Audi S4 Avant B5 (1999) Audi
Audi S4 Avant B5 (1999)
Audi S4 Avant B5 (1999)
Bentley Continental GT
Bentley Continental GT 31 Bilder

12 Youngtimer-Kauftipps: künftige Auto-Klassiker

12 Klassiker mit Potenzial zur Wertsteigerung Diese Autos sollten Sie jetzt kaufen

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Bei diesen zwölf Autos deuten die Signale auf eine künftige Klassiker-Karriere. Vielleicht sogar mit Wertsteigerung. Billiger werden sie jedenfalls nicht mehr.

Audi S4 (B5) Avant

Audi S4 Avant B5 (1999)
Audi
Einziges Erkennungsmerkmal sind die 17-Zoll-Avus-Alus.
  • Understatement-Quattro mit viel Leistung und etwas Kofferraum.
  • Bauzeit: 1999 bis 2001
  • Motor: V6-Biturbo, 2.671 ccm, 265 PS, permanenter Allradantrieb
  • Marktwert (gepflegt, Quelle: Classic Analytics): 20.100 Euro

Schnell mal mit der Familie verreisen. Audi krönte den ersten A4 1998 mit einem V6-Biturbo und schuf damit einen würdigen Nachfolger des S2 auf 80-Basis. Außen dezent mit 17-Zoll-Avus-Alus, innen edel und sehr flott unterwegs. Die maximale Leistung von 265 PS liegt bei 5.800/min. an, das maximale Drehmoment steht zwischen 1.850 und 3.600/min bereit; der Motor ist einfach sehr elastisch. Die Beschleunigung von null auf 100 km/h gibt Audi für den Avant mit 5,7 Sekunden an. Bei 250 km/h ist der Kombi abgeregelt. Ein richtig großer Kombi ist der Avant B5 mit 1.250 Litern Maximalvolumen nicht. Dafür ist er ein großartiges Auto.

Aber, Achtung: Der Turbomotor lädt zu Tuningspielchen ein. Modelle mit originaler Leistung laufen jedoch am zuverlässigsten und dürften gefragt bleiben. Auf Wartung achten und kein Longlife-Öl verwenden. Das nehmen die Turbolader übel. Warm- und Kaltfahren ist wichtig. Ist ein Turbo defekt, wird es teuer, denn Audi empfiehlt, beide Lader zu tauschen. Das Interieur ist sehr hochwertig verarbeitet; lediglich der Softlack kann sich ablösen und Pixel in den diversen Anzeigen können verschwinden.

Bentley Continental GT

sport auto-Exotendeals bis 60.000 Euro, Gebrauchtwagen-Spezial, 04/2016, Bentley Continental GT
Archiv
Der Continental GT blieb sich über die Jahre und Generationen treu, wirkt darum nicht alt.
  • Fastback mit W12-Biturbo und Allradantrieb.
  • Bauzeit: 2003 bis 2011
  • Motor: W12-Biturbo, 5.998 ccm, 560 PS, permanenter Allradantrieb
  • Marktwert (gepflegt, Quelle: Classic Analytics): 32.200 Euro

Um Gottes Willen, wir wollen Ihnen hier keinen Bentley als Schnäppchen unterjubeln. So wahnsinnig sind wir nicht. Doch ganz nüchtern betrachtet, kostet dieses Zwölfzylinder-Coupé in gutem Zustand nicht viel mehr als ein Golf GTI Jahreswagen. Hat hier jemand "Wartungskosten" gesagt?

Ein Auto für Kontinente

Auch die Kosten für Sprit und Reifen sind nichts für Langstreckenpendler, die mit Cents rechnen. Obwohl das feudale Interieur in Kombination mit den exzellenten Fahrleistungen genau dazu einlüde: entspannt und schnell ganze Kontinente zu durchmessen. Denn genau dafür steht der Name des Bentley-Coupés. Mit einer Höchstgeschwindigkeit von 318 km/h ist der Zweitürer ein echtes Fastback, mit Verbräuchen um 15 l/100 km aber auch kein Kostverächter. Wie gesagt: Die Unterhaltskosten liegen auf hohem Niveau.

BMW 330 Ci (E46)

BMW 330 Ci E46 (2003)
BMW
Das Facelift brachte dem E46 2003 schmalere Scheinwerfer, markantere Schürzen und eine glattere Haube.
  • Günstigste Möglichkeit, ein BMW Coupé mit Dreiliter-Reihensechser zu fahren.
  • Bauzeit: 2003 bis 2006
  • Motor: R6, 2.979 ccm, 231 PS, Hinterradantrieb
  • Marktwert (gepflegt, Quelle: Classic Analytics): 10.800 Euro

Hier kommen drei Merkmale eines künftigen Klassikers zusammen: Coupé-Karosserie, Reihensechszylinder-Saugmotor, kurze Bauzeit. Funktioniert natürlich mit einem 330 Ci Cabrio ebenso prächtig.

Einer der schönsten BMW seiner Zeit

Doch hier soll es um das Coupé gehen: Einer der schönsten BMW der jüngeren Zeit mit einem der besten Reihensechszylinder-Saugmotoren, der vom summenden Leerlauf bis zum schmetternden Hochdrehen einfach alle Tonlagen beherrscht und genauso gut geht, wie er klingt. Ab 2004 baute BMW ein Sechsgang-Schaltgetriebe ein – mehr braucht es nicht.

Beim Kauf unbedingt auf die Vorgeschichte achten – 3er Coupés werden gern verpimpt und verheizt. Auch Rost kann beim E46 inzwischen auftreten – zum Beispiel an Karosseriekanten, Radläufen und vorderen Kotflügeln. Die Elektronik sollte funktionieren und die Pixel in diversen Anzeigen für Bordcomputer, Radio und Klimaanlage sollten vollzählig da sein – unbedingt alles testen und genau hinsehen.

Citroën XM 3.0 V6

Citroen XM 3.0 V6 24 Exclusive, Seitenansicht
Hardy Mutschler
Immer noch eine ungewöhnliche Erscheinung. Kaum zu glauben, dass die Grundform über 30 Jahre alt ist.
  • Wirkt im Vergleich zu BMW 5er E34 und Mercedes W124 wie Futur II in der oberen Mittelklasse.
  • Bauzeit: 1994 bis 2000
  • Motor: V6, 2.946 ccm, 190 PS, Frontantrieb
  • Marktwert (gepflegt, Quelle: Classic Analytics): 9.100 Euro

Schöne und komfortable Alternative zu BMW 5er und Mercedes E-Klasse mit jeder Menge Platz dank Quermotor und großer Heckklappe. Dahinter verbergen sich beim Break genannten Kombi 1.960 Liter Ladevolumen. Hinter den Rücksitzen sind es immer noch 720 Liter. Doch auch die häufiger verkaufte Limousine bietet jede Menge Platz und Komfort. Hydropneumatik sei Dank hält der große Citroën auch bei voller Beladung das Niveau. Bis zu neun Federkugeln versorgen Fahrwerk, Lenkung und Bremse mit Hochdruck. Der Bordcomputer zeigt in Klartext an, welche Tür offen steht. Das alles hatte die Konkurrenz 1989 nicht zu bieten.

Robuster Oberklasse-Citroën

Doch keine Angst vor der Technik: Die V6-Motoren – ab 1997 mit Zahnriemen – halten lange und passen gut zum komfortablen XM. Rost an der Karosserie ist dank verzinkter Bleche kein großes Thema. Allerdings kann bei vernachlässigten und viel im Winter gefahrenen XM der vordere Fahrschemel korrodieren. Ist der durch, wird’s sehr teuer. Noch ein Tipp für die Suche: Der Zweiventil-V6 wurde weit häufiger gebaut und gilt als robuster.

Citroën XM Break, Heckansicht

Ford Focus ST

Ford Focus ST
Ford
Electric Orange war eine gern genommene Farbe für den Focus ST.
  • Nicht so perfekt wie ein Golf GTI, dafür sehr viel unterhaltsamer.
  • Bauzeit: 2005 bis 2007
  • Motor: R5-Turbo, 2.521 ccm, 225 PS, Frontantrieb
  • Marktwert (gepflegt, Quelle: Classic Analytics): 9.200 Euro

Hübsch ist er nicht, aber er klingt schön. Heiser Trommelnd, unterstützt von einem fauchenden Turbolader macht der Fünfzylinder im Focus ST vor allem gute Laune. Mit 225 PS aus einem 2,5-Liter-Fünfzylinder, den Ford von der damaligen Konzerntochter Volvo lieh, geht der Kompakte in 6,8 Sekunden von null auf 100 km/h und läuft bis zu 241 km/h.

Fünfzylinder vs. Vorderreifen

Der Fünfzylinder-Turbo gilt als robust, klingt schön, geht gut und trinkt gern mal einen: zehn Liter im Schnitt sind realistisch. In Foren bemängeln Nutzer das recht schlichte Interieur und hohen Reifenverschleiß an der Vorderachse – das hat der Fahrer bei starken Fronttrieblern jedoch im rechten Fuß. Originale und gepflegte Exemplare sind unbedingt zu bevorzugen.

Maserati 3200 GT

Maserati 3200 GT Coupé (1998)
R. Gargolov
"Der mit den Rückleuchten" - und der letzte Maserati mit Biturbo-V8.
  • Wunderschönes Coupé mit Bumerang-Rückleuchten und großartigem V8-Biturbo
  • Bauzeit: 1998 bis 2001
  • Motor: V8-Biturbo, 3.217 ccm, 370 PS
  • Marktwert (gepflegt, Quelle: Classic Analytics): 28.500 Euro

Böse Zungen behaupten, Maserati habe eine Zeitlang mehr Dramen produziert als Autos. Andere wiederum behaupten, das Drama sei bei den Autos ebenso serienmäßig wie die Eleganz. Lassen wir sie reden. Fakt ist, dass es neben der von Italdesign gestalteten Karosserie und den Bumerang-Heckleuchten mindestens einen weiteren Grund gibt, sich zum Preis eines mittelgut ausgestatteten VW Golf mit diesem Kleinserien-Coupé einzulassen: Es ist der letzte Maserati mit Biturbo-V8. Mehr als 4.795 Exemplare hat Maserati übrigens nicht gebaut.

Letzter Maserati mit Biturbo-V8

Der 3,2-Liter klingt himmlisch und geht höllisch – wenn nicht gerade die adaptiven Drosselklappen kaputt sind und der Motor deswegen kein Gas annimmt oder die Drehzahl springt. Wer einen kaufen will, sollte einen Kompressionstest machen lassen. Alle 20.000 Kilometer müssen die Ventile eingestellt werden.

Wer die Detailqualität bemängelt, soll eben Mercedes fahren. Alle anderen genießen handschuhweiches Leder, das duftet wie ein edler Schuhsalon und drehen sich auf dem Parkplatz jedes Mal nach diesem Heck um. Dessen bumerangförmige Dioden-Rückleuchten übrigens in den USA angeblich nicht zulassungsfähig waren. Das haben sie nun von ihrem Sicherheitsdenken.

Mercedes-Benz E 500 (W 211)

Mercedes E500 (S 211) T-Modell Facelift (2006-2009)
Mercedes-Benz
Gediegen reisen: Eigentlich fehlt gar nichts mehr, wenn ein E 500 in der Garage wartet. Das Faceliftmodell ist eine Überlegung wert.
  • Besonders reizvoll als T-Modell mit 4Matic: Der Allrounder für alle Straßen und Lebensphasen.
  • Bauzeit: 2002 bis 2006
  • Motor: V8, 4.996 ccm, 306 PS
  • Marktwert (gepflegt, Quelle: Classic Analytics): 10.300 Euro

Viel Platz, ein starker Motor und ein gediegenes Auftreten: Eine E-Klasse wirft sich ihrem Fahrer nicht in der erstbesten Kurve an den Hals. Ihre Bestimmung ist die Langstrecke. Und was passte da besser als ein leistungsstarker Vielzylinder? Der V8 im E 500 zum Beispiel. Der macht keine Probleme, liefert genügend Leistung für alle Situationen des Lebens.

Teuer: SBC und Airmatic

Modelle vor der Modellpflege 2006 haben den Dreiventil-V8 mit 306 PS und die elektrohydraulische Sensotronic Brake Control (SBC). Die führte zum einen zu Problemen und Rückrufen und hat zum anderen einen Betätigungszähler. Irgendwann muss die Bremse getauscht werden, was rund 2.000 Euro kostet. Etwa 1.600 Euro sind zu bezahlen, wenn der Kompressor des Luftfahrwerks Airmatic kaputt geht. Als solider verarbeitet und weniger fehleranfällig gelten die Modelle ab der Modellpflege 2006. Da zog auch ein Vierventil-V8 ein, der mit 388 PS aus 5,5 Litern Hubraum die Fahrleistungen eines damaligen 911 Carrera bietet – ohne dessen Höchstgeschwindigkeit natürlich. Denn die ist bei 250 km/h abgeregelt. Doch das reicht für die meisten langen Strecken des Lebens.

Nissan 350Z Coupé

Nissan 350Z, Exterieur
Hans-Dieter Seufert
Kurz, flach, kräftig: Ein Japaner für Designliebhaber.
  • Sie brauchen keinen Kombi und einen Mercedes finden Sie zu gewöhnlich? Gut, dann wäre vielleicht der Nissan 350Z etwas für Sie.
  • Bauzeit: 2003 bis 2005
  • Motor: V6, 3.498 ccm, 280 PS
  • Marktwert (gepflegt, Quelle: Classic Analytics): 15.400 Euro

Lange Haube, kurzes Heck, breite Spur: Der Nissan 350Z macht schon optisch klar, dass er kein Langweiler sein will. Liebevoll gestaltete Details wie die Z-Logos auf den vorderen Kotflügeln verweisen auf die Fairlady-Tradition. Eine variable Nockenwellenverstellung verbreitert das Leistungsband des 60-Grad-V6 aus dem Nissan-Regal. Tatsächlich zieht der 3,5-Liter wie ein Bulle, dreht einigermaßen befreit Richtung 7.000 und produziert einen angenehmen Klang. Die 280 PS sind dennoch etwas optimistisch angegeben. Tuning ist dennoch nicht unbedingt nötig. Schon gar nicht für das Fahrwerk mit 1.535 mm Spurweite vorn und 1.540 mm hinten.

V6-Coupé ohne Problemzonen

Das Fahrverhalten ist ähnlich problemlos wie das ganze Auto: wenig Rost, ein bisschen Ärger mit den Zündspulen und Drosselklappen, das war es in der Regel. Verbraucht der Motor schon vor Erreichen der 200.000 Kilometer Öl, kann das an wenig schonendem Umgang liegen. Manche Ersatzteile sind teuer: Scheinwerfer kosten etwa 1.200 Euro, Drosselklappen mehr als 2.000 Euro.

Nissan 350Z, Exterieur
Kaufberatung

Opel Speedster 2.0 Turbo

Opel Speedster, Seitenansicht
Hans-Dieter Seufert
Noch kürzer, noch flacher, noch leichter geht kaum: Opel Speedster Turbo.
  • Die Elise von Opel: Schnell, leicht, kantig.
  • Bauzeit: 2003 bis 2005
  • Motor: R4-Turbo, 1.998 ccm, 200 PS
  • Marktwert (gepflegt, Quelle: Classic Analytics): 27.600 Euro

Kurios, zu welchen Kooperationen sich die Autoindustrie hinreißen ließ: Zwischen 2003 und 2005 verkaufte Opel den Speedster. Ein kantiges, gnadenlos offenes und leichtes Fahrgerät, das sich die Motoren bei Astra und Zafira lieh und das Chassis bei der Lotus Elise. Eine geniale Kombination, die gerade mit dem Zweiliter-Turbomotor geht wie die Pest. Gerade mal 4,9 Sekunden nimmt sich der Speedster für den Sprint von null auf 100 km/h. Bei 930 Kilogramm Leergewicht ist nicht mit viel Komfort zu rechnen – dafür macht der offene Opel einfach Freude. Nur 7.996 Speedster wurden gebaut. Die Preise steigen schon.

Opel-Turbo im Lotus-Chassis

Wer einen kauft, sollte auf Unfallschäden am Aluchassis achten – Reparaturen sind teuer. Korrosion ist nur bei im Winter gefahrenen Autos ein Thema. Der Motor ist ein zuverlässiges Großserienteil, Verschleißteile sind günstig zu haben. Die Spurstangen neigen zu Spiel und der Zahnriemen des Turbomotors sollte innerhalb des vorgeschriebenen Intervalls getauscht worden sein. Wenn der Opel-Händler nicht weiterweiß, können Clubs und Foren helfen.

Porsche Cayman (987c)

Porsche Cayman (987c)
Porsche
Porsche verlangte für den Cayman tatsächlich mehr Geld als für den Boxster.
  • Nicht einfach ein Boxster mit Dach, sondern eines der schönsten Autohecks überhaupt.
  • Bauzeit: 2006 bis 2009
  • Motor: 6-Zylinder-Boxer, Mitte längs, 2.687 ccm, 245 PS
  • Marktwert (gepflegt, Quelle: Classic Analytics): 26.400 Euro

Das beste Argument für den Kauf eines Porsche Boxster der aktuellen Generation liefert sein Nachfolger mit dem Kürzel 718: Dessen Vierzylinder-Turboboxer laufen besser als sie klingen. Beim 987c ist alles gut: Sechszylinder-Sauger mit 245 PS ohne und 295 PS mit S. Dazu eine perfekte Sitzposition vor dem steil stehenden Lenkrad, im Blick die beiden Kotflügelkanten und von hinten das unverkennbare Arbeitsgeräusch des Boxermotors.

Boxermotor mit Wellenproblem

Über den wir leider auch deswegen reden müssen, weil er sich wegen seiner Zwischenwelle und der komplizierten Bauweise mit vierteiligem Motorblock manchmal selbst zerlegt. Passiert übrigens deutlich seltener, wenn der Motor mehr als 120.000 Kilometer hinter sich hat. Oder wenn es ein Motor nach dem Facelift ist – im 2,9-Liter-Basis-Cayman ohne, im S mit Direkteinspritzung. Weniger dramatisch, aber auch nicht günstig sind siffende Simmerringe. Trotzdem kaufen? Billiger wird der Cayman nicht mehr.

Saab 9-3 2.0 Turbo Cabrio

Saab 9-3 2.0 Turbo Cabriolet (1999)
Saab
Ein echter Saab: solide Karosserie, grandiose Sitze, starker Turbomotor.
  • Hat da jemand Vectra gesagt? Das 9-3 Cabrio ist ein echter Saab.
  • Bauzeit: 1999 bis 2003
  • Motor: R4-Turbo, 1.985 ccm, 205 PS, Frontantrieb
  • Marktwert (gepflegt, Quelle: Classic Analytics): 11.500 Euro

Nun ist es ja nicht so, dass in Schweden das ganze Jahr die Sonne schiene. Dennoch hatte es der ehemalige schwedische Autohersteller Saab zur Tradition erhoben, ein Cabriolet anzubieten. Der erste offene 900 war ein Erfolg, der zweite ebenfalls und das änderte sich auch nicht, als sich dieser zum 9-3 weiterentwickelte. Mit verbesserter Qualität und markanterem Äußeren emanzipierte sich das Mittelklasse-Modell von den Geschwistern auf GM-Plattform. Der Opel Vectra scheint so weit weg vom 9-3 wie Trollhättan von Rüsselsheim, wenn die Nadel für die Turboladedruckanzeige zuckt oder die Night-Panel-Taste alle Instrumente bis auf den eigenwillig skalierten Tacho ausblendet.

Saab heißt Turbo

Beste Wahl im 9-3 ist der 185-PS-Turbo. Es gab auch mehr Leistung – oder weniger. Doch warum nicht die goldene Mitte wählen? Wer im Saab Platz nimmt, wähnt sich gut beschützt und legt entspannt auch lange Strecken zurück – die Sitze sind fest gepolstert, das Verdeck dick gedämmt. Außer an den Federbeinen gibt es keine kritischen Rostzonen und auch die Motoren samt Lader halten. Muss der Turbo doch mal getauscht werden, kostet das rund 1.000 Euro. Teile gibt’s über Orio AB. Warum nicht mal einen Saab wagen?

VW Golf IV R32

VW Golf IV R32, Heckansicht
Jörg Künstle
DSG schrieb VW dem Golf R32 sogar ans Heck.
  • Verrückteste Version des zeitlos schönen Golf IV.
  • Bauzeit: 2002-2004
  • Motor: V6, 3.189 ccm, 240 PS, Allradantrieb
  • Marktwert (gepflegt, Quelle: Classic Analytics): 24.100 Euro

Wann haben Sie zuletzt einen Golf IV auf der Straße gesehen? Vermutlich gestern. Der Wolfsburger Besteller ist auch nach 20 Jahren im Alltag unterwegs, was für seine Qualitäten spricht. Im heutigen Straßenverkehr fällt er nicht als altes Auto auf, was für die Qualität des Designs von Hartmut Warkuß spricht. Das nur vorweg, denn hier soll es um den verrücktesten aller Vierer-Golfs gehen: Der R32 erschien 2002 mit breiten Schwellern, dicken Endrohren und engwinkligem V6 unter der Haube.

VW Golf IV, Kaufberatung, Außen
Kaufberatung

Erster VW mit DSG

Es war der erste VW, den es mit Doppelkupplungsgetriebe gab – das Kürzel DSG stand unter dem Modellnamen auf der Heckklappe. Der 3,2-Liter mit 15 Grad Zylinderwinkel schuftete auch in Phaeton und Touareg. Im Golf tat er sich natürlich viel leichter. Gegen Unsinn wappneten jedoch der Allradantrieb mit Haldex-Kupplung und eine insgesamt eher brave Auslegung. Teuer ist er geworden. Die günstigeren Alternativen wären ein GTI V5 mit 170 PS oder ein V6 mit 204 PS.

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Fazit

Was für eine Auswahl: ein Allrad-Kompakter mit V6-Motor, drei Sechszylinder-Coupés, die ihre Zylinder in Reihe, V-Formation oder als Boxer antreten lassen, ein Speedster und ein Viersitzer-Cabrio mit Vierzylinder-Turbo und natürlich eine gediegene Limousine mit V8-Motor: The choice is yours. Und sagen Sie bitte hinterher nicht, wir hätten es Ihnen ja vorher sagen können.

Auch wenn wir keine Glaskugel in der Redaktion haben: Kommen ein paar Parameter zusammen, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass ein Auto in den nächsten Jahren teurer wird. Topmodell, kurze Bauzeit, geringe Stückzahl sind solche Indizien. Ein weiteres Indiz kann eine gewisse historische Relevanz sein.

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