Mercedes-EQ, EQB 300 4MATIC // Press Test Drive, Stuttgart 2021 André Tillmann
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Mercedes-EQ, EQB 300 4MATIC // Press Test Drive, Stuttgart 2021 19 Bilder
SUV

Mercedes EQB : Gelungener Mix mit sieben Sitzen

Mercedes EQB Gelungener Mix mit 7 Sitzen

Technisch entspricht der EQB dem kompakteren Elektro-SUV EQA, doch innen überzeugt er mit viel Platz, flauschigem Fahrkomfort und bis zu sieben Sitzen – der GLB lässt grüßen.

Möglicherweise haben Sie genau auf dieses Auto gewartet. Denn der Mercedes GLB mit Elektroantrieb – nichts anderes ist der EQB schließlich – bietet etwas, was man über nicht allzu viele Autos sagen kann: Er verfügt über einige Alleinstellungsmerkmale.

Nicht nur, weil er optional mit einer dritten Sitzreihe im Kofferraum kommt. Die dürfte wohl etwa 1500 Euro kosten, obwohl es noch keine offizielle EQB-Preisliste gibt: Beim GLB kosten die Plätze sechs und sieben 1.416 Euro extra; ähnlich dürfte die Summe beim EQB ausfallen, aber das nur nebenbei. Der Neue bietet zudem eine Raumfülle für Insassen und Gepäck, die es ansonsten nur in Großkombis oder Transportern gibt. Dabei ist der EQB nichts davon, sondern ein kantiger und doch elegant gezeichneter SUV, der sich von seinen konventionell angetriebenen GLB-Brüdern im Wesentlichen durch den EQ-typischen Grill und die LED-Lichtleisten an Front und Heck unterscheidet.

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An der DC-Säule kann der Mercedes in rund 15 Minuten bis zu 150 km Reichweite nachladen.

Der Antrieb darunter entspricht jenem des kleineren EQA, wobei der EQB zum Marktstart Ende November nur mit den zwei 4Matic-Versionen 300 und 350 verfügbar sein wird. Die Variante 250 mit Vorderradantrieb und 140 kW folgt später.

Stärkere Varianten mit zwei E-Motoren

Zum Anprobieren nehmen wir erstmal im 300 Platz. Er verfügt, wie auch der 350 4Matic über zwei E-Maschinen für den Antrieb: einen Asynchronmotor vorn sowie einen permanenterregten Motor an der Hinterachse. Beide zusammen bringen es auf 168 kW und 390 Nm, womit der 300 gut, doch nicht überschäumend motorisiert ist. Bis 100 km/h vergehen nach Werksangabe genau acht Sekunden, immerhin wiegt so ein 300 4Matic auch ohne Insassen bereits rund 2,2 Tonnen.

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Im Innenraum unterscheidet sich der EQB nur minimal vom GLB.

Deutlich flotter geht natürlich der 350 4Matic zur Sache. Bei ihm leisten die beiden E-Motoren 215 kW und kommen auf ein maximales Drehmoment von 520 Nm. Wer also häufiger außerorts unterwegs ist, für den wäre der voraussichtlich rund 2.700 teurere 350 womöglich die bessere Wahl. Ach ja, da wir bereits von Preisen reden: Die sind wie erwähnt noch nicht endgültig bekannt, doch wer mit rund 55.000 Euro (ohne Förderprämie) für den 300 4Matic rechnet, wird vermutlich nicht ganz verkehrt liegen.

Bis zu 1.710 Liter Kofferraumvolumen

Nicht wenig Geld für ein Auto der Kompaktklasse, doch der EQB belohnt das finanzielle Engagement mit großem Nutzwert und Fahrkultur auf hohem Niveau. Über die drei Sitzreihen sprachen wir ja bereits, zudem fasst der Laderaum sehr üppige 1.710 Liter. Dabei gelang es den Mercedes-Entwicklern, Antriebsbatterie und Elektromodul so geschickt unterzubringen, dass der nutzbare Laderaum sich kaum von jenem eines GLB unterscheidet.

Auch beim Fahreindruck muss sich der EQB keinesfalls verstecken: Der fällt E-typisch leise und unerhört geschmeidig aus, mit fein variierbarer Rekuperation, komfortablem Fahrwerk und großer Reichweite. Der Bewegungsradius reicht laut Navi fast bis nach Italien, denn die 66,5 kWh im Akku sollen über 400 Kilometer (nach WLTP) ermöglichen.

Fazit

Viel Platz im Innenraum, aber kompakte Abmessungen, kultivierter und leiser Antrieb sowie auffällig geschmeidiger Fahrkomfort – der Mercedes EQB ist ein E-Familienauto auf hohem Niveau. Das gilt in gewisser Weise auch für die Preise – auch ein Alleinstellungsmerkmal, das dazu passt, dass es einen elektrischen 7-Sitzer ähnlichen Zuschnitts bei praktisch keinem Konkurrenten gibt.

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