Toyota Land Cruiser FJ Premiere: Neuer Baby-Land Cruiser startet durch, das sind die Preise

Toyota Land Cruiser FJ Premiere
Der neue Baby-Land Cruiser startet durch

ArtikeldatumVeröffentlicht am 25.03.2026
Als Favorit speichern

Mit der Ankündigung eines neuen, kompakten Land Cruiser hatte Toyota bereits im Herbst 2025 für großes Aufsehen in der Szene gesorgt, in diesem Beitrag haben wir das neue Modell ausführlich vorgestellt. Exakt fünf Monate später hat Toyota den Land Cruiser FJ jetzt in Thailand live präsentiert, wo er auch gebaut wird. Zur Premiere gab es gleich vier Sondermodelle zu bestaunen, offiziell als Konzepte bezeichnet, aber letztlich nur eine Vorschau auf künftige Umbaumöglichkeiten. Sogar einen Basispreis hatten die Japaner zur Premiere im Gepäck.

Echter Offroader

Toyota positioniert das Modell als kompakten Geländewagen unterhalb der bestehenden Land-Cruiser-Familie. Mit einer Länge von rund 4,6 Metern bleibt er deutlich unterhalb des Land Cruiser 250 und bewegt sich größenmäßig im Bereich gängiger Mittelklasse-SUV, kombiniert dies jedoch mit einer im Segment ungewöhnlichen Höhe von knapp zwei Metern. Vor allem aber ist er keinesfalls ein SUV, sondern tatsächlich ein robuster Offroader mit hoher Geländekompetenz, das ist er seinem legendären Namen schuldig.

Formal orientiert sich das Serienmodell eng an der Studie Compact Cruiser EV, die Toyota 2021 gezeigt hatte. Die Gestaltung wirkt eigenständig, mit klaren Flächen und bewusst reduzierten Details. Auffällig ist die massive Front mit Bezug zu größeren Land-Cruiser-Modellen sowie die nahezu geschlossene C-Säule, die das Dach optisch nach hinten abfallen lässt. Am Heck greift eine großflächige schwarze Blende die Fensterform auf und lässt die Hecktür schmal erscheinen. Insgesamt entsteht ein funktionaler, kantiger Eindruck, der stärker auf Robustheit als auf aerodynamische Effizienz ausgelegt ist.

Mit Hilux-Genen

Technisch setzt Toyota auf klassische Geländewagen-Architektur. Der FJ Cruiser basiert auf der IMV-Plattform, die auch beim Hilux verwendet wird. Entsprechend kommt ein Leiterrahmen zum Einsatz, kombiniert mit einem robusten Fahrwerk und hinterer Starrachse. Den Antrieb übernimmt der 2TR-FE 2,7-Liter-Vierzylinder-Benziner mit 163 PS Leistung und einem maximalen Drehmoment von 246 Newtonmetern. Gekoppelt ist das Aggregat an eine Sechsstufen-Automatik. Der Allradantrieb ist zuschaltbar und verfügt über eine Geländeuntersetzung. Die Bodenfreiheit liegt bei 245 Millimetern, die Wattiefe bei 700 Millimetern.

Im Innenraum bleibt Toyota beim pragmatisch-nüchternen Stil der Baureihe. Die Gestaltung ist zweckmäßig mit klar gegliederten Bedienelementen. Ein digitales Kombiinstrument wird durch ein zentrales Infotainment-Display ergänzt. Die Bedienlogik verzichtet weitgehend auf rein touchbasierte Lösungen. Die Ausstattung umfasst unter anderem ein Assistenzpaket mit Kollisionswarnung, Notbremsfunktion und Spurüberwachung.

Sonderversionen zum Start

Seinen ersten Marktauftritt absolviert der Land Cruiser FJ in Thailand, wo das Modell auch produziert wird. Neben der Serienversion zeigte Toyota vier für verschiedene Einsatzzwecke umgerüstete Varianten des Offroaders: Meridian, Nature Explorer, Legendary und Street Cruiser.

Der Meridian fokussiert sich auf den klassischen Offroad-Einsatz. Er verfügt über einen robusten Unterfahrschutz, einen Luftansaugschnorchel, Trittbretter und einen multifunktionalen Dachträger. Ergänzt wird das Setup durch ein Höherlegungsfahrwerk mit 20 Millimetern mehr Bodenfreiheit und Geländereifen auf 17-Zoll-Felgen.

Der Nature Explorer versteht sich als mobile Basis für längere Outdoor-Aufenthalte. Ein Dachzelt, seitliche Markisen und zusätzliche Lichtsysteme für den nächtlichen Einsatz sind hier die Highlights. Die technische Basis bleibt unverändert, wird jedoch durch entsprechende Ausrüstung für autarke Nutzung ergänzt.

Mit dem Legendary greift Toyota gestalterisch die Historie der Baureihe auf. Farbgebung, Designelemente und Details orientieren sich am klassischen Land Cruiser. Runde LED-Elemente um die Scheinwerfer, betonte Karosseriekanten, Felgen im Classic-Look und nicht zuletzt die sandgelbe Lackierung nehmen Bezug auf die Historie. Bei den runden Scheinwerfern darf man davon ausgehen, dass diese ähnlich wie beim größeren Land Cruiser 250 als optionale Ausstattung angeboten werden.

Beim Street Cruiser schließlich ist der Name Programm, das soll eine für den Straßeneinsatz optimierte Variante sein. Tiefergelegtes Fahrwerk, größere 20-Zoll-Räder mit Sport-Bereifung sowie eine modifizierte Bremsanlage mit vergrößerten Scheiben kennzeichnen diese Variante. Optisch kommt eine mattschwarze Lackierung und ein etwas übertrieben wirkender Heckspoiler hinzu. An der Motorleistung ändert sich nichts.

Marktstart und Preis

Passend zu den Konzeptfahrzeugen bietet Toyota in Thailand zum Marktstart ein umfangreiches Zubehörprogramm an. Einzelne Komponenten lassen sich frei kombinieren, zusätzlich werden Paketlösungen angeboten, welche die Themen der Konzeptfahrzeuge aufnehmen.

Der Einstiegspreis für den Land Cruiser FJ in Thailand beträgt 1.269.000 Baht, das sind umgerechnet rund 33.500 Euro. Damit bewegt er sich umgerechnet rund 10.000 Euro überhalb des thailändischen Hilux-Preises, eine "Billig-Variante" ist er damit zweifellos nicht. Auf Anfrage von auto-motor-und-sport.de erklärte ein Toyota-Sprecher bereits im Oktober 2025, dass es aktuell nicht geplant ist, den Land Cruiser FJ in Deutschland anzubieten.

Fazit