Alfa Romeo C42 - Launch - Lackierung - F1 - 2022 Alfa Romeo
Alfa Romeo C42 - Launch - Lackierung - F1 - 2022
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Alfa Romeo C42 - Launch - Lackierung - F1 - 2022 15 Bilder

Alfa Romeo C42: Neuer Look für Sauber-Renner

Alfa Romeo C42 in fertiger Lackierung Neues Design, radikales Konzept

Alfa Romeo hat seinen C42 endlich im fertigen Design vorgestellt, mit dem man in Bahrain in die Saison starten will. Das Tarnkleid der Testfahrten wurde durch die klassischen Farben der italienischen Traditionsmarke ausgetauscht. Die roten und weißen Flächen haben sich im Vergleich zum Vorjahr aber etwas verschoben.

Kein Team hat dieses Jahr so ein langes Versteckspiel betrieben wie Alfa Romeo. Der neue C42 wurde im Vorfeld der Testfahrten gar nicht öffentlich vorgestellt. Bei den Testfahrten drehte der Schweizer Rennwagen seine Runden in einem schwarz-weißen Camouflage-Tarnkleid. Dazu war Alfa Romeo das einzige Team, das in der Garage regelmäßig eine Menschen-Wand aus Mechanikern und Ingenieuren aufstellte, um neugierige Blick abzuhalten.

Erst zwei Tage nach dem Testfinale wagte man sich aus der Deckung. Am Sonntagmorgen (27.2.) wurde um 9.00 Uhr endlich das neue Auto in der endgültigen Lackierung für die Saison 2022 gezeigt. Nach Informationen von auto motor und sport ließ sich der Rennstall aus Hinwil so lange Zeit, weil sich die Abschlüsse der letzten Sponsorenverträge verzögert hatten. Man wollte bei der feierlichen Enthüllung unbedingt das Auto mit allen Partnerlogos präsentieren.

Alfa Romeo C42 - Launch - Lackierung - F1 - 2022
Alfa Romeo
Aus der Vogelperspektive fallen die großen Kühlschlitze auf den Seitenkästen ins Auge.

Farbverteilung geändert

Besonders ins Auge springt beim ersten Blick natürlich die neue Lackierung. Es bleibt zwar bei den traditionellen Alfa-Romeo-Farben Rot und Weiß, doch diese sind nun etwas anders auf dem Auto verteilt als noch in der Vorsaison. Erstrahlte die Nase beim C41 noch hell, ist sie nun dunkel angemalt. Auch oben an der Motorhaube sind jetzt mehr rote Flächen zu erkennen als früher.

Weiße Kontraste finden sich praktisch nur noch an der Nasenspitze, den Endplatten des Frontflügels und dem vorderen Teil der Seitenkästen. An die Rückseite des Heckflügels wurde die italienische Flagge lackiert. Alfa Romeo hat wieder seinen prominenten Platz auf der Verkleidung bekommen. Anstatt aber einfach nur das runde Markenzeichen aufzukleben, findet sich hier nun – etwas oldschool – ein geschwungener Schriftzug mit dem Firmennamen.

Die Felgenabdeckungen sind ebenfalls in das Farbdesign einbezogen. Auf den Radkappen sind zehn Sticker kreisrund angebracht, die zu einer Hälfte in Weiß und zur anderen in Rot gehalten sind. Durch die neue Lackierung fallen nun auch die riesigen Kühlschlitze in den Seitenkästen mehr auf. Sie ziehen sich an der oberen Seite der Verkleidung vom Cockpit über die halbe Länge des Hecks. Auch die ungewöhnlich zweigeteilte Airbox lässt sich ohne die Tarnfolie besser erkennen.

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Alfa Romeo
Hinten auf den Heckflügel finden sich die Farben der italienischen Flagge.

C42 mit aggressivem Konzept

Was man auf den ersten Blick nicht sieht, ist die Länge des Autos. Nach Informationen von auto motor und sport ist der Alfa Romeo C42 mit Abstand das kürzeste Fahrzeug im Feld. Der Radstand, der dieses Jahr vom Reglement erstmals auf 3,6 Meter begrenzt wurde, soll von den Sauber-Ingenieuren noch einmal um 9 Zentimeter gekappt worden sein.

Der Trick hilft der Aerodynamik und spart Gewicht. Der Alfa soll eines der wenigen Autos im Feld sein, dass es genau an die Grenze des Maximalgewichts von 795 Kilogramm geschafft hat. Die Konkurrenz schleppte bei den Testfahrten zum Teil noch Übergewicht im zweistelligen Kilo-Bereich herum. Um den Platz – und damit auch Gewicht – einzusparen, wurden Teile des Antriebs unter der Haube etwas höher gelegt. Das ging etwas zu Lasten des Schwerpunkts.

Um den Radstand zu verkürzen, musste Alfa Romeo dieses Jahr in Eigenregie eine spezielle Hinterradaufhängung entwickeln und bauen. Und auch das Getriebegehäuse, an dem die Aufhängungsteile befestigt sind, kommen aus Hinwil. Früher ließ man sich das komplette Getriebe und die Hinterachse mundfertig von Technik-Partner Ferrari anliefern.

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Alfa Romeo
Der Radstand des Alfa Romeo C42 ist ein gutes Stück kürzer als bei den Autos der Konkurrenz.

Rundendiät bei den Testfahrten

Bei den Testfahrten hatte Alfa Romeo noch mit einigen Schwierigkeiten zu kämpfen. Durch das heftige Pumpen des Autos auf der Geraden hatte sich zu Beginn der Unterboden gelöst. Erst nach anderthalb Tagen konnte das Problem gelöst werden, in dem man das Auto etwas höherlegte, wodurch aber die Performance litt.

Am Schlusstag gab es auch noch mechanische Probleme. Die drei Einsatzfahrer Valtteri Bottas, Guanyu Zhou und Robert Kubica kamen damit in den drei Sessions gemeinsam nur auf 175 Runden. Nur Haas (160) hatte noch weniger. Zum Vergleich: Spitzenreiter Ferrari kam auf 429 Umläufe. "Wir sind noch früh in der Entwicklung. Das macht mir keine großen Sorgen", winkte Bottas ab. "Natürlich haben wir noch Arbeit vor der Brust. Aber ich sehe ein großes Potenzial in diesem Auto."

Auch Technikchef Jan Monchaux gab sich nicht besonders besorgt: "Natürlich hätten wir gerne mehr Kilometer abgespult. Aber mir ist es lieber, solche Probleme treten bei den Testfahrten auf als später in der Saison. Dafür sind die Tests ja da. Wir fahren nun zurück in die Fabrik und suchen nach Lösungen. Und dann sind die Probleme hoffentlich ein für alle Mal abgestellt."

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