Erst kürzlich deutete CEO Stephan Winkelmann in einem Interview an, dass Offroad-Konzepte wie der Huracán Sterrato grundsätzlich denkbar wären. Nun wird klarer, wohin die Reise wirklich hingehen könnte. Beim 12-Stunden-Rennen von Sebring erklärte er, dass der italienische Sportwagenhersteller zu seinen Ursprüngen zurückkehren will, und zwar mit einem klassischen, zweitürigen GT.
Aktuell arbeitet der Hersteller an einer vierten Modellreihe, die noch vor Ende dieses Jahrzehnts erscheinen soll. Bevor die Entscheidung für den GT fiel, hat Lamborghini das eigene Portfolio genau analysiert. "Als wir uns mit der Idee eines vierten Modells befassten, haben wir alle Segmente geprüft, in denen wir noch nicht vertreten sind, sowie die jeweiligen Untersegmente", sagte Winkelmann.
Ein weiterer SUV? Kein Thema. Eine viertürige Limousine? Ebenfalls ausgeschlossen. "Wenn man eine Limousine verkauft, verkauft man fast ausschließlich Fahrzeuge mit langem Radstand, was bei unseren Modellen nicht besonders gut aussieht", so Winkelmann. Der Estoque von 2008 zeigte zwar, dass Lamborghini mit dem Gedanken gespielt hat, doch die Idee wanderte in das Archiv.
Rückkehr zum klassischen Gran Tourer
Stattdessen rückt jetzt der GT in den Fokus, und das ist alles andere als Zufall, denn genau hier liegen die Wurzeln der Marke. Der 350 GT von 1964 legte mit langer Front, großem V12 und einer weit nach hinten gerückten Kabine den Grundstein. Zwei Jahre später folgte der 400 GT, technisch weiterentwickelt und mit mehr Leistung.
Dass Lamborghini an einer vierten Baureihe arbeitet, ist bereits seit Längerem bekannt. Mit dem Lanzador zeigte die Marke 2023 erstmals, in welche Richtung es gehen könnte. Ursprünglich war das Konzept als reines Elektroauto gedacht. Inzwischen hat Lamborghini seine Pläne angepasst und den Elektro-Einstieg nach hinten verschoben. Stattdessen spricht vieles dafür, dass der Lanzador als Plug-in-Hybrid kommt.
Optisch präsentierte sich die Studie als Mischung aus Crossover und Coupé. Die Karosserie ist erhöht, die Radhausverkleidungen sind markant und die Dachlinie fällt nach hinten flach ab. Nach den jüngsten Aussagen von Winkelmann könnte sich das noch verändern. Die Serienversion könnte flacher werden und sich mehr an den typischen GT-Proportionen orientieren. Bis zur Serienpremiere wird es allerdings noch dauern. Aktuell gilt ein Marktstart um das Jahr 2029 als wahrscheinlich.












