Dodge Challenger R/T Scat Pack 1320

Unter dem Hellcat geht noch was mit Saugmotor

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Wem der neue Dodge Challenger SRT Hellcat Redeye mit seinen 808 PS zu heiß ist, für den gibt es jetzt die neue Version des ebenfalls auf Drag-Strip-Rennen ausgelegten Challenger R/T Scat Pack 1320.

Der Motor des Dodge Challenger SRT Hellcat Redeye ist direkt vom Monstermotor aus dem Challenger SRT Demon abgeleitet – dort leistet der aufgeladene 6,2-Liter-V8-Hemi 852 PS. Im Hellcat Redeye sind es jetzt 808 PS – serienmäßig.

Dodge Challenger SRT Hellcat Redeye Widebody, 2019 Foto: Dodge
Power-Bolzen: Unter der Fronthaube des Coupés lauert ein aufgeladener 6,2-Liter-HEMI-Motor.

Das maximale Drehmoment beträgt eckige 959 Newtonmeter, dank neuer Wellen aus hochfestem Stahl hält die Hinterachse jetzt 15 Prozent mehr Drehmoment aus. Das Leistungsplus kommt durch einen von 0,8 auf ein bar angehobenen Ladedruck, verstärkte Pleuelstangen und Kolben, einen neuen Hochgeschwindigkeits-Ventiltrieb, ein neues Kraftstoffeinspritzsystem mit einer jetzt zweistufig arbeitenden Kraftstoffpumpe und ein verbessertes Schmiersystem zustande. Der Luftzufluss steigt um 18 Prozent und beträgt jetzt 32.117 Liter pro Minute. Laut Dodge bekommt der Motor so viel Luft, als würden 89 Erwachsene in einer Sekunde gleichzeitig ausatmen. Die geänderte Luftführung senkt die Temperatur der angesaugten Luft um 2,2 Grad. Weitere Maßnahme zur Leistungssteigerung: Die Maximaldrehzahl steigt von 6.200 auf 6.500/min.

Tank bei Volllast in 11 Minuten leer

Bei Vollgas explodieren im Hemi-Motor 5,4 Liter Super pro Minute – das würde den Tank in elf Minuten leeren. Den Landstraßenverbrauch gibt Dodge hingegen mit für das Hochleistungstriebwerk vergleichsweise moderaten 10,7 Litern an.

Dodge Challenger SRT Hellcat Redeye Widebody, 2019 Foto: Dodge
Gegen Aufpreis gibt es eine von 2,62 zu 1 auf 3,09 zu 1 geänderte Achsübersetzung - das verbessert die Startfähigkeit.

Erwartungsgemäß beeindruckend sind die Fahrleistungen des Challenger SRT Hellcat Redeye: In 3,4 Sekunden ist das Muscle Car auf 97 km/h (60 Meilen pro Stunde), die Viertelmeile (402 Meter) erledigt er in 10,8 Sekunden. Dodge bietet das Challenger Topmodell mit zwei verschiedenen Achsübersetzungen an: serienmäßig mit einer Übersetzung von 2,62 zu 1 oder für schnellere Zwischensprints 3,09 zu 1. Maximal sind 327 km/h drin.

Dodge Challenger SRT Hellcat Redeye
Dodge Challenger SRT Hellcat Redeye (2019) 1:49 Min.

Doppelter Lufteinlass in der Motorhaube

Beim Look setzt Dodge nach eigenen Angaben auf ein „einschüchterndes“ Design. Die zwei Luftöffnungen auf der Motorhaube sollen aber nicht nur Luft in den Ansaugtrakt lassen und Eindruck schinden, sondern auch eine Hommage an Muscle Cars wie den 1970er Dart Swinger und den 1971er Demon sein. Das optionale Widebody-Paket zieht den Hellcat Redeye dank Kotflügelverbreiterungen um 89 Millimeter in die Breite. Zudem gibt es einen mattschwarz lackierten Spoiler, der größer ausfällt als beim Vorgängermodell.

Dodge Challenger SRT Hellcat Redeye Widebody, 2019 Foto: Dodge
Tachoskala bis 220 Meilen pro Stunde (354 km/h).

Die Standardfelgen haben eine Dimension von 20 x 9.5 Zoll und sind glänzend schwarz lackiert, optional gibt es sie in einem Messington mit fünf Speichen. Im Widebody-Paket sind „Devil's Rim“-Räder in der Dimension 20 x 11 Zoll enthalten. Hier sorgen 305/35 ZR 20 Pirelli P-Zero Reifen für mehr Grip und laut Dodge für einen „bedrohlichen“ Look.

Innen gibt ein 8,4-Zoll-Touchscreen dem der Fahrer Auskunft über Daten wie die Ansaugluft-Temperatur. Die Tachoskala reicht bis 220 mph (354 km/h). Ein besonderes optionales „Ausstattungsmerkmal“ ist die sogenannte Rear Seat Delete Group. Hier entfallen die Rücksitze inklusive Sicherheitsgurte.

Sport-Fahrertraining im Preis enthalten

Im Preis des neuen Dodge Challenger SRT Hellcat Redeye ist ein Fahrertraining enthalten. Dieses Training findet in der Bob Bondurant School of High Performance Driving in Chandler im US-Bundesstaat Arizona statt. Die Produktion startet im Herbst 2018 im Werk Brampton in der kanadischen Provinz Ontario, die Auslieferung beginnt im vierten Quartal dieses Jahres.

Dodge Challenger SRT Hellcat Redeye Widebody, 2019 Foto: Dodge
Kraft-Club: Challenger SRT Hellcat Widebody, SRT Hellcat Redeye Widebody und R/T Scat Pack Widebody (von links).

Der Preis beträgt 69.650 Dollar (umgerechnet zirka 59.522 Euro), hinzu kommt noch die Gas Guzzler Tax (GGT: Sprit-Säufer-Steuer) in Höhe von 1.700 Dollar (1.453 Euro). Die Gas Guzzler Tax wurde 1978 von der EPA (United States Environmental Protection Agency) für Neuwagen eingeführt, die die staatlich festgelegten Verbrauchsrichtlinien überschreiten. SUV sind beispielsweise nicht von der GGT betroffen, da es diese Fahrzeugbauart 1978 noch nicht gab. Da FCA (Fiat Chrysler Automobiles) als Dodge-Mutter inzwischen den Vertrieb aller Dodge-Modelle in Europa eingestellt hat, ist der Challenger SRT Hellcat Redeye nicht offiziell in Deutschland zu bekommen. Allerdings importieren einige FCA-Händler sowie viele auf amerikanische Fahrzeuge spezialisierte Händler den Wagen in Eigenregie. Importpreise zu dem Wagen sind noch nicht bekannt.

Dodge Challenger R/T Scat Pack 1320: Unter dem Hellcat geht noch was

Die Viertelmeile ist auch das Revier des neuen Challenger R/T Scat Pack 1320. Daher rührt sein Namenszusatz: Die Sprintdistanz ist nämlich umgerechnet 1.320 Fuß (402 Meter) lang. Der HEMI-V8 leistet hier 492 PS, das maximale Drehmoment beträgt 644 Newtonmeter. Für die Gangeinteilung während der Drag-Strip-Hatz ist die TorqueFlite-Achtgangautomatik zuständig.

Zur technischen Serienausstattung des Challenger R/T Scat Pack 1320 gehören ein speziell auf Beschleunigungsrennen abgestimmtes adaptives Fahrwerk, Line Lock für das unabhängige Aktivieren der vorderen Bremsen (um Burnouts mit den Hinterrädern zu ermöglichen, ohne die hinteren Bremsen zu verschleißen), TransBrake (Per Lenkrad-Schaltwippen aktivierte Verriegelung der Getriebe-Ausgangswelle, um vor dem Fahrzeugstart hydraulischen Druck aufzubauen. Die Drosselklappe kann dabei in jede Position bewegt werden, ohne dass das Fahrzeug vorwärts kriecht.), Torque Reserve (steuert in Kombination mit TransBrake den Kraftstoffzufluss zu den Zylindern und die Zündzeitpunkte, um Motordrehzahl und Drehmoment auszubalancieren und somit eine maximale Startleistung zu erreichen) und die extrem belastbaren Hinterachs-Wellen aus dem Challenger SRT Demon.

Dodge Challenger R/T Scat Pack 1320 Foto: Dodge
Viertelmeile in 11,7 Sekunden.

Nur mit Fahrersitz – weitere Sitze auf Wunsch fast geschenkt

Auf die Straße gelangt die Kraft über straßenzugelassene Reifen des Typs Nexen SUR4G Drag Spec 275/40R20, die auf maximalen Grip bei guter Haltbarkeit ausgelegt sind. Laut Dodge schafft der Renner die Viertelmeile in 11,7 Sekunden, was ihn aktuell zum schnellsten straßenzugelassenen Serien-Saugmotor-Muscle-Car machen soll. Vierkolben-Hochleistungsbremsen sind für die Verzögerungsarbeit zuständig.

Der Challenger R/T Scat Pack 1320 hat zur Gewichtsersparnis von 52 Kilogramm nur einen Fahrersitz – den Beifahrersitz und die Rückbank gibt es gegen je einen Dollar (85 Euro-Cent) Aufpreis. Sowohl die Kotflügel und die Scheinwerfer als auch die Instrumententafel, der zentrale 8,4-Zoll-Inftotainment-Bildschirm und der Schlüsselanhänger tragen Super Bee-Logos mit der überarbeiteten „Angry Bee“.

Der Gesamtpreis des Dodge Challenger R/T Scat Pack 1320 in Höhe von 44.585 Dollar (38.105 Euro) setzt sich aus den Kosten für das Basisfahrzeug Challenger R/T Scat Pack (38.995 Dollar/33.328 Euro), dem 1320-Aufpreis in Höhe von 3.995 Dollar (3.414 Euro) und dem Preis für die obligatorische Achtgang-Automatik (1.595 Dollar/1.363 Euro) zusammen. US-amerikanische Kunden müssen noch 1.395 Dollar (1.192 Euro) Überführungskosten berappen. Die Auslieferungen beginnen im ersten Quartal 2019.

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