – in einer Fachwerkstatt, der Aston Workshop Ltd., um dort vollständig restauriert zu werden. Und nicht nur das, der Sportwagen soll zum Elektroauto umgerüstet werden. Wegen dieses komplexen Unterfangens ist der Wagen seit der Übergabe an die Werkstatt nicht mehr fahrbereit.

Doch das langfristige Projekt hatte nun rechtliche Folgen. Die britische Zulassungsbehörde (Driver and Vehicle Licensing Agency, DVLA) stellte im Dezember 2025 fest, dass für den Aston Martin keine gültige Versicherungspolice vorlag. Nach britischem Recht muss jedes zugelassene Fahrzeug entweder versichert sein oder durch eine sogenannte "Statutory Off-Road Notification" (SORN) offiziell stillgelegt werden. Da beides versäumt wurde, leitete die Behörde ein Verfahren ein.

Das Gericht in Bradford verurteilte den Sänger in einem schriftlichen Verfahren zu einer Geldstrafe von 666 Pfund (777 Euro). Hinzu kommen Gerichtskosten von 100 Pfund (116 Euro) und eine Opferentschädigung von 266 Pfund (310 Euro). Die Gesamtkosten betragen also 1.032 Pfund (1.203 Euro).

Ein teures Missverständnis

Sheeran selbst erklärte die Situation in einem Schreiben an das Gericht. Er sei davon ausgegangen, dass die umfassende Versicherung der Werkstatt das Fahrzeug während der Restaurierung abdecke. Da er zu keinem Zeitpunkt den physischen Besitz oder die praktische Kontrolle über das fahruntüchtige Fahrzeug gehabt habe, habe auch keine Gefahr für Dritte bestanden.

Er betonte, dass es sich nicht um eine vorsätzliche Missachtung der Vorschriften gehandelt habe. Vielmehr sei das Problem aus einem "echten administrativen Missverständnis" entstanden, da er glaubte, das Auto sei ausreichend versichert. Die offizielle Stilllegung mittels SORN-Meldung reichte er erst am 1. Februar 2026. Er entschuldigte sich für die Inanspruchnahme der Gerichtsressourcen.

Kein Einzelfall

Das Urteil gegen den prominenten Musiker erging im Rahmen eines vereinfachten schriftlichen Verfahrens, dem sogenannten "Single Justice Procedure". Dieses wird für geringfügige Vergehen angewendet und zeigt, dass es sich um keinen Sonderfall handelt. Sheeran ist einer von 1.451 Fahrzeughaltern, die allein in der vergangenen Woche in England und Wales wegen eines solchen Vergehens verurteilt wurden.

Der Fall dient somit als Beispiel dafür, dass Besitzer von Restaurationsprojekten oder länger stillgelegten Oldtimern ihre rechtlichen Pflichten genau prüfen müssen. Auch wenn ein Fahrzeug über Jahre in einer Werkstatt steht, entbindet dies in Großbritannien nicht von der Versicherungspflicht oder der Notwendigkeit einer offiziellen Stilllegung.

Fazit