07/2020, Skoda Octavia 2020 Skoda
07/2020, Skoda Octavia 2020
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Skoda Octavia Sperrfrist 11.11.2019 , 19 Uhr
Skoda Octavia Sperrfrist 11.11.2019 , 19 Uhr 17 Bilder

Skoda Octavia (2020)

Neues Basismodell kostet 20.990 Euro

Generation 4 des Bestsellers steht inzwischen bei den Händlern: Als Stufenheck-Limousine mit großer Klappe und als Kombi, auf Wunsch in beiden Karosserieversionen als Plugin-Hybrid. Jetzt gibt es die Preise.

Seit seinem Marktstart im Jahr 1996 verkauft sich der Skoda Octavia fast wie von selbst. Die vierte Generation macht sowohl optisch als auch technisch einen großen Schritt. Vor allem das signifikant neue Design macht den Generationswechsel sichtbar: Optisch modifiziert Skoda das Vieraugen-Gesicht. Auf Wunsch sorgen Voll-LED-Matrix-Scheinwerfer für eine stete Fernlichtfahrt, ohne dabei den Gegenverkehr oder weitere Verkehrsteilnehmer zu blenden. Der breit verchromte Grill rückt etwas weiter nach unten, die Scheinwerfer erhalten eine eckig zugepfeilte Form mit unten liegenden LED-Tagfahrlichtern, die Stege zwischen den einzelnen Leuchtenelementen fällt schmaler aus.

Die reinen Abmessungen sind hingegen fast die alten. Der neue Skoda Octavia ist 4.689 Millimetern lang (+22 Millimeter), 1.829 Millimeter breit (+15 Millimeter) und 1.468 Millimeter hoch (-27 Millimeter). Die Limousine verfügt über dieselben äußeren Abmessungen. Der Radstand ist mit 2.686 Millimetern bei beiden exakt gleichgeblieben. Die Kniefreiheit für die Fondpassagiere wuchs dennoch um weitere fünf Millimeter auf 78 Millimeter.

Praktische Helferlein überall im Auto

Die von insgesamt sechs Sicken dynamischer designte Motorhaube wirkt, wie schon beim Golf, ein wenig stupsnasiger. Der große Unterschied an dieser Stelle: Beim Golf sorgt bei Generation 8 ein Stab für das Offenhalten der Haube – beim Octavia zwei Dämpfer. Und wenn die Haube offen ist, zeigt sich gleich eine der Simply-Clever-Lösungen: Der Deckel des Wischwaschwassers lässt sich mit einem Griff zum komfortablen Einfülltrichter verwandeln. Aus anderen Baureihen bekannte Simply Clever-Lösungen finden sich auch weiterhin in den beiden Fronttüren in Form von Regenschirmen und optional auch Handbürste, der Tankklappe (Eiskratzer) und im Kofferraum (vier Taschenhalter-Haken). Neu sind ein AdBlue-Komforteinfüllstutzen und (wie beim Golf) Ablagetaschen an den Rückenlehnen der Vordersitze.

Der 640 Liter Gepäck fassende Kofferraum der neuen Generation ist im Vergleich mit dem Vorgänger 30 Liter größer (Die Limousine fasst mit 600 Litern zehn Liter mehr als zuvor). Ist die im Verhältnis 60:40 geteilte Rückbanklehne komplett umgeklappt, stehen allerdings nur noch 1.700 anstatt 1.740 Liter zum Beladen bereit. Der Grund ist der etwas coupéhaftere Dachverlauf der dank der neuen LED-Heckleuchten deutlich dynamischer wirkenden Heckpartie. Die Klappe öffnet und schließt elektrisch – zumindest beim Combi.

Assistenten der neuesten Generation

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So sieht der Skoda Octavia als Combi aus.

Erstmals bei Skoda kommen die neuen Sicherheitssystem Ausweichassistent, Abbiegeassistent, Ausstiegswarner und eine lokale Gefahrenwarnung zum Einsatz. Ebenfalls neu ist das Area-View-System, der Side Assist und der vorausschauende adaptive Abstandsassistent. Zusammen mit der Verkehrszeichenerkennung, dem Spurhalteassistenten, dem Stauassistenten und dem Emergency Assist bildet das System den Travel Assist.

Im Innenraum geht es ebenso modern zur Sache. Die neu gestaltete Instrumententafel ist anders als beim VW Golf nicht nur in einer reinen digitalen, sondern auch noch in einer analogen Version verfügbar. Der große, freistehende zentrale Infotainmentdisplay ist auf Wunsch 8,25 oder 10 Zoll groß. Unterhalb des Bildschirms befindet sich eine berührungsempfindliche Leiste, über die sowohl die Temperatur als auch die Lautstärke des Infotainmentsystems eingestellt wird.

Schickes Lenkrad mit nur zwei Speichen

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Den DSG-Wählhebel ersetzt in der Mittelkonsole ein neues Bedienmodul mit einer kleinen Wippe für die Auswahl der Fahrstufen sowie einer Taste für den Parkmodus.

Im unteren Bereich schließt sich die neue Mittelkonsole an, die sich durch ein klares Design auszeichnet. Die Direktwahltasten für wichtige Fahrzeugfunktionen wie die Fahrprofilauswahl Driving Mode Select oder den Parkassistenten sind nach oben unter das zentrale Display gerückt. Die Mittelkonsole und die Türverkleidungen mit Türgriffen in neuem Design zieren Chrom-Elemente. An den vorderen Türen sind die Verkleidungen jetzt zum Teil perforiert, der Bedienknopf der elektrisch einstellbaren Außenspiegel ist auf der Armlehne direkt neben die Tasten für die elektrisch bedienbaren Fenster gerückt.

Das neue per Hebel manuell in Höhe und Tiefe verstellbare Lenkrad kommt mit zwei Speichen aus und ist optional beheizbar. In der Variante mit Multifunktion sind die Bedientasten komplett neu angeordnet. Insgesamt lassen sich über die Tasten und Rädchen 14 verschiedene Funktionen ausführen, darunter erstmals auch die Aktivierung der optionalen Lenkradheizung und die Bedienung des Travel Assist. Auf Wunsch ist auch ein Dreispeichen-Multifunktionslederlenkrad erhältlich. Neben zwei USB-C-Buchsen in der Mittelkonsole steht noch eine weitere vorn oben am Dachhimmel zur Nutzung parat (zum Beispiel für Dashcams). Zwei weitere USB-C-Buchsen und zwei beheizte Sitze (äußere) befinden sich im Fond.

Breite Motorenpalette

Dass er sich den Modularen-Quer-Baukasten (MQB) mit seinem berühmten Konzernbruder VW Golf teilt, beschert den Octavia-Kunden die Qual der Wahl zwischen vielen Antriebsvarianten. Als Benziner stehen ein 1,0 Liter-TSI mit 110 PS und ein 1,5-TSI mit 150 PS – jeweils mit manuellem Sechsganggetriebe – sowie ein 2,0 Liter großes und 190 PS starkes TSI-Aggregat mit Siebengang-DSG und Allrad zur Wahl.

Der neue Octavia nutzt als erster Skoda überhaupt die Shift-by-Wire-Technologie für die Bedienung des DSG. Diese überträgt die Fahrstufenauswahl des Fahrers elektronisch an das Getriebe. Den DSG-Wählhebel in der Mittelkonsole ersetzt ein neues Bedienmodul mit einer kleinen Wippe für die Auswahl der Fahrstufen sowie einer Taste für den Parkmodus.

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Erdgas-Antrieb und Plug-in-Hybride am Start

Das Dieselangebot zeigt sich nur auf den ersten Blick übersichtlicher, da hier nur eine Hubraumversion mit 2,0 Litern erhältlich ist. Allerdings gliedert sie sich in drei Leistungsstufen mit 115, 150 und 200 PS auf. Die 115 PS-Version ist mit Handschalter oder DSG, die 150 PS-Version mit Handschalter, DSG und DSG-Allrad, die 200 PS-Version ist ausschließlich mit DSG-Allrad erhältlich. Ein 1,5 Liter großer und 130 PS starker TSI G-TEC, sprich Erdgasantrieb, mit Handschalter oder DSG rundet das reine Verbrenner-Angebot ab.

Daneben stehen auch zwei eTEC-Varianten mit Mild-Hybrid-Technologie parat. Sie haben ein Siebengang-DSG sowie einen 1,0 Liter großen und 110 PS starken Dreizylinder, oder einen 1,5 Liter großen und 150 PS starken Vierzylinder. Bei beiden Modellen kommt ein 48-V-Riemen-Startergenerator sowie eine 48-V-Lithium-Ionen-Batterie zum Einsatz.

Erstmals kommt der Octavia als iV mit Plug-in-Hybridantrieb. Hier sorgen ein 1,4 Liter großer TSI-Benzinmotor mit 156 PS und ein 75 kW starker Elektromotor für eine Systemleistung von 204 PS. Ein Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe reicht die Kraft der zwei Herzen an die Vorderräder. Die rein elektrische Reichweite soll bei bis zu 55 Kilometern liegen.

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Erstmals kommt der Octavia als iV mit Plugin-Hybridantrieb.

Basispreis 20.990 Euro, Kombiaufpreis: gut 700 Euro

Die Preise für den neuen Skoda Octavia starten ab 20.990 Euro für die Limousine mit 110-PS-Benziner und in der Grundausstattung Active; der Basismotor ist nun jedoch mit allen Ausstattungs-Niveaus kombinierbar. Der 150-PS-Benziner kostet ab 26.670 Euro. Bei den Dieseln startet die Preisliste mit dem 115 PS starken Zweiliter mit 24.710 Euro. Der 150-PS-Top-Diesel ist ab 30.881 Euro im Angebot. Wer mit dem Octavia als Kombi liebäugelt, muss jeweils etwa 700 Euro Aufpreis draufschlagen. Alle Preise enthalten 16 Prozent Mehrwertsteuer.

Fazit

Neben dem gefälligen Design und den kleinen praktischen Lösungen dürfte vor allem die große Motorenpalette für gute Laune bei Kunden des neuen Octavia sorgen. Dass der Innenraum nicht ganz so clean geworden ist wie beim Golf, könnte dem einen oder anderen vielleicht sogar besser gefallen.

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