Der Absatz von Elektroautos boomt derzeit. Einer der Gründe dafür ist die neue Elektroautoförderung durch den Bund. Das entsprechende Antragsportal ging Mitte Mai an den Start, Förderungen können Verbraucher aber rückwirkend für alle ab 1. Januar 2026 neu zugelassenen Fahrzeuge beantragen. Für die E-Auto-Prämie sind bis 2029 im Bundesetat drei Milliarden Euro vorgesehen.
CSU will geänderte Spielregeln
Wie die Süddeutsche Zeitung mit Bezug auf Daten des Bundesumweltministeriums berichtet, profitieren von dieser Förderung bislang aber vor allem ausländische Hersteller. Das möchte die CSU jetzt ändern. Die staatliche Förderung beim Kauf von Elektroautos soll an zusätzliche Bedingungen geknüpft werden, damit sie vor allem deutschen Herstellern zugutekommt. "Von der aktuellen E-Auto-Prämie profitieren vor allem außereuropäische Hersteller", sagte CSU-Landesgruppenchef Alexander Hoffmann dem Nachrichtenmagazin Politico. "Wir müssen die Förderung so ausrichten, dass die Wertschöpfung dieser Fahrzeuge größtenteils in Europa stattfindet." Hoffmann schwebt vor, die Fördergelder an eine lokale Produktion zu knüpfen. Nur so kämen die Prämien, die aus Steuermitteln finanziert werden auch der heimischen Industrie zugute. Andere Länder machten das bereits vor und koppelten Prämien gezielt an Kriterien wie die lokale Batterieherstellung, den Materialeinsatz oder kurze Transportwege.
Damit konkretisiert Hoffmann eine Forderung von CSU-Chef Markus Söder aus dem ARD-Sommerinterview. Der Bayerische Ministerpräsident hatte gesagt, dass die E-Auto-Prämie im Herbst überarbeitet werden solle. Ziel sei es, dass die deutschen Hersteller deutlich mehr profitieren.
Günstige E-Autos vor allem aus China
Dass vor allem chinesische Anbieter auf dem deutschen Elektroautomarkt stärker wachsen als heimische Anbieter, liegt aber auch daran, dass diese ein deutlich größeres Angebot an preisgünstigen E-Modellen bieten. Im Bereich von unter 25.000 Euro sind deutsche Hersteller bislang nicht vertreten. Die E-Auto-Prämie greift allerdings gerade bei preissensiblen Interessenten mit niedrigem Einkommen.
Die Zuständigkeit für die Elektroauto-Prämie liegt beim Bundesumweltministerium. Das sieht derzeit allerdings keine Notwendigkeit einer Überarbeitung der Förderrichtlinie.
Die Bundesregierung hatte die neue E-Auto-Prämie im Januar 2026 vorgestellt. Seit Mitte Mai fördert der Bund Kauf oder Leasing neuer Elektroautos für Privatpersonen mit einem zu versteuernden Haushaltseinkommen von bis zu 90.000 Euro mit maximal 6.000 Euro.












