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Renault Alaskan im Fahrbericht

Pickup aus Frankreich

Renault Alaskan Fahrbericht 2017 Foto: Renault 20 Bilder

Renault bringt die französische Interpretation des Nissan Navara auf den Markt. Wir waren mit dem neuen Renault Alaskan Pickup on- und offroad unterwegs.

22.09.2017 Torsten Seibt 1 Kommentar Powered by

Der Nissan Navara erweist sich als ein reproduktionsfreudiges Exemplar der Gattung Pickup. Ein Jahr nach der Einführung der vierten Generation des japanischen Originals bringen Mercedes mit der X-Klasse und Renault mit dem Alaskan eigene Derivate an den Start. Renault hat dabei leicht die Nase vorn, ab November steht der Alaskan bei den Händlern.

Während das bereits bekannte Duo Mitsubishi L200/Fiat Fullback sich gleicht wie eineiige Zwillinge, möchte sich der Renault Alaskan vom Organspender deutlicher abheben. Erreicht wird das mit einem ganz neuen Gesicht – großer Kühlergrill, mächtige Schürze, Scheinwerfer mit dem markentypischen C-förmigen LED-Eyeliner. Das sieht sehr eigenständig aus, auch robuster und markanter als die Formensprache des Navara. Bei der Heckklappe wurde noch ein bisschen Blechkosmetik betrieben, die Rückleuchten leicht umdesignt, das Lenkrad erhielt einen Pralltopf mit Renault-Logo. Das war es dann allerdings auch mit den Unterschieden, der Rest von Blech und Technik entspricht dem Nissan Navara, in dessen Produktionswerk in Barcelona der Alaskan parallel vom Band läuft.

Renault Alaskan nur als Doppelkabiner

Renault Alaskan Fahrbericht 2017 Foto: Renault
Trotz hinterer Schraubenfedern ist die Verschränkung des Renault Alaskan eher bescheiden.

Renault beschränkt sich auf weniger Versionen als Nissan und bietet den Alaskan in Deutschland vorerst nur als viertürigen Doppelkabiner an, gummistiefeltaugliche Handwerkerversionen wird es erst einmal nicht geben. Um den Basispreis ein bisschen zu erden, steht ein einziges „Life“-Modell mit dem 163-PS-Monoturbo in der Preisliste, für 36.900 Euro. Zwei weitere Ausstattungen, Experience und Intens, werden stets von zwei Turbos beatmet, was dem 2,3-Liter-Diesel 190 PS entlockt und mindestens 41.600 Euro kostet (die Preisliste finden Sie in der Bildergalerie). Kombinierbar ist das wahlweise mit einer Siebenstufen-Wandlerautomatik, Standard ist der Sechsgang-Handschalter.

Der Vierzylinder ist nicht unbedingt ein Leisetreter. Beim Start staubsaugert der Viskolüfter des Motors mit großem Elan in die Landschaft, eher rustikal ist anschließend auch das Laufverhalten. Die Vibrationen sind gut weggedämmt, die Stimmlage bei energischem Einsatz jedoch relativ kernig. 190 PS und 450 Newtonmeter, das klingt eigentlich schon nach großem Kino. Allerdings steht dem ein doch beachtlicher Eisenberg gegenüber, 5,3 Meter lang und weit über zwei Tonnen schwer. Leiterrahmen, Starrachse, zwei Getriebe, das wiegt eben alles. Macht nichts, sagt der Alaskan-Fahrer, dafür können Sportwagen keine 1.000 Kilo zuladen und 3,5 Tonnen hinterherziehen. Es geht jedenfalls ausreichend rasch und druckvoll voran, auch Überholmanöver wuppt der Pickup problemfrei.

Stuckeriges Fahrwerk

Das Fahrwerk des Alaskan hat Renault unverändert vom Nissan Navara übernommen, eine sicherlich ökonomische, jedoch nicht ausgesprochen begrüßenswerte Entscheidung. Trotz der hinteren Schraubenfedern an der Starrachse, ein echtes Alleinstellungsmerkmal im Eintonner-Pickup-Segment, lässt sich der Federungskomfort auch wohlwollend lediglich mit „befriedigend“ beurteilen. Ständiges Gestucker von der Hinterachse selbst auf vermeintlich topfebenen Straßen, das sich bei Fahrbahnunebenheiten in ein wütendes Stakkato steigert, daran krankt auch der Navara. Bessere Stoßdämpfer könnten vermutlich einiges bewirken. Dies sollte jedoch nicht zu der Idee führen, der Alaskan sei bemerkenswert straff, denn Kurven durcheilt er mit spürbarer Schlagseite, auch die gefühlfreie Lenkung weckt keinen großen Elan auf Pistenräubern.

Als Ausgleich für den herben Charme des Fahrwerks gibt sich der Renault Alaskan im Innenraum versöhnlich. Viel Platz steht hier zur Verfügung, das von Nissan bekannte Ambiente ist ansehnlich, die Verarbeitung ohne Tadel. Praktisch ist das bei der Top-Version serienmäßige Surround-Kamera-System, mit dem der Pickup aus der Vogelperspektive auf den zentralen Bildschirm gespiegelt wird, das nimmt Großstadt-Parkmanövern einigen Schrecken. Ordentlich Beinfreiheit gibt es auch in der zweiten Reihe, allerdings steht die Rücklehne ziemlich steil, was auf langen Strecken etwas unbequem werden kann.

Der Renault Alaskan kann aber auch Gelände, sogar gar nicht einmal so schlecht. Die Verschränkung ist zwar auch an der Hinterachse überschaubar, dafür ist die unscheinbar regelnde Traktionskontrolle auf tiefem, rutschigem Untergrund verblüffend effektiv. Für Notfälle steht eine mechanische Hinterachssperre zur Verfügung, die Geländeuntersetzung fällt mit 2,72:1 knackig kurz aus. Solange der Lulatsch nirgends mittig aufsitzt – die serienmäßigen Trittbretter verbessern das Handicap nicht unbedingt – lässt es sich mit dem Alaskan trefflich wühlen und mit sauberem Strich klettern.

Fazit

Mit dem Renault Alaskan haben potentielle Kunden noch eine Auswahl mehr, wenn sie sich nach einem Pickup umsehen. Das eigenständige und bullige Frontdesign wird sicher etlichen Pickup-Fans gefallen. Beim Fahrverhalten sowie der gebotenen Technik und Ausstattung gibt es jedoch keinen Unterschied zum Nissan Navara.

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