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CMT 2020
Affinity Campervan (2020) Affinity
Affinity Campervan (2020)
Affinity Campervan (2020)
Affinity Campervan (2020)
Affinity Campervan (2020) 26 Bilder

Campingbus-Neuheiten auf der CMT 2020

Diese Campervans sind anders als die anderen

Da Campingbusse schon seit Jahren boomen, wächst auch die Bandbreite an Modellen und mit ihr das Angebot an unterschiedlichen Ausbaukonzepten. Wir zeigen ihnen 5 spannende CMT-Neuheiten, die sich vom Mainstream abheben.

Darunter finden sich ebenso kompakte Campervans auf Basis des VW T6 als auch größere Modelle auf Fiat Ducato, Mercedes Sprinter und Co.

Affinity

Affinity Campervan (2020)
Affinity

Der Campervan des polnischen Anbieters überrascht mit einem Ausbaukonzept, das man sonst nur von größeren Reisemobilen kennt: Das große Heckdoppelbett (192 cm lang) ist seitlich in Längsrichtung des Fahrzeugs platziert, direkt daneben kommt eine Nasszelle mit Toilette und intergrierter Duschkabine unter. Um dennoch Fahrräder auch innerhalb des Fahrzeugs transportieren zu können, besitzt das Bett eine elektrische Höhenverstellung. Ist es komplett nach oben gefahren, bleibt darunter ausreichend Platz für zwei Bikes oder auch Campingzubehör, wie einen Tisch und Klappstühle.

Die vor dem Bett installierte Küche ist im L-Format mit reichlich Arbeitsfläche gestaltet – bei Campingbussen eine absolute Seltenheit. Die daran angrenzende Sitzgruppe mit einem Tisch und den drehbaren Vordersitzen findet sich dagegen so auch in den meisten anderen Campervans. Im Affinity verwandeln sich die vorderen Sitzgelegenheiten bei Bedarf aber auch zum Etagenbett mit bis zu 1,92 Metern Länge und 67 cm Breite. Die beiden Betten mit den insgesamt vier Schlafmöglichkeiten machen den 6,36 Meter langen Campervan also auch für Familien mit größeren Kindern interessant. Und da sich die Bordtechnik (Heizung, Wassertank etc.) kältegeschützt im isolierten Doppelboden befindet, sind sogar längere Einsätze im Winter denkbar.

Verfügbar ist der Affinity auf Basis des Fiat Ducato oder auf dem Schwestermodell Peugeot Boxer. Preise nannte der Anbieter noch nicht.

Flowcamper Max

Flowcamper, Mercedes Sprinter, Campingbus, CMT 2020
Andreas Becker

Die Marke Flowcamper entstammt der Vanufaktur, die sich mit teils Fernreise-tauglichen Campingbussen auf Basis des VW T6 einen Namen machte. Jetzt hat der Hersteller auch ein großes Modell auf dem Merdedes Sprinter im Angebot. Der Ausbau folgt dem gängigen Konzept mit Heckbett, linksseitiger Küchenzeile, gegenüber installierter Nasszelle und vorderer Sitzgruppe inklusive Mitteltisch. Unkonventionell ist hier die Materialauswahl aus naturbelassenem Holz und die Tatsache, dass alle wichtigen Systeme der Bordtechnik doppelt installiert und damit zweimal vorhanden sind. Sollte ein System also mal ausfallen, sind die Reisenden selbst an den entlegendsten Orten nicht aufgeschmissen. Das hat natürlich auch seinen Preis: Die erste von drei Ausbaustufen beginnt bei rund 60.000 Euro, das Allrad-Modell auf dem CMT-Messestand kostet etwa doppelt so viel.

Glavan Free

Glavan Free Classic, Campingbus, CMT 2020
Andreas Becker

In Deutschland noch recht unbekannt, macht die slowenische Marke auf der CMT mit zwei Campingbussen auf VW T6-Basis auf sich aufmerksam. Der Free Classic ähnelt beim Ausbaukonzept mit linksseitiger Möbelzeile und der zum Bett umbaubaren Rückbank (1,98 Meter lang) dem des VW California. Im Glavan Free kommt die Küche im Heck unter und ist dort von außerhalb des Fahrzeugs bequem nutzbar. Das schafft innen Platz für eine Liegefläche über die komplette Fahrzeugbreite. Beide Modelle bieten ein weiteres Bett unter dem hinten angeschlagenen Aufstelldach und sind mit 30 mm starken Dämmmaterialien versehen, womit sie auch für Wintereinsätze gerüstet sind. Die Preise starten bei 49.540 Euro.

La Strada Nova EB

La Strada Nova EB (2020)
La Strada

Die Marke für hochwertig ausgebaute und teils mit Allradantrieb verfügbare Kastenwagen zeigte auf der CMT ein neues Modell auf Basis des Mercedes Sprinter. Der Nova EB sieht zwar aus wie ein Kastenwagen, weil La Strada aber nicht den Sprinter-Kastenwagen, sondern das Fahrgestell als Basis für einen eigenen, aufwendig konstruierten Monocoque-Aufbau nutzt, ist er streng genommen ein Teilintegrierter. Auf insgesamt knapp sieben Metern Länge bietet das Modell innen zwei Längseinzelbetten (1,89 und 2,00 Meter lang) im Heck, ein Bad mit separater Duschkabine, eine Küchenzeile und eine Sitzgruppe. Letztere kann um ein Sideboard mit TV-Fach oder einen zusätzlichen Seitensitz ergänzt werden. Wichtig zu wissen: Der Nova EB ist nur mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 4,1 Tonnen verfügbar und erfordert daher mindestens den C1-Führerschein. Die Preise starten bei knapp über 100.000 Euro. Teuer, ja. Doch der hochpreisige Monocoque-Aufbau ist mehr als nur elegant: Die Technik bringt eine sehr gute Isolierung und langlebige Robustheit.

Rocket Camper One

Rocket Camper, Campingbus, CMT 2020
Andreas Becker

Die neue Marke aus dem Stuttgarter Raum setzt bei ihrem Campingbus auf ein modulares Ausbaukonzept für verschiedene Einsatzzwecke. Zentrales Element ist die quer über die Fahrzeugmitte platzierte Möbelzeile im L-Format. Sie beherbergt neben Kocher, Kühlschrank und Spüle und den Wassertanks auch eine kleine Camping-Toilette. Hinter dem Möbelmodul bietet ein 1,93 x 1,40 Meter großes Bett Platz für zwei Erwachsene, gegen Aufpreis steht ein Aufstelldach mit weiteren Schlafplätzen zur Verfügung. Statt einer Rückbank setzt Rocket Camper auf zwei Einzelsitze mit Isofixfunktion. Das Schienensystem im Boden erlaubt die Installationen eines dritten Sitzes (Option), was die Alltagstauglichkeit steigert. Die spezielle Anordnung der Möbelzeile schafft im Innenraum zwar ein einzigartiges Raumgefühl mit viel Bewegungsfreiheit, bedingt aber auch den Verzicht einer geschlossenen Nasszelle. Die Preise starten bei 57.650 Euro.

Fazit

Weil der Boom nach Campingbussen ungebrochen ist, suchen sich immer mehr Hersteller mit unkonventionellen Ausbauideen eine kleine Nische. Auch auf der CMT wurden wieder einige Modelle mit Konzepten fernab des Mainstreams vorgestellt. Gut für den Käufer: Je mehr Ausbaualternativen, desto größer das Angebot für die eigenen, individuellen Bedürfnisse.

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