Ford erweitert die Bronco -Baureihe um eine neue Variante, die in Zusammenarbeit mit dem US-Tuning- und Motorsportpartner RTR Vehicles entstanden ist. Der im Januar 2026 vorgestellte Bronco RTR ist auf schnelle Einsätze im offenen Gelände ausgelegt und orientiert sich in seiner Auslegung an Erfahrungen aus legendären US-Wüstenrennen wie dem "King of the Hammers" (KoH). Entwickelt wurde das Modell gemeinsam mit RTR-Gründer Vaughn Gittin Jr. und dem zweimaligen KoH-Gesamtsieger Loren Healy, der auch an den Erprobungsfahrten im kalifornischen Johnson Valley beteiligt war.
Zwei Fahrwerke zur Auswahl
Technisch setzt der Bronco RTR auf eine Kombination aus vergleichsweise geringem Vorderachsgewicht, erhöhter Bodenfreiheit und einer auf hohe Geschwindigkeiten im Gelände abgestimmten Fahrwerksabstimmung. Serienmäßig rollt das Modell auf 33-Zoll-Reifen in Verbindung mit einer neu für die Baureihe angebotenen "High-Clearance"-Aufhängung, die eine leichte Höherlegung bringt. Optional steht das "Sasquatch"-Paket zur Verfügung, das größere 35-Zoll-Reifen sowie das HOSS-3.0-Fahrwerk mit Fox-Rallye-Dämpfern umfasst. Dieses Setup war bislang nur in der Badlands-Version des Bronco erhältlich und bringt größere Federwege sowie eine höhere Belastbarkeit bei schneller Offroad-Fahrt.
Als Antrieb kommt im Bronco RTR der 2,3-Liter-EcoBoost-Vierzylinder mit Turbolader zum Einsatz, kombiniert mit einer Zehnstufen-Automatik. Die Wahl fiel laut Ford bewusst auf dieses Aggregat, da es gegenüber den größeren Motoren weniger Gewicht auf die Vorderachse bringt. In sandigem Terrain soll das Fahrzeug dadurch besser einlenken und agiler sein. Für den Einsatz bei hohen Außentemperaturen übernimmt der Bronco RTR außerdem den leistungsstarken 1.000-Watt-Kühlerlüfter aus dem Bronco Raptor.
Dicker Kühler und Turbo-Tuning
Ergänzt wird das Antriebspaket durch eine softwaregesteuerte "Anti-Lag"-Funktion, die den Turbolader auch bei gelupftem Gas auf Drehzahl hält. Ziel ist eine gleichmäßigere und spontanere Leistungsabgabe, etwa beim Herausbeschleunigen aus tiefem Sand oder in schnellen Wechselpassagen. Diese Technik stammt aus dem Motorsport und wurde speziell für den Offroadeinsatz abgestimmt.
Optisch ist der Bronco RTR an mehreren Details zu erkennen. Dazu zählen ein eigener Kühlergrill mit charakteristischer Zusatzbeleuchtung, spezielle Evo-6-Felgen von RTR, verbreiterte Radhäuser im Retro-Stil sowie Akzente in der Farbe Hyper Lime. Optional wird der Grauton Avalanche Gray angeboten. Die Kombination aus seriennaher Bronco-Karosserie und RTR-typischen Elementen soll das Modell innerhalb der Baureihe klar positionieren.
Marktstart und Preis
Seinen ersten öffentlichen Auftritt hat der Bronco RTR auf der Detroit Auto Show 2026. Bereits zuvor wird das Fahrzeug beim King of the Hammers in Johnson Valley im Einsatz zu sehen sein. Die Bestellbücher öffnen im Oktober, die ersten Auslieferungen sind für Januar 2027 vorgesehen. Dabei wird sich der RTR-Bronco preislich unterhalb der bisherigen Offroad-Varianten Badlands und Raptor bewegen. Ein konkreter Listenpreis für das 2027er-Modell des Bronco RTR liegt bislang nicht vor. Ford spricht lediglich davon, dass der RTR-Bronco "eine niedrigere Einstiegspreisposition als der Badlands Sasquatch" haben soll – der liegt aktuell bei umgerechnet rund 53.000 Euro.












