BMW 5er Facelift 2027: Kommt der feine Sechszylinder-Diesel im 520d?

BMW 5er Facelift 2027
Kommt der feine Sechszylinder-Diesel im 520d?

ArtikeldatumVeröffentlicht am 31.03.2026
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Mit der für 2027 erwarteten Überarbeitung der Baureihe BMW 5er zeichnet sich eine mögliche technische Neuausrichtung beim Dieselangebot ab. Wie unter anderem bmwblog.com berichtet, verdichten sich Hinweise darauf, dass der BMW 520d künftig nicht mehr vom bekannten Vierzylinder angetrieben wird. Stattdessen könnte ein Reihensechszylinder-Diesel Einzug halten, was innerhalb der Modellhierarchie einen ungewöhnlichen Schritt darstellen würde.

Bislang ist der 520d traditionell mit einem zwei Liter großen Vierzylinder der Baureihe B47 ausgestattet. Diese Konfiguration gilt als etablierter Standard im Segment und deckt vor allem im Flotten- und Langstreckeneinsatz den Bedarf vieler Kunden ab. Die nun diskutierte Umstellung auf den größeren Dreiliter-Diesel der Baureihe B57 würde dieses Konzept grundlegend verändern. Der 2015 erstmals vorgestellte B57-Sechszylinder ist zweifellos eines der Sahnestücke der jüngeren BMW-Motorengeschichte.

Reduzierte Leistung

Im aktuellen 540d leistet der B57 286 PS und stellt ein maximales Drehmoment von 650 Newtonmetern bereit. Mit dem Mildhybrid-System liegt die Systemleistung bei 303 PS. Für den Einsatz im 520d wird jedoch eine deutlich reduzierte Leistungsstufe erwartet, um eine klare Abgrenzung innerhalb der Modellpalette zu gewährleisten. Im Raum stehen Werte um 200 PS, während das Drehmoment gegenüber dem bisherigen Vierzylinder mit 400 Newtonmetern spürbar ansteigen könnte. Der größere Hubraum dürfte insbesondere bei niedrigen Drehzahlen Vorteile bieten und die Charakteristik stärker auf Durchzug und Elastizität ausrichten.

Technisch würde der Sechszylinder wie in anderen Modellen mit einem 48-Volt-Mildhybridsystem kombiniert. Dieses System integriert einen Startergenerator, der Bremsenergie rekuperiert und den Verbrennungsmotor beim Beschleunigen unterstützt. Gleichzeitig sind Anpassungen im Bereich der Abgasnachbehandlung zu erwarten, um die künftigen Anforderungen der Euro-7-Norm zu erfüllen.

Verbrauch praktisch gleich

Interessant ist in diesem Zusammenhang der Blick auf die Verbrauchswerte aktueller Modelle. Zwischen dem 520d xDrive mit Vierzylinder und dem stärkeren 540d liegen nach WLTP-Angaben derzeit nur geringe Unterschiede. Der Mehrverbrauch des Sechszylinders fällt mit rund 0,3 Litern pro 100 Kilometer vergleichsweise moderat aus, obwohl die Leistungsreserven deutlich höher liegen. Diese Relation könnte eine Grundlage für den möglichen Strategiewechsel bilden.

Parallel zu den Berichten über den 520d mehren sich Hinweise, dass auch in anderen Baureihen vergleichbare Schritte geprüft werden. Genannt werden unter anderem künftige Varianten des BMW X3 sowie eine nächste Generation des 3er. Auch dort könnten bekannte Vierzylinder-Diesel perspektivisch durch größere Aggregate ersetzt werden. Darüber hinaus gibt es Spekulationen über eine Rückkehr von Achtzylindern in höheren Baureihen sowie eine verlängerte Nutzung von Zwölfzylindern im Luxussegment.

Was kommt sonst noch?

Offiziell bestätigt sind diese Planungen bislang nicht. Auf Anfrage von auto-motor-und-sport.de antwortete eine BMW-Sprecherin, man könne "zum aktuellen Zeitpunkt leider noch keine möglichen künftigen Motorisierungen kommentieren". Die bei BMW Life Cycle Impulse (LCI) genannte Modellpflege der 5er-Baureihe dürfte Ende 2026/Anfang 2027 debütieren. Neben Änderungen bei den Motoren wird es eine Design-Annäherung zur Neuen Klasse geben. Die Einführung des Panoramic iDrive aus der Neuen Klasse gilt ebenfalls als gesetzt.

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