24.950 Dollar (umgerechnet zirka 23.000 Euro) – genau diese Zahl nennt The Autopian als mutmaßlichen Einstiegspreis für den Slate Pick-up. Die Info steht nicht auf einer sichtbaren Preisliste, sondern als Textzeile in den Metadaten/im Quellcode einer Slate-Seite zum Vorbestellen. Ein Leser des US-Portals stieß beim Blick in den Seiten-Code darauf.
Leak oder Marketing-Stunt? Slate spielt (noch) nicht mit offenen Karten
The Autopian beschreibt den Fund als "Website-Mistake (Website-Panne)" – und stellt gleichzeitig die naheliegende Frage: Passierte das wirklich aus Versehen? Slate arbeitet seit der Vorstellung stark mit Guerilla- und Überraschungs-Momenten, da passt ein "versehentlich" sichtbarer Preis zumindest ins Bild.
Was der Preis bedeuten würde: neuer Tiefpunkt im E-Pick-up-Regal
Wenn Slate den Truck tatsächlich für 24.950 Dollar anbietet, setzt das den Ton im Segment der günstigen Elektro-Pick-ups. Neue E-Pick-ups liegen in den USA üblicherweise deutlich darüber, selbst bei klarer Basis-Ausstattung. Ford arbeitet aktuell an einem 30.000-Dollar-Pick-up (26.200 Euro) – Slate hätte mit seinem Angebot die Nase preislich also deutlich vorn.
Einstiegsversion: welche Batterie dahintersteckt, bleibt Spekulation
Den Preis dürfte sich auf die Basisversion des Pick-ups beziehen. Welche Batterie Slate dafür koppelt, lässt sich aus dem Leak allein nicht wasserdicht ableiten. Slate nennt für das Projekt eine kleine Batterie mit rund 150 Meilen Ziel-Reichweite (etwa 240 Kilometer) und eine größere Option mit bis zu rund 240 Meilen (etwa 386 Kilometer). Plausibel wirkt: 24.950 Dollar dürften zur Einstiegs-Batterie gehören, während der größere Akku preislich darüber liegt.
So spart Slate Geld: Minimalismus als Geschäftsmodell
Slate treibt das "weniger Auto, mehr Baukasten"-Prinzip extrem weit. Statt großer Optionslisten plant das Start-up ein sehr simples Grundfahrzeug und schiebt Individualisierung in nachrüstbare Zubehör- und Umbau-Kits. Dazu passt die Idee, Funktionen wie Infotainment nicht fest zu integrieren, sondern über Halterungen fürs Smartphone/Tablet zu lösen. Auch beim Exterieur setzt Slate auf Kostenkontrolle – unter anderem über Folierungen statt klassischer Farbvielfalt.

Der Slate Pick-up soll ab 24.950 Dollar (zirka 23.000 Euro) kosten - als Einstiegspreis für einen Elektro-Pick-up wäre das eine Sensation.
Technik in Kürze: kompakt, leicht, hinten angetrieben
Slate stellt einen Heckantrieb mit rund 150 kW (etwa 201 PS) in Aussicht. Dazu kommen für US-Verhältnisse kompakte Abmessungen und ein bewusst simples Layout. Beim Laden nennt Slate DC-Schnellladen bis 120 kW (NACS/North American Charging Standard) mit einem 20–80-Prozent-Ziel in unter 30 Minuten sowie AC-Laden bis 11 kW. Beim Nutzwert stehen laut den bisher kommunizierten Zahlen eine überschaubare Anhängelast und eine hohe, praxisnahe Zuladung im Mittelpunkt.
Wie es weitergeht: offizieller Preis vs. "festgenagelt" durch den Leak
Ein Leak ersetzt keine Preisliste – aber er setzt Erwartungen. Slate müsste die 24.950-Dollar-Zahl nach diesem Fund sehr gut erklären, falls am Ende doch mehr auf dem Preisschild steht. Gleichzeitig liefert der Leak genau den Gesprächsstoff, den eine junge Marke vor dem nächsten großen Info-Update liebt. Entscheidend bleibt: Slate muss den Preis am Ende auch mit Produktion, Lieferkette und Stückzahlen halten.







