Opel Kadett C Coupe NM - Startnummer 1 - 24h Classic - 24h Rennen Nürburgring - Nürburgring-Nordschleife - 25. September 2020 Stefan Baldauf
Porsche Turbo - Startnummer 220 - 24h Classic - 24h Rennen Nürburgring - Nürburgring-Nordschleife - 25. September 2020
Lancia Beta Montecarlo - Startnummer 204 - 24h Classic - 24h Rennen Nürburgring - Nürburgring-Nordschleife - 25. September 2020
Porsche 911 RSR - Startnummer 519 - 24h Classic - 24h Rennen Nürburgring - Nürburgring-Nordschleife - 25. September 2020
Porsche 944 Turbo Cup - Startnummer 484 - 24h Classic - 24h Rennen Nürburgring - Nürburgring-Nordschleife - 25. September 2020 65 Bilder

24h-Classic 2020

Verregnete Zeitreise über die Nordschleife

Drei Stunden lang balgten sich historische Schätze wie Porsche 911 RSR, BMW M3, Opel Ascona, Ford Escort oder NSU TT bei den 24h-Classic um den Sieg. Am Ende feierte Andy Gülden im Porsche Turbo einen emotionalen Sieg.

Viel mehr Tradition für Rennsportfans gibt es wohl nirgendwo zu sehen: die Nordschleife und jede Menge Oldies im Renntempo. Die 24h-Classic sind ein Augenschmaus für alle, die den historischen Motorsport lieben. ABS, Servolenkung und Co.? Darüber lacht man im Fahrerlager dieser Enthusiasten.

Blechschäden blieben nicht aus

Auf hauptsächlich nasser Piste ging es drei Stunden lang durch die Grüne Hölle. Dieses Mal wie bei den Protagonisten des 24h-Rennens ohne den Jubel der Zuschauer – aufgrund von Corona-Bestimmungen mussten sie zuhause bleiben. Dafür bekamen die Fans am Bildschirm wunderschöne Automobil-Geschichte zu sehen.

Für die Teilnehmer waren die nassen Bedingungen ein nicht ganz leichtes Unterfangen: Wer will schließlich sein Schmuckstück von der Strecke rutschen sehen und womöglich Blechschäden riskieren? Ganz blieben die aber natürlich nicht aus.

Ford Escort RS2000 - Startnummer 40 - 24h Classic - 24h Rennen Nürburgring - Nürburgring-Nordschleife - 25. September 2020
Stefan Baldauf
Der Ford Escort RS2000 verlor seine Motorhaube.

Emotionaler Sieg für Gülden

Dabei hatte am Ende einer die Nase vorn, der die Grüne Hölle sein Wohnzimmer nennen darf. Andy Gülden, der nicht nur regelmäßig in der Langstreckenmeisterschaft aktiv ist, sondern auch Instruktor am Ring, sicherte sich von der Pole-Position aus den Gesamtsieg im Porsche Turbo – ein echter Allrounder. Nur kurz musste er beim Start die Führung an Heiko Hammel abgeben, konnte sie aber nach einer Runde wieder zurückerobern.

Der Sieg hatte auch eine emotionale Seite: Es war ein Erfolg für seinen ehemaligen Teamkollegen und Fahrzeugbesitzer Stefan Oberdörster, der kürzlich bei einem Motorroller-Unfall in Mallorca ums Leben kam. "Es war das krasseste Rennen, was ich jemals gefahren bin”, sagte Gülden. "Heute hat es nicht nur außen geregnet. Da hat von oben ganz sicher einer mitgeholfen. Ich kann mich einfach nur bedanken, dass ich das machen durfte.”

Porsche dominiert

Auch die restlichen Podiums-Plätze gingen an Porsche. Zweiter wurde das Vater-Sohn-Gespann Edgar und Nick Salewsky im Porsche 911 RSR, die sich auch die schnellste Rennrunde sicherten. Es folgte Vorjahressieger Michael Küke im Porsche 911 Carrera RSR. Auf Platz vier landete ein Eifel-Promi: Olaf Manthey absolvierte das Rennen gemeinsam mit Peter und Jürgen Schurmann im BMW 635 CSI.

In unserer Bildergalerie zeigen wir Ihnen die Highlights der 24h-Classic.

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