Max Verstappen - GP Ungarn 2018 Red Bull
Lewis Hamilton - Mercedes - GP Ungarn 2018 - Budapest - Rennen
Lewis Hamilton - Mercedes - GP Ungarn 2018 - Budapest - Rennen
Fans - GP Ungarn 2018 - Budapest - Rennen
Max Verstappen - Red Bull - GP Ungarn 2018 - Budapest - Rennen 68 Bilder

F1 Vorschau GP Ungarn

Nächste Verstappen-Party?

Wenn Max Verstappen noch ein Wörtchen um den WM-Titel mitsprechen will, muss er in Ungarn gewinnen. Bessere Chancen auf den Sieg als in Budapest gibt es für Red Bull nicht. Wir haben die letzten Infos in unserer Vorschau gesammelt.

Kurz vor der Sommerpause macht die Formel 1 noch einen kleinen Abstecher in Osteuropa. Der Grand Prix-Klassiker in Budapest steht bereits zum 34. Mal auf dem Programm. Nach den schnellen Strecken in Spielberg, Silverstone und Hockenheim geht es am Hungaroring wieder deutlich kurviger zur Sache. Das sorgt in Sachen Kräfteverhältnis für Extra-Spannung.

Vor allem im Lager von Red Bull dürfte man sich freuen, dass Motorleistung in Ungarn nicht der entscheidende Faktor ist. Zumindest bis zum großen Honda-Upgrade in Monza kämpfen Max Verstappen und Pierre Gasly bekanntlich noch mit einem Power-Defizit gegen die silberne und rote Konkurrenz. Will man Lewis Hamilton noch abfangen, muss bei 63 Punkten Rückstand jede Chance genutzt werden.

Das Wetter wird Verstappen allerdings nicht noch einmal helfen wie in Hockenheim. Nach den letzten Vorhersagen soll es das ganze Rennwochenende über trocken bleiben. Die Temperaturen werden bei angenehmen 25°C liegen. Auf erneute Ausrutscher oder Hitzeprobleme bei Mercedes sollte man bei Red Bull also nicht hoffen.

Die Strecke – Hungaroring

Der Hungaroring, knapp 20 Kilometer außerhalb von Budapest, bietet bereits seit 1986 regelmäßig eine Bühne für die Formel 1. Die Strecke, mit ihren 14 vorwiegend langsamen und mittelschnellen Richtungswechseln, wird im Uhrzeigersinn absolviert und gehört in Sachen Durchschnittsgeschwindigkeit zu den langsameren Kursen im Kalender. 10 Kurven werden mit weniger als 150 km/h durchfahren.

Überholen ist auf dem anspruchsvollen Kurs äußerst problematisch. Die langgestreckte letzte Kurve vor der Zielgeraden erschwert es dem Vordermann direkt im Windschatten zu folgen. Die beiden DRS-Zonen vor Kurve 1 und vor Kurve 2 helfen nur bedingt. Das Qualifying und ein guter Start sind deshalb besonders wichtig. Mit 618 Metern ist der Weg von der Pole Position zur ersten Kurve einer der längsten im ganzen Jahr. Die linke Seite der Startaufstellung liegt auf der Ideallinie und bietet deshalb deutlich mehr Grip.

Fast Facts:

  • Streckenlänge: 4,381 km
  • Rundenzahl: 70
  • Gesamtdistanz: 306,630 km
  • Rundenrekord (Rennen): 1:19.071 min (M. Schumacher, 2004)
  • Top-Speed: 326 km/h
  • Abtriebslevel: hoch
  • Reifen: C2, C3 und C4
  • Boxenstopp-Zeit: 16 Sekunden
Pirelli Infografik - GP Ungarn 2019
Pirelli
Pirelli ist mit den drei mittleren Mischungen in Budapest sehr konservativ unterwegs. Wir erwarten wieder ein Einstopp-Rennen.

Setup

Der geringe Anteil an langen Geraden und die vielen langsamen Kurven wirken sich auch auf das Setup aus. Voller Abtrieb heißt die Parole der Ingenieure. Sowohl der Heck- als auch der Frontflügel werden extrem steil gestellt, damit das Auto stabil auf dem Asphalt klebt. Da der Hungaroring vom Charakter sehr rund und langsam ist, gibt es an die Bremsen und die Reifen keine besonderen Anforderungen. Pirelli bleibt mit den mittelharten Mischungen C2, C3 und C4 auf der konservativen Seite.

Obwohl die Temperaturen dieses Jahr nicht ganz so extrem sind wie in der Vergangenheit, dürfen die Ingenieuren das Hitze-Thema nicht ganz aus den Augen verlieren. Mangels langer Geraden ist es nicht so einfach eine dauerhafte Frischluftversorgung für die Antriebseinheiten zu gewährleisten. Vor allem im unteren Drehzahlbereich ist viel Leistung gefragt, um gut aus den langsamen Ecken herauszukommen. Auch das Fahrwerk muss etwas weicher abgestimmt werden, um die Traktion zu verbessern, den Untersteuer-Charakter der Strecke zu lindern und die Kerbs glattzubügeln.

Technik-Updates:

Der Zeitpunkt kurz vor der Sommerpause, als zweiter Teil eines Doppelpacks mit Hockenheim, spricht eigentlich nicht dafür, dass Technikfreunde viele neue Teile entdecken. Doch in diesem Jahr haben gleich mehrere Teams angekündigt, kurz vor der Sommerpause noch einmal ein paar Upgrades nachzulegen. Von den Top-Teams will vor allem Ferrari an der Aerodynamik arbeiten, um den Abtrieb zu erhöhen, die Balance zu verbessern und in den langsamen Kurven konkurrenzfähiger zu werden.

Das gleiche gilt auch für McLaren. Der Papaya-Renner zeigte zuletzt ebenfalls noch Defizite in den langsameren Passagen. Das größte Update erwarten wir aber bei Racing Point. Nach dem ersten Teil des Großumbaus in Hockenheim (Spiegel, Motorhaube, Heckflügel, Unterboden) haben die Ingenieure für Budapest einen neuen Frontflügel, eine neue Nase, neue Leitbleche (unter der Frontpartie) sowie eine neue Vorderradaufhängung angekündigt.

Valtteri Bottas - Mercedes - GP Ungarn 2018 - Budapest - Rennen
xpb
Im Vorjahr hielt Valtteri Bottas die beiden Ferrari lange auf und half damit dem späteren Sieger Lewis Hamilton.

Die Favoriten:

Direkt nach der Sommerpause lauern die Power-Strecken von Spa und Monza. Für Red Bull ist es also wichtig, jetzt noch einmal zuzuschlagen. Vor allem in Sachen Rennpace sollte Max Verstappen Vorteile haben. Die Frage lautet, ob es im Qualifying endlich zur ersten Pole Position für den holländischen Superstar reicht. Sollten die Silberpfeile wie im Vorjahr die erste Reihe besetzen, wird es wegen des überholfeindlichen Charakters des Hungarorings schwer vorbeizukommen.

Bei Mercedes wird es wichtig, das Hockenheim-Upgrade zum Arbeiten zu bekommen. Beim ersten Test im Motodrom konnten die neuen Teile ihr Potenzial noch nicht ganz zeigen. Auch Ferrari darf man nicht unterschätzen. Obwohl es in Hockenheim keine Upgrades gab, zeigte sich der SF19 verbessert. Die Ingenieure scheinen die Probleme in den Griff zu bekommen. Jetzt muss nur noch die Zuverlässigkeit stimmen.

Im Mittelfeld sehen wir die Autos vorne, die den meisten Abtrieb generieren. Renault und Toro Rosso sind die ersten Punkteanwärter. Auch Haas dürfte vor allem im Qualifying wieder groß auftrumpfen. Bei Racing Point kommt es darauf an, wie gut das Upgrade funktioniert. Nicht so stark wie sonst erwarten wir McLaren und Alfa Romeo. Aber auf einer fahrerisch anspruchsvollen Strecke wie Budapest kann es bei den engen Abständen im Mittelfeld aber immer zu Überraschungen kommen.

So lief das Rennen im Vorjahr:

In der vergangenen Saison fiel die Entscheidung wie so oft schon im Qualifying. Auf feuchter Strecke hatte sich Lewis Hamilton die beste Startposition gesichert. Mit einer konservativen Einstopp-Strategieder von der Pole Position gab der spätere Weltmeister die Führung dann auch im Rennen nicht mehr ab. Valtteri Bottas hätte den Mercedes-Doppelerfolg perfekt machen können. Doch in der Schlussphase brachen dem Finnen die Reifen ein.

In Runde 65 attackierte Sebastian Vettel den Mercedes mit der Startnummer 77 in Kurve 1 auf der Außenseite, doch Bottas wehrte ab. Mit der besseren Traktion beschleunigte der Ferrari den Mercedes bis zur zweiten Kurve aus. Allerdings steckte Bottas nicht zurück, übertrieb es und krachte Vettel ins Heck. Zum Glück konnten beide Autos das Rennen fortsetzen.

Bottas war in der Schlussphase auch noch in eine zweite Kollision verwickelt. Mit gebrochenem Frontflügel krachte er Ricciardo ins Auto, der einen Angriff lancierte. Im zweiten Versuch schaffte es der Australier dann trotz beschädigtem Auto doch noch auf Platz 4 hinter Kimi Räikkönen im zweiten Ferrari. Bottas landete nur auf einem enttäuschenden fünften Platz.

In unserer Galerie zeigen wir noch einmal die Highlights vom GP Ungarn 2018.

Zeitplan GP Ungarn 2019

Sitzung Start (MEZ)
Freies Training 1 1. Training – Fr. 2. August – 11.00 Uhr
Freies Training 2 2. Training – Fr. 2. August – 15.00 Uhr
Freies Training 3 3. Training – Sa. 3. August – 12.00 Uhr
Qualifying Qualifying – Sa. 3. August – 15.00 Uhr
Rennen Rennen – So. 4. August – 15.10 Uhr
Motorsport Aktuell McLaren - GP Deutschland 2019 McLaren gibt weiter Gas Technik-Upgrade für den GP Ungarn

Hockenheim war keine Strecke für McLaren. Trotzdem holte man zehn Punkte.

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