Ram legt den Rumble Bee für 2027 neu auf und stellt gleich eine kleine Familie auf die Räder. Den Einstieg übernimmt ein 5,7-Liter-Hemi-V8 mit 401 PS und 556 Nm. Darüber positioniert Ram den Rumble Bee 392, der den 6,4-Liter-Hemi erstmals in die Ram-1500-Baureihe bringt und 477 PS sowie 617 Newtonmeter liefert. Als Spitze setzt Ram den Rumble Bee SRT: Ein 6,2-Liter-Kompressor-V8 (Hellcat) drückt 788 PS und 922 Newtonmeter in den Antriebsstrang.
Kurzer Radstand, breite Schultern, RWD-Knopf
Ram verkauft den Rumble Bee ausschließlich als Quad Cab mit kurzer Ladefläche und kürzt dafür den Rahmen um 33 Zentimeter. Damit wirkt der Truck kompakter und soll sich auf der Straße agiler anfühlen. Gleichzeitig verbreitert Ram die Spur deutlich, um den "Muscle"-Look zu betonen. Und weil hier niemand so tut, als ginge es nur um Baustelle, verbaut Ram serienmäßig einen RWD-Button: Der Fahrer kann die Vorderachse abkoppeln und den Truck im reinen Hinterradbetrieb fahren.
Track Pack und SRT: Mehr Bremse, mehr Aero, mehr Track-Show
Schon die beiden unteren Versionen fahren mit Stahlfahrwerk und Bilstein-Dämpfern vor. Beim Rumble Bee 392 Track Pack und beim SRT greift Ram zur Luftfederung und ergänzt einen Track-Modus sowie einen Valet-Modus. Dazu kommen größere Bremsen; vorn nennt Ram beim Track Pack/SRT 410-Millimeter-Scheiben mit Sechskolben-Brembo-Sätteln.
Eine Launch-Control legt Ram ebenfalls auf, und die elektronische Hinterachs-Differentialsperre soll beim Start maximale Traktion und beim Spielen maximalen Qualm liefern. Ram spricht beim Track Pack von bis zu 0,89 g Querbeschleunigung.

Ram bringt drei Rumble-Bee-Modelle auf den Markt (von links): 1500 Rumble Bee mit 401 PS, 1500 Rumble Bee SRT mit 788 PS und 1500 Rumble Bee 392 mit 477 PS. Die Leistung kommt immer von einem V8-Motor.
SRT-Zahlen: 0–96 km/h in 3,4 Sekunden, 274 km/h als Ziel
Für den Rumble Bee SRT nennt Ram konkrete Fahrleistungen. Der Truck sprintet in 3,4 Sekunden von 0 auf 96 km/h. Die Viertelmeile erledigt er in 11,6 Sekunden bei 187 km/h. Die Höchstgeschwindigkeit peilt Ram mit 274 km/h an. Diese Werte zitiert Ram als Ziel- und Messwerte aus dem eigenen Entwicklungsumfeld; unabhängige Messungen stehen naturgemäß noch aus.
Rumble Bee – was steckt hinter dem Namen?Mit dem Namen Rumble Bee greift Ram eine Street-Truck-Idee aus der Mopar-Vergangenheit auf. Ram selbst spricht von einer Pause von rund 20 Jahren, seit die Marke mit extremen Straßen-Pick-ups wie dem SRT-10 (V10-Ära) echte Ausrufezeichen setzte. Für 2027 will Ram das Thema nicht als einmalige Sonderedition spielen, sondern als mehrstufige Modellreihe vom "Herz des Marktes" bis zum SRT-Topmodell.
Trotz Krawall: Ram hält Anhängelast und Zuladung im Blick Ram will den Rumble Bee nicht als reines Sammler-Spielzeug verkaufen. Das Datenblatt nennt bis zu 4.032 Kilogramm Anhängelast und bis zu 526 Kilogramm Zuladung. Allrad gehört in jeder Version zur Serie, ein Untersetzungsgetriebe erwähnt Ram allerdings nicht – das passt zur klaren Ausrichtung auf Straße statt Gelände.
Valet-Modus (Parkservice-Modus)Valet (gesprochen: "vä-LÄI") kommt aus den USA und meint den Parkservice vor Hotels oder Restaurants. Ist der Valet-Modus aktiviert, begrenzt der Wagen seine Leistung und reagiert zahmer aufs Gas. So kann jemand anderes den Pickup rangieren oder parken, ohne dass er "mal eben" die volle Power abruft – der Fahrer gibt den Schlüssel entspannter aus der Hand.
Starttermine und eine heilsame Single-Cab-Wahrheit
Ram schickt zuerst den Rumble Bee mit 5,7-Liter-V8 Ende 2026 zu den Händlern, 392 und SRT folgen im ersten Halbjahr 2027. Preise nennt Ram offiziell noch nicht. In den USA liefert die Detroit News aber einen passenden Realitätscheck aus dem Mund von Ram-Chef Tim Kuniskis: Er rechnet grob mit einem Einstieg in der Größenordnung eines Ram 1500 Big Horn und einem SRT in der Nähe eines TRX. Und noch ein Satz aus der Kuniskis-Schule, den man sich im Kommentarbereich sparen kann: Ja, Fans fordern die Single Cab lautstark – aber sie kaufen am Ende fast immer die Familienkabine.












