Zwölf Jahre lang war es still um offene Shelby-Mustangs. Seit dem Ende des Shelby GT500 Cabriolets im Jahr 2014 gab es kein neues Shelby-Modell mit Stoffverdeck. Jetzt ist die Pause vorbei. Zum Modelljahr 2026 bringt Shelby American den GT350 zurück und erstmals wieder als Cabrio. Der Zeitpunkt ist kein Zufall. Genau 60 Jahre nach dem ersten GT350 greift Shelby tief in die eigene Geschichte.
Das Modell wird bei der Barrett-Jackson Scottsdale Auktion 2026 erstmals gezeigt. Dort stand bereits 2025 die Neuauflage des GT350 Fastback im Rampenlicht. Die Resonanz war enorm. Für Shelby American Grund genug, das Modell ein zweites Jahr aufzulegen und das Angebot zu erweitern. Als ob das nicht schon genug gute Nachrichten wären, setzt Shelby American noch eins drauf und setzt wieder auf einen Kompressor. Damit folgt Shelby bewusst dem historischen Vorbild von 1966, überträgt es aber in die Gegenwart.
Bis zu 810 PS aus dem 5,0-Liter-V8
Technische Basis ist der bekannte 5,0-Liter-V8 aus dem Ford Mustang GT. Shelby bietet den Motor in zwei Leistungsstufen an. Die Saugversion leistet 480 PS. Wer mehr will, greift zum Kompressor mit 810 PS.
Der Lader stammt von Whipple. Die Leistungsangabe gilt mit 93 Oktan in den USA. In Europa und einigen anderen Märkten werden 98 Oktan vorausgesetzt. Wichtig für internationale Kunden: Der Kompressor ist nur als Post-Title-Umbau (nach erfolgter Straßenzulassung) erhältlich. Beim Getriebe haben Käufer die Wahl zwischen manueller oder automatischer Schaltung.
Fahrwerk, Sound und Technik von bekannten Partnern
Shelby arbeitet bei der Technik mit bekannten Partnern wie Whipple, Borla und Michelin zusammen. Das Fahrwerk wird umfassend überarbeitet. Tieferlegungsfedern an Vorder- und Hinterachse senken den Schwerpunkt. Neue Stabilisatoren sollen die Querdynamik verbessern. Für den passenden Klang sorgt eine Shelby-by-Borla-Abgasanlage. Bei handgeschalteten Modellen gehört ein Short-Throw-Shifter zur Serie.
Deutlich schärfer als ein Serien-Mustang
Optisch grenzt sich der Shelby GT350 klar vom Ford Mustang ab. Eine Aluminium-Motorhaube mit zentraler Entlüftung gehört ebenso dazu wie eine neu gestaltete Front mit einem dreiteiligen Frontsplitter. Obere und untere Kühlergrills, zusätzliche Außengitter und integrierte Bremsluftkanäle prägen das Gesicht. Am Heck kommt ein Ducktail-Spoiler zum Einsatz. Für das Fastback ist optional ein großer Heckflügel erhältlich. Beim Cabrio gibt es stattdessen eine spezielle Überroll- beziehungsweise Light-Bar.
Typisch Shelby sind die Le-Mans-Streifen, das spezielle Badging und die 20-Zoll-Flow-Forged-Felgen. Aufgezogen werden spezielle Shelby-Performance-Reifen. Neu im Farbprogramm ist "Orange Fury".
Sportlicher Innenraum
Im Innenraum bleibt Shelby klassisch. Die Sitze sind komplett mit Leder bezogen. Bestickte Fußmatten und spezielle Türschweller gehören zur Serie. Bei manuellen Modellen sitzt ein Shelby-Schaltknauf auf dem Getriebe.
Besonderen Wert legt Shelby auf die Dokumentation. Jedes Fahrzeug trägt eine seriennummerierte Plakette im Cockpit und eine weitere am Motor. Zusätzlich wird jedes Auto im offiziellen Shelby Registry erfasst.
Streng limitiert und international erhältlich
Für das Modelljahr 2026 entstehen weniger als 1.000 Shelby GT350. Der Großteil wird in den USA über ausgewählte Ford-Händler verkauft. Die Produktion soll im zweiten Quartal 2026 beginnen. Ein Teil der Fahrzeuge wird außerhalb der USA aufgebaut. Shelby nutzt dafür eigene Mod-Shops und internationale Vertriebspartner. Auch Europa und der asiatisch-pazifische Raum werden beliefert. Die Cabrio-Version bleibt dabei besonders selten.
Ein gut ausgestatteter, kompressoraufgeladener Shelby GT350 Fastback kostet in den USA 121.385 Dollar (103.830 Euro) inklusive Basisfahrzeug. Das Cabrio liegt bei 127.884 Dollar (109.380 Euro).












