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Sportwagen: LMP2-Klasse vor dem Aus

Sportwagen-WM will LMP2-Klasse abschaffen WEC bald ohne LMP2?

Die Sportwagen-WM will sich mit einer neuen Klassenstruktur für den Ansturm von neun Herstellern in der Top-Kategorie wappnen. Aus logistischen Gründen wird diskutiert, die LMP2-Klasse in die Subserien ELMS und ALMS zu verdammen. Wie ernsthaft ist dieser Plan?

Der Le-Mans-Ausrichter und WM-Veranstalter ACO diskutiert im Moment zusammen mit der FIA eine Anpassung der Klassenstruktur in der WEC – das ist Fakt und durch verschiedene Quellen bestätigt. Was ist der Auslöser für diese noch interne, aber ernsthafte Debatte?

Die Kalkulation der WM-Macher hat die Entwicklung für die Jahre 2023 und 2024 im Auge: Bis 2024 werden in der neuen gemeinsamen Topklasse aus LMH (Hypercars) und den amerikanischen IMSA-Wagen (LMDh) neun Hersteller mit jeweils zwei Autos am Start stehen – macht 18 Fahrzeuge. Dazu kommen Kundenautos wie bei Porsche und eventuell kleine Konstrukteure wie Kolles oder Glickenhaus – macht noch einmal grob sechs Autos.

Vector Sport - Oreca 07 - Gibson - LMP2 - WEC - Monza - 08.07.2022
Motorsport Images
Die LMP2-Klasse steht in der Sportwagen-Weltmeisterschaft vor dem Aus.

Boxenanlagen zu klein

Dazu startet ab 2024 die GT3-Pro-Am-Klasse, wo sicher noch einmal sechs bis sieben Marken an den Start gehen werden, wobei hier eine Limitierung auf maximal zwei Fahrzeuge pro Marke zur Diskussion steht – das macht dann noch einmal 14 Autos.

Überschlägig sind das 38 Rennwagen, doch schon diese Rechnung geht nicht auf, aus zwei Gründen: Auf einigen Rennstrecken ist die Sportwagen-WM aufgrund der Boxenanlagen auf 34 Fahrzeuge limitiert. Genau diese Anzahl an Autos passt auch in ein großes Frachtflugzeug. Die WM will und muss ab 2024 wieder internationaler werden. Das bedeutet mehr Fly-away-Rennen – die teilweise mit Luftfracht abgewickelt werden müssen.

Diese numerischen Randbedingungen machen klar, dass die WEC ein Platzproblem hat – vielleicht noch nicht 2023, aber spätestens 2024, wenn alle Hersteller in allen Rennklassen am Start stehen werden. Somit würde die WEC die LMP2-Klasse noch nicht 2023 kaltstellen, aber ab dem Jahr 2024.

Inter Europol Competition - Oreca 07 - Gibson - LMP2 - WEC - Monza - 08.07.2022
Motorsport Images
Die neue Top-Klasse sorgt für ein Platzproblem in einigen Boxenanlagen der Rennstrecken. Viele verfügen nur über 34 Stück.

WM: 34 Starter, ohne LMP2

Damit steht eine Klasse unter Druck: die LMP2. ACO und FIA diskutieren daher gerade intern eine Strukturanpassung, die bereits im nächsten Jahr greifen könnte: Das WM-Starterfeld wird auf 34 Fixstarter limitiert, die LMP2-Klasse wird auf WM-Ebene ausgemustert. Zwar bleiben die LMP2-Flitzer, die in den vergangenen Jahren nicht selten den größten Anteil des WM-Feldes stellten, als Topklasse in den Subserien European Le Mans Series (ELMS) und Asian Le Mans Series (ALMS) erhalten. Dazu dürfen die jeweiligen Meister sowie weitere ausgewählte LMP2-Teams in Le Mans an den Start gehen, wo die Kapazität in den nächsten zwei Jahren von aktuell 60 auf zukünftig über 70 Autos erhöht werden soll – die Rede ist von 10 bis 15 LMP2-Autos in Le Mans. Doch bei allen anderen WM-Rennen wird die LMP2-Klasse fast schon mit zwingender Notwendigkeit entfallen müssen.

Insider bestätigen, dass die Entscheidung delikat ist: In Le Mans standen 2022 zum Beispiel 27 LMP2-Autos am Start – fast die Hälfte des Feldes, und sie sorgten für die beste Show im Rennen. Der Lohn ist jetzt die Streichung. Zweitens brauchen ACO und FIA für die Zukunft einen Plan B für den Fall, dass die Hersteller wieder aus der Topklasse aussteigen. Dieser Plan B kann nur die LMP2-Klasse sein – sie wird zum Notnagel der WM degradiert. Das kann man den Teams, die der WM jahrelang die Treue gehalten haben, nur schwer verkaufen. Zumal der ACO den LMP2-Teams erst 2021 versprochen hat, dass sie weiterhin einen signifikanten Anteil des WM-Starterfeldes stellen werden – trotz der vielen Hersteller in der neuen Topklasse.

Jota-Teamchef Sam Hignett, dessen Team in diesem Jahr die LMP2-Klasse in Le Mans gewann, sagte im Juni: "Ich muss so schnell wie möglich aus der LMP2-Klasse raus." Das war seine Begründung für den geplanten Aufstieg des Teams in die Topklasse, wo Jota 2023 mit einem Porsche-Kunden-LMDh an den Start geht. Wusste er, was passieren wird?

Jota - Oreca 07 Gibson - WEC - Monza - 08.07.2022
Motorsport Images
Das erfolgreiche Jota-Team steigt aus der LMP2-Klasse freiwillig aus und wird Porsche-LMDh-Kunde. Damit sichert man die Zukunft des Rennstalls in der WEC.

LMP2: So gut wie durch?

Zwar will der ACO angeblich seine ursprüngliche Idee fallen lassen, wonach ab 2024 nur Hersteller aus der Topklasse auch in der GT3-Kategorie antreten dürfen, aber klar ist auch, dass fast alle GT3-Hersteller nach Le Mans wollen – trotz der Hürde, dass sie dafür vermutlich einen speziellen Kit auf Kiel legen müssen. Deshalb könnte auch der GT3-Klasse eine kleine Boomphase bevorstehen, womit sich das Platzproblem in der WEC bei allen Rennen außer Le Mans nochmals verschärft.

Ein Randaspekt bei den Plänen ist die Reifenthematik. Langfristig sollen zwei Reifenpartner am Start stehen: Einer bestückt die Topklasse, der andere die GT-Klasse. Michelin ist als Partner in der Topklasse gesetzt. Goodyear würde bei Streichung der LMP2-Klasse seine Präsenz verlieren. Der ACO will Goodyear offenbar anbieten, die GT-Klasse exklusiv zu bestücken – übrigens bevorzugt mit nicht käuflichen Spezialreifen. Eine Entscheidung über die Streichung der LMP2-Klasse ist zwar noch nicht gefallen, aber ein Insider behauptet: "Die Sache ist so gut wie durch."

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