Ford Mustang Mach-E Ford
Ford Mustang Mach-E
Ford Mustang Mach-E
Ford Mustang Mach-E
Ford Mustang Mach-E 17 Bilder

Ford Mach-E in den USA preisgesenkt

VW ID.4 zwingt zur Anpassung

Weil der VW ID.4 in den USA günstiger ist als erwartet, senkt Ford jetzt die Preise für den Mach-E – noch vor dem Marktstart.

Ford hat unerwartet noch vor dem US-Marktstart des Elektro-SUV dessen Preise gesenkt. Der Preis der Ausstattung Premium sinkt um 3.000 Dollar (aktuell umgerechnet zirka 2.564 Euro) auf 47.000 Dollar (40.169 Euro). Die Topversion First Edition geht nach einigem Hin und Her letztlich um 1.000 Dollar (855 Euro) runter – erst hatte Ford deren Preis um 2.000 Dollar (1.709 Euro) angehoben, jetzt gibt es auch dort eine Senkung um 3.000 Dollar.

Preiskampf mit Kooperationspartner VW

Der Grund für die Senkungen ist ein Preiskampf mit VW: Die Wolfsburger bieten ihren VW ID.4 für 39.995 Dollar (34.182 Euro) an, die First Edition geht bei 43.995 Dollar (37.601 Euro) los. Ford sieht in dem ID.4 seines Kooperations-Partners VW einen direkten Konkurrenten des Mach-E. Dass die erste Charge des VW ID.4 auf dem US-Markt sofort ausverkauft war, hat anscheinend die Verantwortlichen bei Ford nervös gemacht.

08/2020, 2021 Ford Mustang Mach-E
Ford Motor Company
Ford hat den Preis für seinen Mustang Mach-E schon vor dem Marktstart gesenkt.

Beschleunigungswerte jetzt bekannt

Im Zuge der Preissenkungen hat Ford auch die Sprintwerte des Mach-E für die Disziplin null bis 60 Meilen pro Stunde (97 km/h) veröffentlicht. In der Ausstattung Select braucht der Mach-E 5,2 Sekunden (Allradantrieb/AWD) oder 5,8 Sekunden (Hinterradantrieb/RWD), bei der Ausstattung Route 1 sind es 6,1 Sekunden (RWD), bei Premium 5,8 oder 6,1 Sekunden (Extended Range AWD/RWD) sowie 5,2 und 5,8 Sekunden (Standard Range AWD/RWD). Die First Edition absolviert den Sprint in 4,8 Sekunden – sie hat immer Allradantrieb und eine Extended-Range-Ausstattung.

In Deutschland keine Preissenkung

Ford Deutschland plant keine Preissenkungen beim Mach-E. Auf unsere Nachfrage betonen die Kölner, dass man zwar die bis Ende des Jahres geltende Mehrwertsteuer-Ersparnis in Höhe von drei Prozent komplett an die Kunden weiterreicht, aber ansonsten den Mach-E unter Berücksichtigung von Reichweite und Leistung für attraktiv eingepreist hält und somit keinen Grund für Preissenkungen sieht. Hierzulande geht Fords elektrisches SUV bei 46.900 Euro los, die Allradversion startet bei 54.000 Euro.

VW ID.4 Weltpremiere 2020
VW
Der VW ID.4 spielt als Elektro-SUV mit ähnlicher Reichweite in der gleichen Liga wie der Ford Mach-E - und ist auf dem amerikanischen Markt günstiger als erwartet.

Mustang Mach-E: Fords erstes elektrisches SUV

Ford steigt mit dem Mustang Mach-E in den Markt für rein elektrisch angetriebene SUV ein – und zwar mit einem emotionalen Elektroauto, das ein bisschen an den sportlichen Mustang erinnert. An der Front prangt das Mustang-Logo, darüber beginnt die lange Fronthaube. Unter dieser verbirgt sich ein 100 Liter großer Zusatzkofferraum mit eigenem Abfluss – das Hineinwerfen von nassen Klamotten ist also kein Problem. Unter der Hecklappe stehen zwischen 400 und 1.420 weitere Liter Gepäckvolumen bereit.

Die Seitenlinie des SUV sieht nach Coupé aus – allerdings ist das ein optischer Trick: Das dunkle Dach ist im Heckbereich deutlich höher als die farblich abgesetzte nach hinten abfallende Dachkante. Auffällig sind die Türen: Diese haben keine klassischen Griffe mehr. Der Druck auf einen Knopf öffnet die Türen elektrisch: Die vorderen lassen sich über einen fest stehenden Haken aufziehen, die hinteren Türen haben diesen Haken nicht. Am Heck sieht der Mustang Mach-E dann wegen der sehr ähnlichen Leuchten am meisten nach Mustang aus. Allerdings sind die Lichter beim SUV um horizontale LED-Leisten ergänzt.

Umfrage

23703 Mal abgestimmt
Ist der neue Ford Mustang Mach E gelungen?
Ja, das ist ein richtig schickes Elektro-SUV.
Nein, ich hätte einfach was anderes erwartet.

Großer Touchscreen und riesige Soundbar

Innen gibt es einen zentralen, hochkant stehenden 15,5-Zoll-Monitor. Dieser ist frei schwebend aufgehängt, aber nicht drehbar. Der Touchscreen lässt sich per Druck auf den Bildschirm und über einen in den Bildschirm integrierten Drehring bedienen. Der Fahrer schaut auf ein kleines Display im Breitformat. Die Wahl der Fahrstufen erfolgt über einen Drehknopf in der Mittelkonsole. Vor dem Knopf sitzt ein großes Fach zum induktiven Laden von dafür geeigneten mobilen Endgeräten. Optional gibt es eine sich quer über das komplette Armaturenbrett ziehende Soundbar vom Audio-Spezialisten Bang & Olufsen. Die Kopffreiheit im Fond soll dank des nur angetäuschten Coupédachs auch für Sitzgrößen passen.

Ford Mustang Mach-E
Ford

Der neue Mach-E kommt in mehreren Varianten nach Deutschland. Die Basisversion ist 258 PS und maximal 415 Newtonmeter stark. Hier sitzt der Motor an der Hinterachse und treibt die dortigen Räder an. Die Energie liefert eine 75,7 Kilowattstunden großen Batterie, die den Mach-E zu einer Reichweite von 450 Kilometern befähigt. Als heckgetriebene Alternative steht die Extended-Range-Variante bereit. Hier ist ein Hochvoltspeicher mit einer Kapazität in Höhe von 98,8 Kilowattstunden an Bord, was nach WLTP für eine Reichweite von 600 Kilometern reichen soll. Bei ebenfalls 415 Newtonmeter Drehmoment steigt die Leistung auf 285 PS, allerdings gleichen sich trotz der Zusatz-Power die Fahrleistungen: Von Null auf Hundert geht es in unter acht Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit ist auf 180 km/h limitiert.

Mehr Leistung, geringere Reichweite

Auch mit Allradantrieb gibt es den Mustang Mach-E in verschiedenen Leistungsstufen und mit den benannten unterschiedlichen Batteriegrößen. Als Standard-Range-Modell leistet der Elektro-Ford 258 PS und kommt bis zu 420 Kilometer weit. Mit größerer Reichweite liegen 338 PS an und der Radius wächst auf 540 Kilometer. Das maximale Drehmoment liegt in beiden Fällen bei 581 Newtonmetern. Auch hier ist der Topspeed auf 180 km/h begrenzt, allerdings beschleunigt das Modell eine Sekunde schneller von Null auf Hundert.

Top-Modell wird der Mustang Mach-E GT sein, der es mit zwei Motoren auf 465 PS und 830 Nm Drehmoment bringt. Der GT soll in unter fünf Sekunden von Null auf 100 km/h beschleunigen können, kommt aber erst später auf den Markt. Wie bei allen anderen Versionen auch sollen Schnellladungen mit bis zu 150 Kilowatt möglich ein. So könnte das System innerhalb von zehn Minuten 97 Kilometer Reichweite nachladen. Für die Kühlung der Batterien gibt es Klappen an der Front des Mustang Mach-E, die sich bei Bedarf öffnen.

Das sind die Preise des Mustang Mach-E

Der Ford Mustang Mach-E läuft in Mexiko vom Band und soll in Deutschland ab Jahresbeginn 2021 verfügbar sein. Mit der hinterradgetriebenen 258 PS-Variante für 46.900 Euro geht’s los. Darüber rangieren der Mach-E mit 285 PS und Hinterradantrieb (54.475 Euro, Reichweite 600 km) und die 258 PS-Allrad-Variante für 54.000 Euro. Vorläufiges Topmodell ist die hierzulande 66.800 Euro teure First Edition, die nur mit Allrad, dem 338-PS-Antrieb und der großen Batterie erhältlich ist.

Letztere sollte laut Ford USA auf eine unbekannte Anzahl limitiert und längst ausverkauft sein. Nun tauchen wieder Exemplare auf. Allerdings nicht über offizielle Ford-Verkaufskanäle, sondern auf Webseiten wie Uncrate.com. "Wir haben uns mit Ford zusammengetan, um erneut eine limitierte Anzahl anzubieten", heißt es dort. Es folgt eine detaillierte Beschreibung der Ausstattung (so sind die Autos ausschließlich in der Farbe "Carbonized Gray" erhältlich), der Preis soll 59.900 Dollar (knapp 50.700 Euro) betragen. Wie viele Autos dort angeboten werden und bei welcher Anzahl die First Edition-Limitierung genau liegt, sagt Ford amerikanischen Medienberichten zufolge noch immer nicht. Aber es soll weitere derartige Kooperationen geben, etwa mit dem Musik-Streaming-Dienst Spotify.

Technische Daten Ford Mustang Mach-E

Modell Heckantrieb (RWD) Allrad (AWD) First Edition (AWD) GT (AWD)
Batterie Standard (SR) 75,7 kWh Standard (SR) 75,7 kWh x x
  Extended (ER) 98,8 kWh Extended (ER) 98,8 kWh Extended (ER) 98,8 Extended (ER) 98,8
0-100 km/h unter 8 Sekunden unter 7 Sekunden unter 7 Sekunden unter 5 Sekunden
Leistung (SR) 258 PS / 190 kW (SR) 258 PS / 190 kW x x
  (ER) 285 PS / 210 kW (ER) 337 PS / 248 kW (ER) 337 PS / 248 kW (ER) 465 PS / 342 kW
Reichweite (WLTP) (SR) ca. 450 km (SR) ca. 420 km x x
  (ER) ca. 600 km (ER) ca. 540 km (ER) ca. 540 km (ER) ca. 500 km
Drehmoment max. 415 Nm 565 Nm 565 Nm 830 Nm
Garantie Batterie 8 Jahre oder 160.000 km 8 Jahre oder 160.000 km 8 Jahre oder 160.000 km 8 Jahre oder 160.000 km
Ladegeschw. max. 150 kW (DC) 150 kW (DC) 150 kW (DC) 150 kW (DC)
Länge 4,71 Meter 4,71 Meter 4,71 Meter 4,71 Meter
Breite 1,88 Meter 1,88 Meter 1,88 Meter 1,88 Meter
Höhe 1,60 Meter 1,60 Meter 1,60 Meter 1,60 Meter
Radstand 2,98 Meter 2,98 Meter 2,98 Meter 2,98 Meter
Wendekreis 11,6 Meter 11,6 Meter 11,6 Meter 11,6 Meter
Preis (SR) 46.900 Euro (SR) 54.000 Euro x x
  (ER) 54.475 Euro) (ER) noch nicht bekannt (ER) 68.900 Euro noch nicht bekannt
Modell Heckantrieb (RWD) Allrad (AWD) First Edition (AWD) GT (AWD)
Batterie Standard (SR) 75,7 kWh Standard (SR) 75,7 kWh x x
  Extended (ER) 98,8 kWh Extended (ER) 98,8 kWh Extended (ER) 98,8 Extended (ER) 98,8
0-100 km/h unter 8 Sekunden unter 7 Sekunden unter 7 Sekunden unter 5 Sekunden
Leistung (SR) 258 PS / 190 kW (SR) 258 PS / 190 kW x x
  (ER) 285 PS / 210 kW (ER) 337 PS / 248 kW (ER) 337 PS / 248 kW (ER) 465 PS / 342 kW
Reichweite (WLTP) (SR) ca. 450 km (SR) ca. 420 km x x
  (ER) ca. 600 km (ER) ca. 540 km (ER) ca. 540 km (ER) ca. 500 km
Drehmoment max. 415 Nm 565 Nm 565 Nm 830 Nm
Garantie Batterie 8 Jahre oder 160.000 km 8 Jahre oder 160.000 km 8 Jahre oder 160.000 km 8 Jahre oder 160.000 km
Ladegeschw. max. 150 kW (DC) 150 kW (DC) 150 kW (DC) 150 kW (DC)
Länge 4,71 Meter 4,71 Meter 4,71 Meter 4,71 Meter
Breite 1,88 Meter 1,88 Meter 1,88 Meter 1,88 Meter
Höhe 1,60 Meter 1,60 Meter 1,60 Meter 1,60 Meter
Radstand 2,98 Meter 2,98 Meter 2,98 Meter 2,98 Meter
Wendekreis 11,6 Meter 11,6 Meter 11,6 Meter 11,6 Meter
Preis (SR) 46.900 Euro (SR) 54.000 Euro x x
  (ER) 54.475 Euro) (ER) noch nicht bekannt (ER) 68.900 Euro noch nicht bekannt

Fazit

Es geht los: Erste Elektroauto-Preise sinken, wegen des Konkurrenzkampfes großer Autohersteller. Davon können die Kunden nur profitieren – und am Ende wird es den Übergang zur E-Mobilität erleichtern und somit beschleunigen. Auch wenn aktuell nur US-Kunden vom Preiskampf profitieren – je mehr Elektroautos auf dem Markt sind, umso härter fechten die Hersteller um Marktanteile.

Ford Mustang Mach E
Artikel 0 Generationen 0 Videos 0
Alles über Ford Mustang Mach E
Mehr zum Thema Elektroauto
10/2020, Traton Hino JV
Nutzfahrzeuge
Mercedes S-Klasse
Politik & Wirtschaft
Hyundai Submarke Ioniq 5,6 ,7
Alternative Antriebe