Der Ram Heavy Duty geht mit zahlreichen technischen und ausstattungsseitigen Änderungen ins Modelljahr 2027. Die überarbeitete Baureihe umfasst weiterhin die Modellreihen Ram 2500 und Ram 3500, die je nach Ausführung als "Work Truck" für Handwerker, als Zugmaschine oder Off-Road-Freizeit-Pick-up ausgelegt sind. Zu den wichtigsten Neuerungen zählen höhere Nutzlasten, zusätzliche Ausstattungsoptionen und eine erweiterte Motorenpalette.
Power Wagon jetzt wirklich mit Power
Die auffälligste technische Neuerung betrifft den Ram 2500 Power Wagon. Das für Geländeeinsätze optimierte Modell ist erstmals auch mit dem 6,7 Liter großen Cummins-Reihensechszylinder-Turbodiesel in der High-Output-Ausführung erhältlich. Der Motor leistet 430 PS und entwickelt ein maximales Drehmoment von 1.458 Newtonmetern. Bislang war der Power Wagon ausschließlich mit dem 6,4-Liter-Hemi-V8-Benziner verfügbar. Dieser bleibt weiterhin im Programm, er leistet 410 PS. Beim Drehmoment (582 Newtonmeter) ist er allerdings das Mauerblümchen gegenüber dem neuen Selbstzünder. Beide Motoren sind serienmäßig mit einer Achtgang-Automatik kombiniert.
Auch bei den übrigen Modellen wurden die Einsatzmöglichkeiten erweitert. Für Ram-2500-Versionen mit Hemi-V8 steht künftig ein neues Nutzlastpaket zur Verfügung. Es erhöht das zulässige Gesamtgewicht von rund 4,54 auf rund 5,01 Tonnen. Möglich wird dies unter anderem durch Komponenten des größeren Ram 3500, darunter dessen Rahmen und Blattfedern. Die maximale Nutzlast steigt dadurch auf bis zu 2.078 Kilo.
Mehr Zuladung
Beim Ram 3500 erhöht Ram ebenfalls die zulässigen Gesamtgewichte einzelner Versionen. Bestimmte Regular-Cab- und Crew-Cab-Ausführungen mit Hemi-V8 dürfen künftig bis zu 5,19 Tonnen wiegen und gewinnen dadurch rund 180 Kilogramm zusätzliche Zuladung gegenüber dem bisherigen Modelljahr.
An der Spitze der Baureihe bleibt der Ram 3500 mit Cummins-Turbodiesel. Er darf je nach Ausführung Anhänger mit bis zu rund 16,8 Tonnen ziehen. Beim Ram 2500 liegt die maximale Anhängelast mit Cummins-Diesel bei etwa 9,1 Tonnen, während die Hemi-Version bis zu rund 8,0 Tonnen ziehen darf.
Neu im Programm ist außerdem der Ram 2500 Emergency Response Vehicle. Dabei handelt es sich um eine speziell für Behörden und Flottenkunden entwickelte Version. Das Fahrzeug richtet sich unter anderem an Polizei-, Rettungs- und Katastrophenschutzorganisationen.
Fahrwerk und Interieur unverändert
Bei Fahrwerk und Technik bleibt die Grundkonstruktion erhalten. Der Ram 2500 setzt weiterhin auf eine Fünflenker-Hinterachse mit Schraubenfedern. Optional ist eine Luftfederung mit automatischer Niveauregulierung erhältlich. Der größere Ram 3500 verwendet dagegen weiterhin Blattfedern an der Hinterachse und kann ebenfalls mit einer optionalen Luftfederung ausgerüstet werden.
Das Infotainment erhält keine grundlegenden Änderungen und bleibt auf dem bisherigen Stand. Je nach Ausstattung stehen ein bis zu 14,5 Zoll großer Touchscreen, ein 10,25-Zoll-Display für den Beifahrer sowie ein 12,3 Zoll großes digitales Kombiinstrument zur Verfügung. Hinzu kommen zwei kabellose Ladeschalen für Smartphones sowie umfangreiche Assistenzsysteme für den Anhängerbetrieb, darunter ein digitaler Rückspiegel mit Anhängermodus, Trailer-Rückfahrassistent und Anhänger-Totwinkelüberwachung.
Optisch beschränken sich die Änderungen auf neue Lackierungen, zusätzliche Karosseriedetails und erweiterte Kombinationsmöglichkeiten einzelner Ausstattungspakete. Neu sind unter anderem die Farben Serrano Green Metallic und Tank sowie zusätzliche Optionen für Kotflügelverbreiterungen und eine Sport-Motorhaube.
Marktstart und Preis
In den USA beginnt die Auslieferung im August. Produziert werden die Fahrzeuge weiterhin im Stellantis-Werk Saltillo im mexikanischen Bundesstaat Coahuila. Preise für das neue Modelljahr gibt es noch keine, aktuell startet der Ram 2500 Power Wagon mit dem V8-Motor in den USA bei 73.250 Dollar netto, das sind umgerechnet rund 64.500 Euro.












