Audi RS3 LMS - TCR 2021 Audi
Audi RS3 LMS - TCR 2021
Audi RS3 LMS - TCR 2021
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Audi RS3 LMS - TCR 2021 16 Bilder

Audi RS 3 LMS für die TCR: Infos und Bilder

Audi RS3 LMS für die TCR Erst Rennwagen dann Serienmodell

Audi hat die zweite Generation seines Kundensport-Modells RS 3 LMS für die TCR vorgestellt. Obwohl die Tourenwagenszene weltweit zuletzt etwas stagnierte, soll auch der Nachfolger des kleinsten Renners im Audi-Sport-Portfolio ein Erfolg werden. Wir haben die ersten Bilder und Infos.

Das Serienmodell des neuen Audi RS 3 rollt noch nicht einmal auf der Straße, da stellt Audi bereits die Rennsportvariante vor. Wie der im Jahr 2016 präsentierte Vorgänger hört auch die zweite Generation auf den Namen Audi RS 3 LMS.

Mit der Fortführung der Modellbezeichnung würde Audi auch gerne an die alten Erfolge anknüpfen. Vor allem wirtschaftlich lohnte sich das Einstiegsmodell für die Kundensport-Abteilung bisher. Insgesamt wurden 180 Exemplare produziert. Das schaffte kein anderer Audi-Rennwagen innerhalb eines Modellzyklus.

Der RS 3 LMS feierte nicht nur kommerziell, sondern auch sportlich Erfolge. Innerhalb von vier Jahren brachte es der Einsteiger-Tourenwagen in 1.051 Rennen weltweit auf 764 Podestplätze, darunter 279 Siege. 16 Titel in Fahrerwertungen sowie 38 Meisterschaftserfolge in weiteren Kategorien runden die Bilanz ab, darunter auch der Titel "TCR Model of the Year 2018".

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Der Audi RS3 LMS übernimmt viele Bauteile aus der Serie. Der Sportauspuff und der Heckspoiler gehören nicht dazu.

Mehr Setup-Möglichkeiten, längere Laufzeiten

"Unser neuer Audi RS 3 LMS tritt damit ein großes und verantwortungsvolles Erbe an", sagt Audi-Kundensportchef Chris Reinke. "Im Mittelpunkt unserer Entwicklungsziele standen die Kunden. Ob es um Laufzeiten oder Abstimmungsmöglichkeiten geht, um Sicherheit oder die Ergonomie im Cockpit: Wir wollen den Teams ein Auto bieten, das noch mehr Rennwagen ist als zuvor, das viele praktische Vorteile im Alltag besitzt und das sich durch lange Laufzeiten wirtschaftlich betreiben lässt."

Die TCR-Kategorie soll sowohl Einsteigern als auch Tourenwagen-Profis kostengünstigen Rennsport mit seriennahen Modellen bieten. Nach einem guten Start stagnierten die Starterfelder zuletzt allerdings etwas. Ein Grund dafür lag in den Wartungs- und Einsatzkosten, die oftmals höher lagen als von den Herstellern versprochen.

Doch bei Audi glaubt man weiter an eine Erfolgsgeschichte. Die Produktion soll pünktlich nach dem erhofften Ende der Corona-Krise am Ende des Jahres erfolgen. Mit dem neuen RS 3 LMS bekommen die Kunden für den vom Reglement festgelegten Maximalpreis von 136.500 Euro nicht nur ein Facelift, sondern eine komplette Neukonstruktion, wie Reinke verspricht.

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Unter der Haube werkelt wie vom Reglement vorgeschrieben eine Zweiliter-Vierzylinder mit rund 300 PS. Beim Serienmodell des RS3 dürfte etwas mehr gehen.

Neues Kühlkonzept für Motor und Bremsen

Bereits optisch unterscheidet sich die zweite Generation des neuen Audi RS 3 LMS deutlich von ihrem Vorgänger. Die Karosserieverbreiterungen sind harmonischer und aerodynamisch effizienter in die Fahrzeugkonturen integriert als bisher. Die Frontschürze enthält die Lufteinlässe als Teil eines überarbeiteten Kühlkonzepts für Motor und Bremsen.

Der erstmals von hinten aufgehängte Heckflügel komplettiert die optimierte Aerodynamik des TCR-Renners. Die Ingenieure haben die Aerodynamikbauteile ohne Windkanalarbeiten erstmals vollständig durch eine Strömungssimulation (CFD) am Computer errechnet.

Die Rohkarosse stammt aus Ingolstadt, der Zweiliter-Turbomotor kommt aus dem Werk Györ in Ungarn. Hier löst die vierte Generation des EA888 die Vorgängerbaureihe ab. Die Leistung ist wie in der TCR üblich auf rund 340 PS begrenzt. In der Serienversion des neuen Audi RS3 sollte da noch deutlich mehr gehen.

Motorblock, Zylinderkopf, Kurbeltrieb, Ventiltrieb, Ansaugtrakt, Einspritzung und der neue Turbolader im Rennwagen bleiben absolut serienmäßig. Einzig die Ventildeckelentlüftung weicht mit ihrem Ölabscheider vom Serienbauteil ab, ebenso die Abgasanlage.

Auch die Kraftübertragung wurde laut Audi grundlegend erneuert. Die Zweischeiben-Rennkupplung wiegt nun 800 Gramm weniger als im vorherigen Modell, was die rotatorischen Massen verringert. Das neue pneumatisch aktuierte Sechsganggetriebe von Hewland lässt sich sequenziell über Schaltwippen am Lenkrad bedienen.

Audi verspricht mit dem neuen Modell mehr Einstellmöglichkeiten beim Setup des Differenzials und beim Fahrwerk. Auch in Sachen Sicherheit hat sich was getan. So wurde der Sitz zum besseren Insassenschutz beim Seitenaufprall näher in Richtung Fahrzeugmitte gerückt. In der Galerie zeigen wir Ihnen die ersten Bilder.