Der Elektronikkonzern Sony wollte mit der Elektro-Limousine Afeela den Einstieg ins Autogeschäft schaffen. Dazu gründete der Elektronikriese 2022 das SMH-Joint-Venture mit Honda. 2027 sollten die ersten gemeinsam entwickelten Autos zu den Kunden rollen. Doch jetzt wurde das Projekt gestoppt.
Aufgrund der am 12. März 2026 angekündigten Neubewertung der Strategie zur Elektrifizierung von Automobilen durch Honda und der damit einhergehenden Veränderungen im Markt für Elektrofahrzeuge haben sich die grundlegenden Annahmen der Geschäftstätigkeit von SHM, wie beispielsweise die Nutzung bestimmter, von Honda bereitgestellter Technologien und Anlagen, grundlegend geändert. Entsprechend verkündeten beide Partner am 25. März 2026, dass die Entwicklung des bereits fast fertigen Afeela 1 und auch die des zweiten Modells eingestellt wird. Auch der geplante Marktstart für 2027 wurde abgesagt. Darüber hinaus wollen Sony und Honda die strategische Ausrichtung von SHM überprüfen.
Afeela nutzt die gleiche technische Basis
Der Afeela 1 basiert auf der gleichen Plattform wie Hondas gestrichene 0-Series-Modelle. Damit hängt die technische Basis der Sony-Limousine unmittelbar an Hondas Elektrostrategie.
Der Afeela 1 sollte im Honda-Werk East Liberty im US-Bundesstaat Ohio entstehen. Direkt nebenan wollte Honda ursprünglich auch die Modelle der 0 Series bauen. Anfang des Jahres liefen dort bereits erste Vorserienproduktionen der Sony-Limousine. Die ersten Kundenauslieferungen plante das Joint Venture bislang für Ende 2026. Der Entwicklungsstand des Autos ist damit deutlich weiter als bei den gestrichenen Honda-Modellen.
Tech-Konzerne tun sich mit Autos schwer
Der Rückschlag für Sony reiht sich in eine Reihe gescheiterter Auto-Projekte aus der Tech-Welt ein. Sowohl Dyson als auch Apple hatten ambitionierte Auto-Pläne – und stellten sie schließlich ein.
Dyson investierte hunderte Millionen Dollar in ein Elektroauto, stoppte das Projekt jedoch 2019 wegen fehlender Wirtschaftlichkeit. Auch Apple beendete sein jahrelang entwickeltes iCar-Projekt Anfang 2024.
Der Einstieg in die Autoindustrie erweist sich damit selbst für große Technologieunternehmen als schwierig.







