Jeep Renegade Facelift 2026: Großes Update für den kleinen Jeep

Jeep Renegade Facelift 2026
Großes Update für den kleinen Jeep

ArtikeldatumVeröffentlicht am 30.03.2026
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Der Jeep Renegade geht in eine überarbeitete Modellgeneration und erhält dabei ein umfassendes Technik- und Designupdate. Allerdings nicht bei uns, denn für Europa hatte Jeep bereits 2025 das Produktionsende des erfolgreichen Kompakt-SUV angekündigt. Doch in Südamerika darf der Renegade weiterleben und bekommt jetzt ein Facelift, das sicher auch der hiesigen Fangemeinde gefallen hätte.

Das Update fällt sehr umfangreich aus. Im Mittelpunkt stehen ein neu gestalteter Innenraum, ein erstmals eingesetzter 48-Volt-Mildhybridantrieb sowie Anpassungen an Karosserie und Ausstattung.

Vorne fast alles neu

Äußerlich bleibt die Linienführung weitgehend erhalten. Charakteristische Elemente wie die runden Scheinwerfer, der Kühlergrill mit sieben Schlitzen sowie die trapezförmigen Radhäuser werden grundsätzlich beibehalten, allerdings in modernisierter Form. Modifiziert wurden unter anderem die Frontpartie mit neu gestalteter Grillstruktur sowie die Stoßfänger. Hinzu kommt eine überarbeitete Tagfahrlicht-Signatur und neue Leichtmetallräder in den Formaten 17 und 18 Zoll.

Ebenso umfangreich fällt die Überarbeitung im Innenraum aus. Der Renegade erhält ein komplett neues Cockpit mit digitalisiertem Anzeige- und Bedienkonzept. Zentral positioniert ist ein 10,1 Zoll großer Touchscreen, der eine höhere Auflösung bietet und erweiterte Konnektivitätsfunktionen integriert. Ergänzt wird dies durch ein volldigitales 7-Zoll-Kombiinstrument. Der neu gestaltete Mitteltunnel bietet zusätzliche Ablagen und integriert erstmals Luftausströmer für den Fond. Ebenfalls neu sind eine induktive Ladeschale mit Kühlfunktion sowie ein überarbeiteter Schalthebel. Je nach Ausstattung kommen unterschiedliche Materialien und Farbkombinationen zum Einsatz. Die Varianten Sahara und Willys verfügen zusätzlich über einen elektrisch verstellbaren Fahrersitz.

176 PS mit Alkohol

Als Antrieb führt Jeep ein 48-Volt-Mildhybridsystem ein, das mit dem bekannten 1,3-Liter-Turbobenziner kombiniert wird. Die Systemleistung beträgt 176 PS, das maximale Drehmoment liegt bei 270 Nm und steht bereits ab 2.000/min zur Verfügung. Das elektrische System unterstützt den Verbrennungsmotor insbesondere beim Anfahren und in unteren Drehzahlbereichen. Typisch Brasilien: Der Turbomotor lässt sich auch mit Ethanol betreiben. Im Stadtverkehr gibt der Hersteller eine Reduktion des Kraftstoffverbrauchs um rund sieben Prozent an, die CO₂-Emissionen sollen um etwa acht Prozent sinken.

Die Kraftübertragung erfolgt je nach Version über ein Sechsgang-Automatikgetriebe oder, in der Allradvariante Willys, über eine Neunstufenautomatik. Diese Version bleibt im Segment eine Besonderheit, da sie weiterhin über ein vollwertiges Allradsystem verfügt. Neben einer automatischen Zuschaltung der Hinterachse bietet das System mehrere Gelände-Fahrprogramme sowie eine Differenzialsperre und eine Bergabfahrhilfe.

Mehr Assistenz

Auch die Assistenzsysteme wurden ausgebaut. Bereits die Basisausstattung umfasst sechs Airbags sowie Systeme wie eine autonome Notbremsfunktion, Spurhalteassistent und Müdigkeitserkennung. In höheren Ausstattungslinien kommen weitere Funktionen wie Totwinkelüberwachung hinzu. Ergänzt wird das Angebot durch vernetzte Dienste, die unter anderem Fernzugriff auf Fahrzeugfunktionen, Navigationsdienste mit Echtzeitdaten sowie Notruf- und Diebstahlwarnfunktionen ermöglichen. In den gehobenen Varianten ist zudem eine Sprachsteuerung mit Integration von Amazon Alexa vorgesehen.

Parallel zur technischen Überarbeitung wurde auch die Preisstruktur angepasst. In einzelnen Versionen sinken die Einstiegspreise, gleichzeitig wird die Serienausstattung erweitert. Für den brasilianischen Markt nennt der Hersteller unter anderem einen Einstiegspreis von 129.990 Real für die Version Altitude, das entspricht umgerechnet rund 21.500 Euro. Die Topversion Willys kostet umgerechnet rund 31.300 Euro.

Fazit