Audi stieg 2026 in die Formel 1 ein. Die Marke übernahm den Schweizer Rennstall Sauber und transformierte ihn zum Audi-Werksteam. Sauber war zuvor über drei Jahrzehnte ein fester Bestandteil der Formel 1. Das Team wurde 1993 von Peter Sauber gegründet und gab im selben Jahr beim Großen Preis von Südafrika sein Debüt in der Weltmeisterschaft. Sauber war über viele Jahre ein unabhängiger Mitbewerber im Mittelfeld des Feldes. Die Mannschaft sammelte regelmäßig WM-Punkte und schaffte es gelegentlich auf ein Podium, auch wenn ein Grand-Prix-Sieg nie gelang.
In der Mitte der 2000er-Jahre änderte sich die Lage. BMW kaufte den Rennstall und startete ab 2006 unter dem Namen BMW Sauber als Werksteam in der Formel 1. In dieser Phase erzielte das Team die besten Ergebnisse seiner Geschichte. 2008 gewann BMW Sauber den Großen Preis von Kanada und belegte 2007 den zweiten Platz in der Konstrukteurswertung. Diese Erfolge zeigten, was möglich ist, wenn ein privates Team mit den Ressourcen eines großen Herstellers verbunden wird.
BMW-Ausstieg 2009
Nach dem Ausstieg von BMW übernahm Peter Sauber das Team wieder und führte es wieder als unabhängigen Rennstall. Später ging eine langfristige Partnerschaft mit Alfa Romeo ein, unter deren Flagge Sauber weitere Jahre in der Formel 1 fuhr. Unabhängig von Namen und Partnerschaften blieb Hinwil die Basis für Chassis-Entwicklung und Teamorganisation.
Mit dem vollständigen Verkauf an Audi endete die eigenständige Sauber-Epoche zum Ende der Saison 2025. Was bleibt, ist eine Infrastruktur, die den Grundstein für den Audi-Einstieg legt, und eine 30-jährige Präsenz im Grand-Prix-Sport. Audi nutzt dieses Fundament, um ab 2026 als Werksteam anzutreten. Den eigenen Antrieb entwickelt man in Neuburg.
Audis langer Anlauf
Die Führung des neuen Audi-Teams übernimmt Jonathan Wheatley, der schon 2025 als Sauber-Teamchef verantwortlich war. Als Projektleiter folgte der ehemalige Ferrari-Mann Mattia Binotto auf seinen Vorgänger Andreas Seidl. Technik-Chef ist der erfahrene James Key.
Als Fahrer verpflichtete man Nico Hülkenberg als deutsche Speerspitze. Der Routinier kam von Haas und leistete 2025 Aufbauarbeit. Sein junger Teamkollege Gabriel Bortoleto gilt als Hoffnung für die Zukunft. Mit der Saison startete Audi dann offiziell als Hersteller in sein Formel-1-Abenteuer auf der Rennstrecke, das WM-Titel einbringen soll.
























