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BMW 7er (G70) 2022 : Design, Daten, Antrieb, kein V12

Neuer BMW 7er (G70) Ein Schuss Rolls-Royce, aber kein V12

Ende 2022 kommt der neue 7er. Ohne V12 & Langversion, trotzdem aber größer als der Vorgänger. Neu: XXL-Display im Fond und Elektrounterstützung für Benziner und Diesel.

Selbst das Segment der großen Luxuslimousinen leidet seit Jahren am SUV-Trend: Auch die Reichen wollen höher sitzen. Aber im nahen und fernen Osten gibt es tatsächlich noch betuchte Kunden für die klassische Karosserieform. Der Zwang zum CO2 Sparen und die damit einhergehende Elektrifizierung bringt wegen geringerer Stirnfläche zusätzliche Argumente für das alte Segment. Während Mercedes der S-Klasse mit dem EQS eine elektrische Luxuslimousine auf eigener Architektur zur Seite stellte, will BMW Verbrennungsmotoren- und E-Antrieb in einem Modell vereinen. Den elektrischen 7er nennen die Münchner immerhin i7 (alles darüber lesen Sie hier) und bringen ihn im November 2022 zuerst nach Europa. Optisch unterscheidet er sich kaum von seinem technisch eng verwandten Bruder mit Dieseln und Benziner, dessen erste Modellvarianten (750e, M760e und 740d, alle xDrive) hierzulande erst im Frühjahr 2023 zu den Händlern rollen.

Karosserie

Eine steil aufragende, repräsentative Front mit einer Niere, die in ihren Ausmaßen dem klassischen Kühlergriff des technisch bislang (und künftig) verwandten Rolls-Royce kaum nachsteht, rückt den BMW 7er optisch den britischen Luxusschlitten heran. Dass es keine Langversion mehr gibt, ändert nichts an der neuen Größe: Mit 5,39 Meter ist der Neue immerhin 13 Zentimeter länger als die Langversion des Vorgängers, Breite und Höhe wuchsen entsprechend um je etwa fünf Zentimeter. Damit überragt das Bayern-Flaggschiff selbst die S-Klasse, die allerdings ihrerseits mit der Langversion nochmal fast acht Zentimeter drauflegt. Das Wachstum ist ein klares Bekenntnis zu den Hauptmärkten in Nah- und Fernost.

BMW 7er
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Den neuen 7er gibt es in einer Zwei-Ton-Lackierung.

Dazu passend reicht die Ebene der fast waagrechten Motorhaube, die nach den Seiten und nach vorne einen überraschend großen Rand zu den Karosserieenden lässt, selbst bei einem ausgewachsenen Mannsbild bis zur Gürtellinie. Der Radstand wuchs (gegenüber der Langversion des Vorgängers) nur um fünf Millimeter, eine steiler stehende Heckscheibe und entsprechend weiter zurückreichende Türöffnungen machen den Einstieg in den Fond aber deutlich einfacher. Der Kofferraumdeckel liegt naturgemäß ähnlich hoch wie die Front und das Heck fällt danach so steil ab, wie die Eiger Nordwand, aber hinten erinnert der neue 7er auch der Rückleuchten wegen noch am ehesten an den Vorgänger.

Innenraum

Innen gibt’s aber statt britisch angehauchter Kaminzimmer-Atmosphäre ein Touchscreen- und Beleuchtungs-Feuerwerk, das es locker mit einer asiatischen Megacity aufnehmen kann. Das üppig dimensionierte Curved Display vor dem Lenkrad (Instrumente) und über der Mittelkonsole (Infotainment-Menü) kennt man noch vom Elektro-SUV iX, genauso wie die geschliffene Kristallglasoptik für iDrive-Controller, Fahrtrichtungs-Wählschalter und Sitzverstellung.

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Die Beleuchtung lässt sich im 7er umfangreich variieren.

Neu ist aber die so genannte Interaction Bar, die sich etwa auf Höhe der Lenkradmitte über die ganze Breite erstreckt und bis in die Türverkleidung reicht. Sie ist hinterleuchtet und trägt ein paar nahtlos integrierte Touchbedienflächen zur Steuerung der Klimaanlage und zum Öffnen des Handschuhfachs und verbirgt die Ausströmer der Lüftung weitgehend. Wie und in welchen Farben sie leuchtet, beeinflussen die Passagiere via so genannter My Modes, also individueller Einstellungen im entsprechenden Menü. Passende Lichtspiele setzen sich dank farblich veränderbarer LED-Leuchtfänden sogar bis ins Panorama-Glasdach fort.

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Die so genannte Interaction Bar zieht sich über die gesamte Innenraumbreite.

Kino im Fond

Ihren Höhepunkt erreicht die visuelle Vereinnahmung aber im Fond: In den Türgriffen warten Touch-Displays im Format großer Smartphones auf die Passagiere, die damit einen fast 80 Zentimeter großen 8k-Bildschirm vom Dachhimmel gleiten lassen können. Automatisch dunkeln Rollos die hinteren Scheiben ab und platzieren die hinten Sitzenden in der ersten Reihe eines Zwei- (ggf. auch Drei-)Personen-Kinos. Der rechts hinten Sitzende kann mit Touch-Screen in der Tür sogar seinen Sitz in die so genannte CEO-Position zurückgleiten lassen – dabei faltet es allerdings den Beifahrersitz quasi zusammen – dort kann dann niemand mehr Platz nehmen. Filme liefert ein Amazon-Firestick, den Sound liefert ein Surround-Sound-Systems von Bowers & Wilkins mit 32 Lautsprecher und fast 2000 Watt Leistung. Die Daten empfängt eine 5G-Antenne. Voraussetzung ist eine optionale Personal eSIM; die zweite SIM-Karte macht das Auto quasi zu einem weiteren "digitalen und vernetzten Endgerät im Ökosystem" der Kunden, so BMW. Mit der Personal e-SIM als Erweiterung eines bestehenden Mobilfunkvertrages sollen sie die Kommunikations- und Vernetzungsfunktionen besonders komfortabel im Fahrzeug nutzen können – auch wenn das Smartphone nicht im Auto ist.

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Der 8K-Bildschirm klappt vom Dachhimmel, die Fondpassagiere können ihn mittels Touch-Display in den Tür-Armlehnen bedienen.

So können die Fondpassagiere über das integrierte Audiosystem Telefongespräche führen. Ihre Kontakte erreichen sie über die Touch-Screens in den hinteren Türen. Die Kopfstützenlautsprecher des optionalen Sound-Systems sollen für Premium-Audioqualität beim freihändigen Telefonieren sorgen. Anrufe lassen sich so angeblich in der eigenen Audiozone führen oder mit dem gesamten Fahrzeug teilen. Unerwünschte Nebengeräusche die Mikrofone herausfiltern.

Antrieb

Den 7er mit Verbrennern treiben fast ausschließlich Sechszylinder an. Den 4,4-Liter-Turbo-V8 wird es in Europa nicht geben. In den USA beispielsweise treibt er den BMW 760i xDrive mit 544 PS und 750 Nm in 4,2 Sekunden auf 100 km/h. In seiner Achtgang-Automatik sitzt zur Unterstützung ein 12 PS starker E-Motor. Trotzdem beträgt der WLTP-Verbrauch 11,2 Liter.

Das 48-Volt-Mildhybrid-System unterstützt auch zwei Sechszylinder-Turbo-Benziner, beide mit 3,0 Liter Hubraum: Der eine (735i) leistet im 272 PS (mit E-Motor 286 PS und 425 Nm) und soll den 7er in 6,7 Sekunden auf 100 beschleunigen. Der andere (740i) leistet 380 PS (alles über die Technik des neuen Sechszylinders hier) und stemmt zusammen mit dem E-Motor 540 Nm – macht 5,4 Sekunden bis 100 und 8,0 Liter WLTP-Verbrauch. Aber auch diese beiden Hecktriebler sind nicht für den europäischen Markt bestimmt.

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Mildhybridunterstützung (orange) haben alle neun 7er.

Dort bekommen die beiden Sechszylinder immer Unterstützung von einem Plug-in-Hybrid-System, beide sind voraussichtlich erst ab Frühjahr 2023 zu haben. Im 750e xDrive leistet der Verbrenner 310 PS, insgesamt beschleunigen 490 PS und 700 Nm den Allradler in 4,9 Sekunden auf 100 und bis auf 250 km/h.

Der zweite Plug-in-Hybrid mit Sechszylinder-Turbo wird eine M-Performance-Modell. Es heißt BMW M760e xDrive. Sein Sechszylinder leistet wie im X7 nach dem Facelift 380 PS und bringt 520 Nm auf die Kurbelwelle. Zusammen mit dem E-Motor kommt der neue 760e auf 571 PS (einschließlich Kurzzeit-Boost) und ein Systemdrehmoment von 800 Nm. Das reicht für eine Beschleunigungszeit von 4,3 Sekunden von null auf 100, die Höchstgeschwindigkeit ist auf 250 km/h begrenzt, rein elektrisch sind 140 km/h drin. rein elektrisch sollen die PHEVs nach WLTP – je nach Version – zwischen 80 und 90 Kilometer weit kommen.

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Bei den Plug-in-Hybriden teilt sich der akku den Boden mit asupuff und Kardanwelle.

Der einzige Sechszylinder mit lediglich Mild-Hybridunterstützung (BMW 740d xDrive) ist allerdings ebenfalls erst ab Frühjahr 2023 zu haben. Der Diesel alleine bringt es auf 286 PS und 650 Nm (von 1.750 bis 3.000/min), im Verbund mit der 48-Volt-Elektro-Unterstützung werden daraus 300 PS und 670 Nm. De facto startet also der 7er mit Verbrennungsmotoren erst 2023. Nur der i7 xDrive mit 544 PS soll noch im November 2022 zu haben sein.

Fahrwerk

Wie beim Vorgänger hängen die Räder auch beim neuen 7er vorn an einer Doppelquerlenker-Vorderachse und an einer Fünflenker-Hinterachse. Bei den allradgetriebenen Modellen soll ein Aluminium-Schubfeld die Torsionssteifigkeit des Vorderwagens erhöhen. Die adaptive Zweiachs-Luftfederung mit automatischer Niveauregulierung und elektronisch geregelten Dämpfern ist bei allen Varianten Serie. Die Luftversorgung der regelt das System radindividuell, was ungleichmäßige Beladung kompensiert. Die Luftfederung sorgt zudem für den optimalen Fahrzeughöhenstand in jedem Geschwindigkeitsbereich. Der Sport Mode senkt die Karosse um 10 Millimeter ab, in allen anderen My Modes sinkt das Höhenniveau bei Geschwindigkeiten von mehr als 140 km/h (im i7 ab 120 km/h). Auf schlechten Wegstrecken oder Garagenauffahrten mit spitzem Rampenwinkel lässt sich die Karosse aber per Tastendruck auch um 20 Millimeter anheben.

Die Stoßdämpfer passen sich adaptiv der Fahrbahnbeschaffenheit und dem Fahrstil an. Zug- und Druckstufe variieren dabei stufenlos und unabhängig voneinander. Außerdem beeinflusst die Wahl der My Modes die Charakteristik. Serienmäßig ist im 7er jetzt auch eine neue elektromechanischen Servolenkung mit lenkwinkelabhängiger Übersetzung, die Lenkkraftunterstützung ist wie gehabt geschwindigkeitsabhängig. Über die My Modes lassen sich zwei Kennlinien aktivieren (betont sportlich oder komfortorientiert).

Allradlenkung und Wankstabilisierung als Extra

Trotz der neuen Größe ist die Integral-Aktivlenkung aufpreispflichtig. Sie dreht die Hinterräder je nach Fahrgeschwindigkeit entweder entgegen dem Lenkwinkel der Vorderräder oder gleichsinnig um bis zu 3,5 was Handlichkeit oder Stabilität verbessert. Den Wendekreis reduziert die Allradlenkung um rund 0,8 Meter.

Unter dem Begriff Option Executive Drive Pro bietet BMW eine weitere Fahrwerksaufrüstung an. Das meint im Wesentlichen eine aktive Wankstabilisierung, die mit elektrischen Schwenkmotoren (48 Volt) einen schnellen Ausgleich von Seitenneigungskräften in Kurven. BMW verspricht in der Folge ein höheres Querbeschleunigungspotenzial und mehr Komfort bei Geradeausfahrt, weil die feste Verbindung eines konventionellen Stabilisators zwischen den Rädern einer Achse entkoppelt wird.

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Trotz der neuen größe und 2270 Kilogramm Leergewicht für den 760i xDrive mit V8 beispielsweise soll auch der neue 7er sportlich fahren.

Bei den M-Performance-Modellen ist Executive Drive Pro in einer spezifischen Abstimmung Serie. Sie haben außerdem eine kräftigere Sportbremsanlage mit blau lackierten Bremssätteln und 21 Zoll große Leichtmetallräder mit Mischbereifung. Serienmäßig trägt der neue BMW 7er 19-Zöller, optional gibt‘s ab Werk 20 und 21 Zoll, im Original BMW M Performance Zubehör Programm auch 22 Zoll.

Für die 20 Zoll großen Leichtmetallrädern gibt’s außerdem eine Performance Bereifung mit besser haftender Gummimischung. Bei ihr und den weiteren Reifen für 20 und 21 Zoll große Räder sorgen Schaumstoffabsorber im Inneren für mehr Geräuschdämmung.

Integral-Bremse und aktornahe Radschlupfbegrenzung

Ein integriertes Bremssystem der jüngsten Generation vereint die Bremsbetätigung, Bremskraftverstärkung, Bremsschlupfregelung und Fahrzeugstabilisierung in einem Modul. Es soll auch bei den elektrifizierten Modellen Rekuperation und Reibbremse sauber zu einem präzisen Bremsgefühl zusammenführen.

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Alle Fahrwerkssysteme sind miteinander vernetzt.

Natürlich kriegt auch der neue 7er die zuerst im frontgetriebenen 1er präsentierte aktornahe Radschlupfbegrenzung, bei der die Antriebsschlupfregelung in die Motorsteuerung integriert ist. Damit entfallen die langen Signalwege zum Steuergerät des ESP (bei BMW DSC, Dynamische Stabilitäts Control). Laut BMW macht das die Regeleingriffe bis zu 10 mal schneller.

Assistenzsysteme

Der neue 7er nutzt eine ganzen Technologiebaukasten mit Kameras, Ultraschall- und Radarsensoren, einem neuen Software-Stack, einer schnellen Rechenplattform und einer Anbindung an die BMW Cloud über den Mobilfunkstandard 5G. Damit will BMW mittelfristig automatisierte Fahrfunktionen auf Level 3 in der Luxuslimousine möglich machen.

Die bis dahin verfügbare Armada an Assistenzsystemen will BMW im so genannten Augmented View im Head-up-Display und damit direkt in der Sichtachse des Fahrers darstellen. Wichtig ist den Münchnern auch, dass sich die Aktive Geschwindigkeitsregelung mit Stop & Go-Funktion sowie zusätzlich der Lenk- und Spurführungsassistent mit einer einzigen Taste auf der linken Lenkradspeiche aktivieren lassen. Die Kombination beider Funktionen erlaubt schon mal automatisiertes Fahren auf Level 2.

Mercedes Drive Pilot
Tech & Zukunft

Serienmäßig an Bord sind die Frontkollisionswarnung und der Parkassistent, der geeignete Lücken mit Hilfe von Ultraschallsensoren und Kameras während der Vorbeifahrt erkennt, beim Ein- und Ausparken Lenken, aber auch Beschleunigungs- und Bremsmanöver sowie die beim Rangieren notwendigen Gangwechsel übernimmt. Zum Parkassistenten gehört neben der Rückfahrkamera einschließlich Panorama View hinten auch der Rückfahrassistent. Er erlaubt automatisiertes Zurücksetzen in engen und unübersichtlichen Umgebungen wie Parkhäusern oder Grundstückseinfahrten. Dazu speichert er die Lenkbewegungen auf der zuletzt vorwärts und mit einer Geschwindigkeit von maximal 36 km/h gefahrenen Strecke. Anschließend kann das System das Fahrzeug im Rückwärtsgang auf einer Strecke von bis zu 50 Metern auf der zuvor vorwärts absolvierten Fahrlinie halten. Der Fahrer muss sich dabei lediglich auf das Betätigen des Fahr- und des Bremspedals sowie auf die Überwachung des Umfelds konzentrieren. Die beim automatisierten Zurücksetzen erreichte Geschwindigkeit kann bis zu 9 km/h betragen.

Fernsteuerung für den 7er

Ab Frühjahr 2023 will BMW dann auch die Remotebedienung anbieten. Sie soll erlauben, sämtliche Ein- und Ausparkmanöver auch von außerhalb des Fahrzeugs über die My BMW App mit dem Smartphone zu steuern. Ein neuer Manövrierassistent kann mithilfe von GPS- und aufgezeichneten Lenkbewegungen verschiedene Rangiermanöver mit einer Streckenlänge von jeweils bis zu 200 Metern abspeichern. Bis zu zehn Rangiermanöver an unterschiedlichen Standorten lassen sich aufzeichnen. Bei der erneuten Ankunft am jeweiligen Startpunkt übernimmt der Manövrierassistent dann die komplette Fahraufgabe einschließlich Beschleunigen, Bremsen, Lenken und Wechsel zwischen Vorwärts- und Rückwärtsgang. Mit der Remotebedienung kann der Fahrer das Auto an einem beliebigen Punkt des Manövers stoppen und verlassen, um den weiteren Verlauf des Einparkens per Smartphone zu steuern. Die Distanz zum Fahrzeug muss aber unter sechs Meter bleiben.

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Auch in komplizierter Umgebung sollen Kameras und Sensoren den 7er sicher manövrieren lassen.

Temporegelung und Lenkunterstützung bis 210 km/h

In verschiedenen Paketen bis zum Driving Assistant Professional lässt sich der 7er elektronisch aufrüsten. Letzterer ermöglicht die Temporegelung und Lenkunterstützung bei Geschwindigkeiten bis 210 km/h, seine aktive Geschwindigkeitsregelung kann in Deutschland auch Lichtzeichenanlagen in die Temporegelung einbeziehen, an zahlreichen Ampeln ein Rotlicht im Instrumentenkombi anzeigen und automatisch bis zum Stillstand abbremsen, beim Passieren von Engstellen helfen. Außerdem umfasst das System den in ausgewählten europäischen Ländern nutzbaren Rettungsgassenassistenten, den Spurhalteassistent mit aktivem Seitenkollisionsschutz und die Aktive Navigationsführung. Dabei ist auch der aktive Spurwechsel- und Einfädelassistent nutzbar. Darüber hinaus gehören die Vorfahrts- und die Falschfahrwarnung, die Querverkehrswarnung vorn sowie der in ausgewählten Ländern nutzbare Nothalteassistent zum Funktionsumfang des Driving Assistant Professional. Einen Überblick über die aktivierten Systeme und ihre Funktionalität bietet der so genannte Assisted View im Instrumentenkombi. Soll heißen: Der mittlere Bereich der Cockpitanzeige zeigt eine dreidimensionale Darstellung des Fahrzeugs und seiner Umgebung mit von Kameras und Sensoren erfassten Personen- und Lastkraftwagen sowie Motorrädern auf der aktuell befahrenen sowie auf eventuellen Nachbarspuren.

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Den adapativen Tempomat kann der Fahrer mit einer Taste links am Lenkrad aktivieren.

Markstart und Preise

In Europa startet der 7er mit den zwei Plug-in-Hybrid-Benzinern (750e und M760e xDrive) und dem mildhybridisierten Diesel (740d xDrive) erst im Frühjahr 2023. Hierzulande ist nur der i7 xDrive 60 noch 2022 zu haben. Alle Modelle haben Allradantrieb. Die Preise dürften gegenüber dem Vorgänger deutlich zulegen. Der begann zuletzt bei 92.110 Euro für den 286 PS starken 730d, der Allradantrieb kostete hier 3.400 Euro extra, der 740d xDrive mit 340 PS, aber ohne Mildhybrid begann bei 103.400 Euro. der neue 740d xDrive kostet 107.300 Euro.

Umfrage

1809 Mal abgestimmt
E-Antrieb und Verbrenner auf einer Plattform - war das klug von BMW?
Ja! Eine Luxuslimousine lebt vom Interieur, der Antrieb ist weniger wichtig. Mit einer Plattform lässt sich vieles doppelt verwenden.
Nein! Zwei ganz unterschiedliche Konzepte unter einer Hülle - da nutzt man die theoretischen Vorteile des E-Antriebs überhaupt nicht aus.

Fazit

Anders als Mercedes mit S-Klasse und EQS löst BMW die verschiedenen Antriebsanforderungen unterschiedlicher Märkte mit einem Modell, dem die Münchner zwar zwei Namen geben, das sie aber auf einer Plattform aufbauen. Für den 7er mit Verbrennungsmotoren im Bug und PHEV-Unterstützung könnte das ein Vorteil sein, weil der Unterboden ohnehin mit einer großen Batterie umgehen können muss.

Die überschaubaren Unterschiede beim Design finden ihre Entsprechung im aufwendigen, voll vernetzten, beleuchtungstechnisch durchinszenierten Interieur, in dem den Insassen ziemlich egal sein kann, aus welcher Energie der 7er seinen Antrieb schöpft. Hauptsache der Strom für den 8K-Widescreen fließt.

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