VW Atlas: US-Siebensitzer wird größer und stärker

VW Atlas
US-Siebensitzer wird größer und stärker

ArtikeldatumVeröffentlicht am 01.04.2026
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Die erste Generation des VW Atlas wurde 2028 auf dem US-Markt eingeführt. Der als Siebensitzer ausgelegte SUV kam quasi als Ablösung für den aussortierten Touareg. Mittlerweile hat sich der Atlas auf Basis des MQB-evo-Baukastens als Erfolgsmodell von VW auf dem US-Markt etabliert. Im April 2026 wurde in New York die zweite Generation des XXL-VW vorgestellt. Die soll als Modelljahr 2027 im Herbst in Nordamerika an den Start gehen.

Optik nur angepasst, vor allem beim Licht

Beim Design wählte VW Evolution statt Revolution. Das Blechkleid behält die kantige Form der ersten Generation sowie die ausgeprägten Kotflügel und die kastenförmige Silhouette bei, wurde aber in Details modernisiert, was dem Atlas einen hochwertigeren Look verpassen soll. Insgesamt legt er in der Länge um 2,5 Zentimeter zu; Breite, Höhe und Radstand bleiben jedoch unverändert.

Für eine verbesserte Erkennbarkeit bei Tag und Nacht sorgt die neue Frontgestaltung. Die setzt auf zweizeilige LED-Scheinwerfer, zweizeilige Lichtleisten über die ganze Frontbreite sowie ein beleuchtetes VW-Logo im Kühlergrill, den nun eine Abdeckung in Wagenfarbe ziert. Am Heck wurde der Dachkantenspoiler neu gezeichnet, die Heckklappe schließt nun bündig mit dem Stoßfänger ab. Das Design der quer verlaufenden Rückleuchten im Pixeldesign spiegelt die Lichtsignatur der Front wider, serienmäßige dynamische Blinker mit drei Animationen unterstreichen den Premium-Charakter. An den Flanken zeigen sich die Kotflügel etwas kräftiger ausgeformt, neu modelliert wurden auch die Seitenschwellerverkleidungen. Die Fensterlinie steigt jetzt hinten nicht mehr an. Optional gibt es beleuchtete Bügeltürgriffe und Einstiegsleuchten mit Projektionsmuster.

Abgerundet wird der neue Look durch neu gezeichnete Leichtmetallfelgen in 20 und 21 Zoll. Das Basismodell rollt allerdings nur auf 18-Zoll-Felgen. Die Farbpalette wird um die Farben Blackberry, Sacramento Green und Sandstone ergänzt.

Neues Cockpit mit echtem Holz

Im komplett neuen Design und mit neuen Materialien zeigt sich der Innenraum. Für den edlen Look sorgen viel Kunst- oder Echtleder und tatsächlich Echtholzapplikationen. Vor dem Lenkrad sitzt ein konfigurierbares, 10,25 Zoll großes Digital-Cockpit. Der große, freistehende Infotainment-Bildschirm misst in der Basis 12,9 Zoll, kann aber optional auf 15 Zoll wachsen. Ein neuer Drehregler in der Mittelkonsole steuert Lautstärke, Fahrmodi und die Atmosphärenfunktion. Der Getriebewählhebel wandert ans Lenkrad. Smartphones können in der Mittelkonsole drahtlos laden. Zusätzlich stehen im gesamten Fahrzeug sieben USB-C-Anschlüsse zur Verfügung. Besonders viel Wert legt VW auf die neue Ambientebeleuchtung, die sich je nach Ausstattungslevel in zehn oder 30 Farben einstellen lässt. Ein leuchtendes Band rahmt das Armaturenbrett ein. Hinzu kommen hinterleuchtete Flächen in den Türen und auf der Beifahrerseite. Die Beleuchtung wechselt zwischen Blau und Rot, wenn die Temperatur eingestellt wird, und pulsiert orange, wenn die Warnblinkanlage aktiviert wird.

Nur ein Benziner, Hybrid kommt

Unter der Haube arbeitet weiterhin ein Zweiliter-Vierzylinder-Turbobenziner. Der legt um 13 auf nun 282 PS zu, muss aber beim maximalen Drehmoment mit nur noch 350 Nm um 20 Nm gegenüber dem Vorgänger zurückstehen. Einzige Schaltoption ist nach wie vor eine Achtgang-Automatik, die das Antriebsmoment auf die Vorderräder überträgt. Optional ist ein 4-Motion-Allradantrieb zu haben. Für die erste Modellpflege des Atlas, die vermutlich 2030 erfolgen wird, kündigt VW jetzt schon einen Hybridantrieb an, nennt aber keine konkreten Daten.

Zur erweiterten Serienausstattung des neuen Atlas zählen unter anderem die elektrisch betätigte Heckklappe, Sonnenschutzrollos hinten, Parkpiepser vorn und hinten, Sprachsteuerung sowie ein Front-Mittelairbag. Zudem wurde das Fahrerassistenzsystem IQ.Drive mit zusätzlichen Funktionen aufgewertet.

Marktstart und Preise

Preise für den neuen Atlas nennt VW noch nicht. Die sollen erst zur Markteinführung im Herbst kommuniziert werden. Aktuell ist der Atlas ab 40.785 Dollar (umgerechnet rund 35.500 Euro) zu haben.

Auf anderen internationalen Märkten ist der Atlas in leicht angepasster Form auch als Teramont und als Tavendor unterwegs. Gefertigt wird der Atlas für den US-Markt im Werk Chattanooga.

Fazit