Opel Insignia GSi Facelift Opel Automobile GmbH
Opel Insignia GSi Facelift
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Opel Insignia GSi (2020)

Top-Modell büßt an Leistung ein

Die sportliche Insignia-Variante mit dem Kürzel GSi muss künftig mit 230 statt 260 PS auskommen. Mit allerlei Hightech versucht Opel, das Leistungsmanko auszugleichen.

Immer größer, immer schneller und immer stärker: Im modernen Automobilbau ist das der Dreiklang, nach dem die Ingenieure bei Modellwechsel oder -pflege streben. Doch inzwischen ist die Gemengelage eine andere. Es kommt nicht mehr nur darauf an, Dimensionen und Leistungswerte zu maximieren. Wichtiger sind Verbesserungen bei Verbrauch und CO2-Ausstoß. Und da macht der Opel Insignia GSi nach seinem Facelift, das kürzlich schon für die 0815-Varianten vorgestellt wurde, einen großen Schritt nach vorne: 6,9 Liter und 161 g/km lauten die neuen Normwerte nach NEFZ. 8,3 bis 8,5 und 193 bis 198 g/km sind es nach WLTP. Zum Vergleich: Die NEFZ-Werte des Auslaufmodells mit Benzinmotor lagen bei 8,6 bis 8,7 Liter und 197 bis 199 g/km.

230 statt 260 PS, 350 statt 400 Nm

Die des bis zuletzt angebotenen Diesels siedelten sich deutlich niedriger an. Diesen gibt es fortan allerdings nicht mehr. Dafür kehrt der Benziner zurück, allerdings mit geringerer Leistung als bisher. Statt auf 260 PS und maximal 400 Newtonmeter bringt es der Zweiliter-Vierzylinder-Turbobenziner künftig auf 230 PS und höchstens 350 Newtonmeter. Fahrleistungen nennt Opel für den modellgepflegten Insignia bislang nicht, aber die Werte des Vorgängers (7,3 Sekunden von Null auf Hundert, 250 km/h Topspeed beim Grand Sport) wird der Neuling wohl nicht ganz halten können.

Opel Insignia GSi Facelift
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Der neue Opel Insignia GSi tritt mit 230 PS starkem Zweiliter-Turbobenziner an.

Um das Leistungsmanko auszugleichen, haben die Opel-Ingenieure allerlei Hightech in den neuen Insignia GSi gepackt. Zentrales Fahrdynamik-Element ist der Allradantrieb mit dem Beinamen „Twinster“, der so heißt, weil an der Hinterachse zwei Kupplungen statt eines konventionellen Differenzials zum Einsatz kommen. Dadurch erhält der sportliche Mittelklässler ein Torque Vectoring, das ihn agiler einlenken, stabiler durch Kurven fahren und mit besserer Traktion beschleunigen lassen soll. Bei gleichmäßigem Streckenverlauf lässt sich der Allradantrieb aber auch deaktivieren; als Fronttriebler rollt der Insignia GSi dann sparsamer durch die Lande.

Neues Getriebe, vier Fahrmodi

Das neue Neunstufen-Automatikgetriebe erlaubt manuelle Gangwechsel per Lenkradwippen. Das mechatronische Flex-Ride-Fahrwerk wurde wie üblich auf der Nürburgring-Nordschleife abgestimmt und ist serienmäßig an Bord. Es passt in Sekundenbruchteilen Stoßdämpfer und Lenkung an den jeweiligen Fahrzustand an. Außerdem erlaubt es vier verschiedene Fahrmodi (Standard, Tour, Sport und Competition), die sich neben dem Fahrwerk aber auch auf die Gaspedalkennlinie und die Schaltpunkte des Getriebes auswirken. Ebenfalls aufpreisfrei an Bord sind die rot lackierten Brembo-Vierkolbenbremsen mit dem neuen elektrohydraulischen Bremskraftverstärker, der die Bremswirkung erhöhen und für ein besseres Pedalgefühl sorgen soll.

Die gestalterischen Änderungen im Vergleich zum Standard-Insignia halten sich in Grenzen. Mit dem neuen Wabengitter im Kühlergrill und der neu gestalteten Frontstoßstange, die schärfere Kanten und optisch präsentere Lufteinlass-Blenden zur Schau stellt, dynamisieren die Opel-Designer die Frontansicht ihres Mittelklässlers. Hinten stechen die größeren Auspuffblenden und die vertikal angeordneten Reflektoren in der Heckschürze ins Auge. Die zackig gestylten 20-Zoll-Felgen tragen Michelin-Sportreifen im Format 245/35 ZR20.

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Die optischen Änderungen gegenüber dem Standard-Insignia sind überschaubar.

Sportsitze mit integrierten Kopfstützen

Hinzu kommen GSi-Embleme, die nicht nur auf der Heckklappe, sondern auch auf den viel Seitenhalt versprechenden Leder-Sportsitzen mit integrierten Kopfstützen zu finden sind. Das Lenkrad ist größtenteils mit perforiertem Leder ummantelt, die Schaltpaddel drehen sich mit. Die analogen Instrumente werden von Chromrändern begrenzt, während die Pedale Metallauflagen tragen.

Zu den Preisen des neuen Insignia GSi äußert sich Opel bislang nicht. Wer weiß, vielleicht schrumpfen diese im Vergleich zum Vorgänger ja auch. Sie lagen in der kurzen Zeit, in der die Modellvariante mit Benziner in Deutschland verkauft wurde, bei bei 47.800 Euro für die Limousine (Grand Sport) und 48.800 Euro für den Kombi (Sports Tourer).

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Fazit

Es ist an der Zeit, neue Prioritäten zu setzen, sagt Opel und nimmt beim neuen Insignia GSi zugunsten eines geringeren Verbrauchs samt CO2-Ausstoß einen Rückschritt beim Leistungs- und Drehmomentwert in Kauf. Das kann man gut finden oder auch nicht. Was die eigene Kundschaft davon hält, werden zwangsläufig die Absatzzahlen zeigen.

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