Pick-up-Modelle sind in Südamerika geschätzte Alltagsfahrzeuge. VW ist auf diesem Markt bislang mit dem kleinen Saveiro und dem großen Nova Amarok, der noch auf dem alten von VW entwickelten Amarok basiert, vertreten. Ab 2027 ergänzen die Niedersachsen ihr Portfolio um einen weiteren Pick-up. Der wird, abgeleitet von einem brasilianischen Spechtvogel, auf den Namen Tukan hören und sich mit einer viertürigen Kabine und kleiner Ladefläche zwischen den Saveiro und den Nova Amarok schieben. Dort trifft er auf den bereits erfolgreichen eingeführten Fiat Toro.
Tukan auf MQB-Plattform
Der Tukan, der komplett in Brasilien entwickelt und dann auch gebaut wird, wird der erste Pick-up der Marke sein, der auf der MQB-Plattform basiert. Um eine hohe Ladekapazität zu gewährleisten, setzt die starre Hinterachse auf eine Blattfederung. Die Fertigung soll dann im Werk São José dos Pinhais erfolgen.
Die ersten Teaserbilder zeigen ein Modell mit selbsttragender Karosserie. Die Kabine ist viertürig ausgelegt. Über das Dach spannt sich eine Reling, die im Bogen bis auf die Seitenwände der Ladefläche reicht. Die Ladefläche an sich fällt relativ kurz aus. Die Heckklappe trägt ins Blech eingeprägt den Tukan-Schriftzug. Das Design mit dem hohen Bug lehnt sich offensichtlich eng an den brasilianischen Amarok an.
Tukan nur für Südamerika
Auf der Antriebsseite soll der Tukan das erste Modell für Brasilien mit einem elektrifizierten Antrieb werden. Vermutlich handelt es sich um einen Mild-Hybrid mit 48-Volt-Teilbordnetz, der rund um einen 1,5-Liter-Turbobenziner konfiguriert wird. Letzterer dürfte typisch für Brasilien in einer Flex-Fuel-Auslegung für Ethanol und Benzin kommen und rund 150 PS leisten. Ergänzend wird ein 1,0-Liter-Turbobenziner ohne Elektrifizierung mit rund 115 PS erwartet. Angetrieben werden ausschließlich die Vorderräder.
Der Name Tukan war bereits Teil von umfangreichen Patentanmeldungen von Volkswagen Anfang 2024. Dabei hatte der Autobauer sich insgesamt acht neue Modellbezeichnungen in Nord- und Südamerika sowie Europa schützen lassen. Der neue Tukan ist Teil der Volkswagen-Offensive für Lateinamerika, die bis zum Jahr 2028 21 neue Modelle bringen soll. Nach Europa soll der neue Tukan nicht kommen. Er bleibt Brasilien und seinen südamerikanischen Nachbarländern vorbehalten.












