Audi R8 LMS GT3 Evo2 - Startnummer #15 - 24h-Rennen - Nürburgring - 29. Mai 2022 Stefan Baldauf / Guido ten Brink
Start - 24h Rennen - Nürburgring - 28. Mai 2022
Start - 24h Rennen - Nürburgring - 28. Mai 2022
Start - 24h Rennen - Nürburgring - 28. Mai 2022
Porsche 911 GT3 R - Startnummer #1 24h Rennen - Nürburgring - 28. Mai 2022 127 Bilder

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24h-Rennen Nürburgring 2022: Audi besiegt AMG

24h-Rennen Nürburgring 2022 - Ergebnis Audi besiegt AMG im Reifenpoker

Audi jubelt dank Phoenix über den sechsten Sieg beim 24h-Rennen auf dem Nürburgring. Der Marathon forderte mehrere Opfer. Besonders BMW und Porsche wurden gerupft. Mercedes-AMG belegte mit den Autos von GetSpeed die restlichen Podestplätze.

Es war ein Motorsport-Fest mit Favoritensterben. 230.000 Zuschauer zählte das 24h-Rennen Nürburgring in seiner 50. Ausgabe über das Wochenende. So viele, wie in den guten Jahren vor der Corona-Pandemie. Die Fans konnten sich über ihre Rückkehr auf die Campingplätze rund um die 25,378 Kilometer lange Rennstrecke doppelt freuen. Weil sie ein Rennen erlebten, wie es die Eifel gerne schreibt. Mit Unfällen, zahlreichen Wendungen – und dem einen oder anderen Regenschauer.

BMW war als Favorit angereist und trat die Heimreise ohne Podestplatz an. Nichts wurde es mit dem erhofften 21. Gesamtsieg. Porsche steckte in den ersten fünf Rennstunden diverse Tiefschläge ein. Inklusive eines Highspeed-Unfalls der Titelverteidiger von Manthey. Die italienischen Marken bestimmten die Anfangsphase, und Aston Martin geigte in den ersten sieben Stunden bis zu einem Unfall auf. Am Ende machten aber Audi und Mercedes den Sieg beim Klassiker unter sich aus.

Mercedes-AMG GT3 - Startnummer #3 -24h-Rennen - Nürburgring - 29. Mai 2022
Stefan Baldauf / Guido ten Brink
Die schnellsten Mercedes-AMG stellte das GetSpeed-Team.

Entscheidung in der Box

Drei Stunden vor Zielflagge trennten den Phoenix-Audi R8 GT3 LMS Evo2 mit der Startnummer 15 und den Getspeed-Mercedes AMG GT3 mit dem Aufkleber 3 gerade einmal eine halbe Sekunde. Fabian Schiller hatte die Lücke zu Dries Vanthoor geschlossen. Nach mehreren kleineren Schauern begann es dann etwas stärker zu regnen.

Dieser Umstand trieb die beiden Hersteller in unterschiedliche Reifenstrategien. Audi spielte auf Nummer sicher und schlitzte die Michelin-Slicks, während des Fahrerwechsels von Vanthoor zu Kelvin van der Linde. Das brachte etwas mehr Haftung im Nassen. Mercedes tastete die Reifen dagegen nicht an. Hier übernahm Maximilian Götz das Steuer.

Audi sollte im Reifenpoker das Ass ziehen. Man interpretierte den Wetterbericht eine Spur zielsicherer. Die Strecke teilte sich in trockene und nasse Bereiche. Immer wieder öffneten kleine Wolken-Parzellen die Schleusen. Und so schaffte es van der Linde, seinen Verfolger in den nassen Abschnitten zu distanzieren und in den trockenen einen ähnlichen Speed hinzulegen. Der Südafrikaner öffnete eine Lücke von mehr als einer Minute, den er in den letzten Rennrunden verwaltete.

Sechster Audi-Sieg beim Klassiker

Bis ins Ziel änderte sich nichts mehr an der Reihenfolge. So feiert Audi den sechsten Gesamtsieg beim 24h-Rennen auf der Nürburgring-Nordschleife. Kelvin van der Linde, Dries Vanthoor, Frederic Vervisch und Robin Frijns ließen die Marke mit den vier Ringen jubeln. Jedoch lief noch eine Untersuchung wegen des letzten Boxenstopps. Da hatte man den V10-Saugmotor noch während des Tankvorgangs gestartet. Nach dem Rennen stand fest: 32-Sekunden-Strafe und 5000 Euro Bußgeld. Das änderte beim ursprünglichen Rückstand des Mercedes von 55,276 Sekunden aber nichts mehr am Ergebnis.

Der schnellere der Mercedes musste sich mit dem zweiten Platz abfinden. Das Trio Maximilian Götz, Adam Christodoulou und Fabian Schiller lieferten einen großen Kampf über die Marathon-Distanz. Den letzten Podestplatz ergatterte mit dem zweiten GetSpeed ein zweiter Mercedes. Den pinken AMG GT3 mit der Startnummer 4 lenkten Maro Engel, Jules Gounon und Daniel Juncadella.

Audi und Mercedes begegneten sich über die 24 Stunden auf Augenhöhe. Der Mercedes machte seine Zeit in den Kurven. Der vor der Saison überarbeitete Audi R8 vor allem in den Vollgaspassagen wie der Döttinger Höhe.

Aston Martin - 24h Rennen - Nürburgring - 28. Mai 2022
Stefan Baldauf / Guido ten Brink
Die Fans zurück auf den Campingplätzen: Insgsamt zählte das 24h-Rennen 230.000 Zuschauer über das Wochenende.

Diesmal über die volle Distanz

In den letzten beiden Jahren hatte es Magerkost in der Eifel gegeben. Keine Fans auf den Campingplätzen, und zwei Rennen, die wegen schlechten Wetters zusammen genommen gerade eine 24-Stunden-Distanz ergaben. Diesmal gab es kein Nebelchaos. Diesmal bremste das Feld mit 134 Autos kein Starkregen aus.

Schieben Sie die Balance of Performance und die Gespräche im Vorfeld über möglicherweise körnende Reifen beiseite. Das Jubiläumsrennen wurde über Konstanz und eine geringe Fehlerquote entschieden. Wer mit Köpfchen fuhr und das Risiko auf ein Minimum reduzierte, brachte sich für Sonntag in eine gute Ausgangsposition.

Und genau darum ging es: in den letzten Stunden überhaupt dabei zu sein. Besonders in den Frühstunden eliminierten sich diverse Favoriten selbst. Sinnbildlich war der Unfall des Titelverteidigers. Nach viereinhalb Stunden duellierte sich Laurens Vanthoor im beliebten Grello-Porsche (#1) mit Bruder und späterem Sieger Dries.

Porsche 911 GT3 R - Startnummer #1 - 24h Rennen - Nürburgring - 28. Mai 2022
Stefan Baldauf / Guido ten Brink
Sowohl Porsche als auch BMW gingen baden.

Unfall des Grello-Porsche

Beide rasten Tür an Tür durch die Tiergarten-Senke, bis es in der Hohenrain-Schikane zu einer leichten Berührung kam. Der Porsche entgleiste und segelte in die Leitplanken. Laurens Vanthoor ärgerte sich über sich selbst. Auch Bruder Dries war nach dem Zwischenfall den Tränen nah.

Porsche verfluchte den Samstag. Bereits in der fünften Runde schickte der später siegreiche Phoenix-Audi den Falken-Porsche mit der Startnummer 44 in die Streckenbegrenzung. Auch für den zweiten Falken-Renner wollte es nicht laufen. Immerhin schaffte es die Startnummer 33 als einziger Elfer in die Top 10.

Der Toksport-Porsche 911 GT3 R mit der Startnummer 27 wurde in der Frühphase von einem der Rowe-BMW (#99) in der Schikane der GP-Strecke torpediert. Kurz zuvor waren sich die beiden bereits in der Boxengasse nicht über die Vorfahrt einig gewesen. Für den BMW hagelte es eine Zeitstrafe von mehr als 90 Sekunden. Das war für Porsche aber auch kein Trost. Eine Stunde vor Schluss rupfte sich ein weiterer Porsche. Diesmal erwischte es den KCMG (#18), den Dennis Olsen im Galgenkopf hinrichtete.

Favorit BMW fällt tief

BMW war nach gelungenen NLS-Rennen mit hohen Erwartungen in das Langstrecken-Highlight gegangen. Der Speed des brandneuen M4 GT3 stimmte, nur Fragen zur Zuverlässigkeit stellten sich vor dem Rennstart. Auch die BMW-Armada war in einige Unfälle verstrickt. Den zweiten Rowe (#98) erwischte es nach mehr als sieben Stunden.

Sheldon van der Linde verunfallte im Streckenabschnitt Bergwerk – vermutlich wegen eines kaputten Dämpfers. Das BMW-Junior-Team (#72) hatte da bereits den ersten Zwischenfall hinter sich. Ein Auffahrunfall in der Hohenrain-Schikane zwang einen der Mitfavoriten zu einem frühen, minutenlangen Reparaturstopp. In der Nacht war dann endgültig Schluss. Der Junior-M4 kreiselte in der Mutkurve in die Leitschienen.

Auch der Walkenhorst-BMW mit Yokohama-Reifen (#101) hatte das Glück nicht auf seiner Seite. Ein Unfall im Streckenbereich Schwalbenschwanz brachte die Mannschaft um alle Hoffnungen. Es blieb der Marke mit der markanten Niere nur noch der Schubert-M4 GT3 mit der Startnummer 20 übrig. Das Auto befand sich lange Zeit in einem versetzten Boxenstopp-Rhythmus. Man hatte kleine Chancen auf einen Podestplatz, obwohl Pilot Alexander Sims um kurz vor acht Uhr eine Leitplanke küsste.

Ein Verzweiflungsversuch mit Wechsel auf Regenreifen brachte keine Verbesserung. Eine halbe Stunde vor Ende schlich der Schubert-BMW in die Boxenstraße. Ein Kühlproblem ließ den M4 überhitzen. Weißer Rauch stieg aus der Motorhaube.

Lamborghini Huracan GT3 - Startnummer #7 - 24h-Rennen - Nürburgring - 29. Mai 2022
Stefan Baldauf / Guido ten Brink
Der Konrad-Lamborghini hielt durch und landete in den Top 10.

Audi und Mercedes stark

Audi und Mercedes zitterten das ein oder andere Mal. In einer Code-60-Phase kam es nach zweieinhalb Stunden zu einem leichten Auffahrunfall des Siegers mit dem Zweitplatzierten AMG. Der zweite Phoenix-Audi (#5) schwächte sich erst mit zwei Zeitstrafen für ein Vergehen in der Boxengasse und Überholen unter Gelb. Dann segelte der R8 nachts nach einer Kollision mit einem Porsche Cayman im Michael-Schumacher-S in den Reifenstapel.

Das Audi Sport Team Car Collection (#22) haderte mit dem Timing in den Code-60-Phasen und mit einer Zeitstrafe nach Unfall mit einem Falken-Porsche. Sonst wäre das Podest drin gewesen. So wurde ein vierter Platz daraus. Auf dem sechsten Rang überquerte der Car-Collection-Audi mit der Startnummer 24 den Zielstrich. Man wurde in der Schlussphase noch vom #16 Audi überholt.

In Summe brachten sowohl Audi als auch Mercedes vier Autos in die Top 10. Das zeigt, dass die beiden Marken deutlich mehr richtig gemacht haben, als ihre deutschen Rivalen von BMW und Porsche.

Lamborghini in den Top 10

Ferrari hatte die Pole Position erobert. Die 24 Stunden waren für den Octane126-488 GT3 allerdings früh beendet. In der zweiten Rennstunde wurde der italienische Rennwagen von einem überrundeten Fahrzeug getroffen. Reifenschaden, gebrochene Spurstange und mehr: Die Schweizer packten zusammen.

Konrad Motorsport schickte den Lamborghini Huracán GT3 (#7) ins Rennen und mischte in den ersten Stunden die deutsche Elite auf. Man sammelte einige Führungskilometer trotz Schadens an der Frontpartie, fiel nach einem Unfall jedoch zurück. Immerhin hielt der gezeichnete Lamborghini durch. Die Belohnung war der zehnte Platz.

Aston Martin überraschte im ersten Rennviertel. Der Vantage AMR GT3 diktierte das Tempo an der Spitze, ohne dass die Fahrer ans Limit gehen mussten. Die Briten freuten sich über eine Balance of Performance, die offenbar Flügel verlieh. Ein Ausrutscher kostete ein mögliches Topergebnis. Und so waren die deutschen Marken wieder unter sich – am Ende nur noch Audi und Mercedes.

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