Sebastian Vettel - GP Mexiko 2019 Wilhelm
Lewis Hamilton - Formel 1 - GP Mexiko 2018
Max Verstappen - Formel 1 - GP Mexiko 2018
Max Verstappen - Formel 1 - GP Mexiko 2018
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Vorschau GP Mexiko

Zieht Ferrari den Power-Joker?

Lewis Hamilton hat in Mexiko den ersten Matchball. Doch obwohl Mercedes die letzten beiden Grands Prix in Suzuka und Sotschi gewinnen konnte, reisen die Silberpfeile nicht als Favorit ins Land der Azteken. Wir haben die letzten Infos in der Vorschau.

Die Formel-1-Fans hatten in den letzten Rennen sicher nichts zu meckern. Sowohl im Qualifying als auch im Rennen wechselten sich Rot und Silber an der Spitze mit schöner Regelmäßigkeit ab. Da ist es fast etwas schade, dass in Sachen WM praktisch schon alles gelaufen ist. Den Konstrukteurspokal hat Mercedes bereits in Japan gefeiert. Und auch in puncto Fahrer-WM ist der Drops so gut wie gelutscht.

Lewis Hamilton könnte wie schon im Vorjahr in Mexiko die Titel-Party steiigen lassen. Allerdings bräuchte der Titelverteidiger 14 Punkte mehr als der einzige verbliebene Rivale Valtteri Bottas, um den Sack zuzumachen. Da müsste schon einiges zusammenkommen, wenn Hamilton im großen Baseball-Stadion wieder seine Meister-Donuts drehen will.

Nicht nur von Bottas muss der WM-Spitzenreiter Gegenwehr erwarten. Auch Ferrari reist in guter Form nach Mexiko. Die roten Autos okkupierten zuletzt fünf Mal in Folge die Pole Position. Dank des Power-Jokers auf der ultralangen Geraden in Mexiko können sich Sebastian Vettel und Charles Leclerc wieder berechtigte Hoffnungen auf die Podiumsplätze machen.

Vielleicht grätscht aber auch Red Bull überraschend dazwischen. In Mexiko trumpfen die Autos aus Milton Keynes traditionell groß auf. In den vergangenen beiden Jahren gewann Max Verstappen jeweils mit großem Vorsprung. Vielleicht kommt es am Ende aber auch ganz anders. Die Meteorologen rechnen für das gesamte Rennwochenende mit Regenschauern. Auf feuchter Bahn erwarten wir eine noch größere Lotterie.

Die Strecke – Autodromo Hermanos Rodriguez

Schon seit der Einweihung im Jahr 1959 werden im Magdalena Mixhuca Park in Mexiko City Autorennen gefahren. Seit 1979 heißt der Kurs Autodromo Hermanos Rodriguez, benannt nach den Rennfahrer-Brüdern Pedro und Ricardo Rodriguez. Die Strecke ist zwar noch am gleichen Ort, hat aber ihr Layout mehrmals geändert. Bei der aktuellen Variante fehlt die legendäre Peraltada-Kurve – eine überhöhte 180°-Kehre am Ende der Runde.

Dafür hat die Strecke mit dem von Hermann Tilke im Jahr 2015 durchgeführten Umbau ein neues Markenzeichen bekommen. Kurz vor dem Abbiegen auf die Zielgerade müssen die Autos durch ein ehemaliges Baseballstadion. Von den Tribünen schauen mehr als 20.000 Zuschauer auf das Geschehen. Auch die 1,314 Kilometer lange Gerade gehört zu den einmaligen Streckenabschnitten. Vor Kurve 1 haben die Autos mehr als 360 km/h drauf.

Das Layout ist ansonsten abwechslungsreich. Es gibt viele langsame Ecken, aber auch einige schnelle Kurven. Vor allem das schnelle Geschlängel zwischen den beiden stadion-ähnlichen Sektionen bereitet den Piloten Freude. Etwas ganz Besonderes sind die Podiumszeremonien nach dem Rennen. Sie werden nicht wie sonst an der Zielgerade durchgeführt, sondern vor allen Fans im großen Baseball-Stadion.

Pirelli-Infografik - GP Mexiko 2019
Pirelli
2018 kam Pirelli noch mit dem Hypersoft-Reifen nach Mexiko. Dieses Jahr ist die Wahl mit den drei mittleren Mischungen etwas konservativer.

Fast Facts zum GP Mexiko:

  • Streckenlänge: 4,304 km
  • Anzahl der Runden: 71
  • Gesamtdistanz: 305,345 km
  • Distanz von Pole bis T1: 811 Meter
  • Länge Boxengasse: 378 Meter
  • DRS-Zonen: 3 – T17-T1, T3-T4, T11-T12
  • Top-Speed: 365 km/h
  • Reifen: C2, C3 & C4
  • Bremsbelastung: hoch
  • Reifenverschleiß: mittel
  • Motorbelastung: hoch
  • Spritverbrauch: niedrig
  • Reifenmischungen: Hypersoft / Ultrasoft / Supersoft

Setup:

Die Ingenieure und Fahrer erwartet in Mexiko immer eine besondere Herausforderung. Die Millionen-Metropole liegt 2.250 Meter über Meereshöhe. Die Luft ist dünner und enthält 22 Prozent weniger Sauerstoff. Im Gegensatz zu Saugmotoren verlieren Turbos in der Höhe allerdings nur wenig Leistung. Die Turbinen müssen einfach etwas schneller laufen. Der verringerte Luftwiderstand sorgt für einen geringeren Spritverbrauch und höhere Top-Speeds.

Die Autos generieren durch die dünne Luft weniger Abtrieb. Deshalb fahren die Teams trotz der ewig langen Geraden eine maximale Flügel-Anstellung – und erreichen trotzdem Top-Speeds von mehr als 360 km/h. Auch die Kühlung von Bremsen und Motor funktioniert nicht mehr so effizient wie in der Tiefebene. Hier müssen die Ingenieure extra Lufteinlässe in das Carbonkleid schneiden. Die Federn werden auf dem ebenen Asphalt hart abgestimmt, die Fahrzeuge tief. Gespannt sind wir, ob das Thema Reifenverschleiß eine wichtige Rolle spielen wird. Pirelli bringt die drei mittleren Mischungen C2, C3 und C4.

Technik-Updates:

Die WM-Titel sind so gut wie vergeben. Die Weltmeisterschaft befindet sich auf der Zielgerade. Da kann man nicht mehr viel erwarten, was technische Neuerungen angeht. Die meisten Teams haben ihren Fokus längst auf die nächstjährigen Autos gerichtet. An den Auslaufmodellen wird nun noch noch Detailarbeit vorgenommen. Eine Ausnahme gibt es aber: Haas will nochmal einen neuen Frontflügel nach Mexiko bringen, der eigentlich schon in Japan hätte debütieren sollen, aber nicht rechtzeitig fertig wurde.

F1 Tagebuch - GP Mexiko 2018
Aktuell

Favoriten:

So spannend wie vor dem GP Mexiko war die Ausgangslage schon lange nicht mehr. Ferrari hatte zuletzt das schnellste Auto im Qualifying. Mercedes war im Rennen überlegen. Und Red Bull ist in Mexiko immer mehr als nur ein Außenseitertipp. Und dann könnte auch noch das Wetter verrückt spielen. Wenn wir Geld wetten müssten, würden wir auf Mercedes setzen. Ferrari scheint zwar vom Speed her überlegen, aber beim Silberpfeil-Team ist die Fehlerquote niedriger. Und Red Bull erscheint momentan einfach etwas zu weit weg.

Im Mittelfeld gibt es dagegen einen klaren Favoriten. McLaren rückte in Suzuka schon bedrohlich nahe an die Top-Teams heran. Wir sind gespannt, ob sich der Aufwärtstrend fortsetzt. Dahinter erwarten wir ein ganz enges Rennen um die verbleibenden Punkte. Zwischen Renault, Racing Point und Toro Rosso entscheidet wohl die Tagesform. Für Alfa Romeo, Haas und Williams wird es dagegen schwer, ein paar Zähler abzustauben. Sie müssen auf Wetter-Chaos hoffen.

So lief das Rennen im Vorjahr – GP Mexiko 2018

Obwohl Lewis Hamilton 2018 das Podium verpasste, war der Brite am Ende der gefeierte Held, der im Baseball-Stadion mit ein paar Donuts den fünften Titelgewinn zelebrierte. Auch bei den Verstappen-Fans war Party angesagt. Nachdem der Holländer im Qualifying noch knapp von Red-Bull-Teamkollege Daniel Ricciardo geschlagen wurde, revanchierte er sich im Rennen mit dem fünften Sieg seiner Karriere.

Ricciardo musste am Sonntag mit Kupplungsproblemen vorzeitig aufgeben. So besetzten die beiden Ferrari-Piloten Sebastian Vettel und Kimi Räikkönen am Ende die beiden untersten Stufen des Podiums. Mercedes blieb ohne Chance auf den Sieg. Im Rennen ging es für die Ingenieure am Ende nur darum, die erfolgreiche Titelverteidigung Hamiltons abzusichern.

In der Galerie zeigen wir Ihnen noch einmal die Highlights des Mexiko-Rennens 2018.

Zeitplan GP Mexiko 2019

Session Termin (MEZ)
Freies Training 1 Freitag, 25. Oktober - 17.00 Uhr
Freies Training 2 Freitag, 25. Oktober - 21.00 Uhr
Freies Training 3 Samstag, 26. Oktober - 17.00 Uhr
Qualifikation Samstag, 26. Oktober - 20.00 Uhr
Rennen Sonntag, 27. Oktober - 20.10 Uhr
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