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Wichtig im Falle einer Reifenpanne

Tipps und Tricks zum Thema Reifenpanne und Notrad

Die Luft ist raus und was dann? Wir haben zehn Tipps, die Sie im Falle einer Reifenpanne weiterbringen. Und: Einige Automodelle haben statt eines Ersatzrads ein Notrad an Bord. Was Sie über Noträder wissen müssen, lesen Sie hier.

29.06.2018

Reifenpanne – was nun? Zehn Tipps:

1. Professionelle Hilfe suchen

Vor jedem Reparaturversuch mit Reifendichtmittel nach Möglichkeit Pannendienste, Fachwerkstätten oder Reifenhändler kontaktieren. Denn sie sind in der Lage, den defekten Reifen dauerhaft zu reparieren oder auszutauschen.

2. Fremdkörper im Reifen belassen

Einen eingefahrenen Nagel zunächst im Reifen belassen und Luftdruck in kurzen Abständen kontrollieren und korrigieren. So kann eventuell noch eine Fachwerkstatt erreicht werden.

3. Immer erst die Anleitung lesen

Soll das Pannenset eingesetzt werden, die Anleitung besser vor Reparaturbeginn im Auto und nicht erst auf der Fahrbahn lesen – und beachten. Beschädigungen der Reifenseitenwand können grundsätzlich nicht repariert werden.

4. Absichern

Bei allen Reparaturen in Fahrbahnnähe sind Warnblinker, Warndreieck und Warnweste Pflicht. Zusätzliche Leuchten sorgen nachts für mehr Sicherheit. Personen, die nicht unmittelbar am Fahrzeug arbeiten, sollten zur Sicherheit abseits– etwa hinter der Leitplanke – Schutz suchen.

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5. Für sauberen Untergrund sorgen

Im Schmutz abgelegte Ventileinsätze können schnell undicht werden.

6. Schadenstelle des Reifens zur Reparatur nach unten drehen

So kann das Dichtmittel die Beschädigung direkt erreichen. Fahrzeug anschließend bis zur Abdichtung nur vorsichtig bewegen.

7. Dichtmittel richtig verteilen

Bei kleineren Beschädigungen in Reifenschulter und -flanke kann es gelingen, durch vorsichtige Kurvenfahrt das Dichtmittel zum Abdichten an die Schadstelle zu bringen.

8. Luftdruck überwachen

Reifenluftdruck nach Reparatur zur Sicherheit in kurzen Abständen prüfen.

9. Dichtmittelmenge bei Räderwechsel dem Bedarf anpassen

Oft ist die Serien-Dichtmittelmenge bei Umrüstung auf Breitreifen zu gering. Laut Continental sollten für Reifen bis 205 mm Breite rund 300 ml Flüssigkeit, für 245er rund 450 ml und für Sportreifen über 245 mm Breite rund 560 ml an Bord sein.

10. Belastungsgrenzen beachten

Fahren Sie nicht schneller und nicht weiter als in den Herstellerangaben empfohlen. Den beschädigten Reifen schnellstmöglich professionell reparieren oder austauschen lassen. Meist werden bei Reparatur oder Neukauf eines Reifens keine zusätzlichen Kosten für die Reinigung der klebrigen Felge in Rechnung gestellt.

Das fünfte Rad am Wagen

Foto: Achim Hartmann
Einige Fahrzeuge haben noch ein echtes Notrad an Board. In den meisten Fällen finden Sie es unter dem Kofferraumboden.

Wenn Ihr Auto mit einem Notrad ausgerüstet ist, können Sie dieses im Falle einer Reifenpanne als Notbehelf aufziehen, um zur nächsten Werkstatt zu fahren und das defekte Rad ersetzen zu lassen. Denn im Gegensatz zu vollwertigen Ersatzrädern sind Noträder nicht für den dauerhaften Einsatz bestimmt.

Geschwindigkeitsbegrenzung beachten

Noträder unterscheiden sich bereits optisch von den anderen Rädern, da Reifen für Noträder über eine deutlich schmalere Lauffläche verfügen. Aus diesem Grund gelten für die Nutzung von Noträdern auch besondere Bedingungen, an die Sie sich unbedingt halten sollten. In der Regel dürfen Sie mit dem schmalen Behelfsrad eine Geschwindigkeit von 80 km/h nicht überschreiten. Das geltende Tempolimit ist üblicherweise auf dem Rad oder in der Bedienungsanleitung Ihres Autos vermerkt.

Reifen für Noträder: Die Besonderheiten

Da es im Falle einer Reifenpanne durchaus nützlich sein kann, ein einsatzbereites Notrad an Bord zu haben, sollten Sie die Behelfslösung regelmäßig auf ihre Funktionsfähigkeit hin überprüfen. Beachten Sie, dass die schmalen Reifen für Noträder im Gegensatz zu gewöhnlichen Pkw-Reifen üblicherweise einen Luftdruck von 4,2 bar aufweisen sollten, um die nötige Tragfähigkeit zu gewährleisten.

So finden Sie einen passenden Ersatzreifen

Ist Ihr Notbehelf selbst einmal defekt oder veraltet und daher im Notfall nicht einsatzbereit, sollten Sie den Reifen ersetzen. Im Gegensatz zu den herkömmlichen Pneus ist die benötigte Reifengröße für das Notrad jedoch nicht in der Zulassungsbescheinigung Teil I vermerkt. Orientieren Sie sich daher am auszutauschenden Reifen. Dort finden Sie eine ähnliche Buchstaben-/Zahlenkombination wie auf den vollwertigen Rädern, mit dem Unterschied, dass Reifen für Noträder vorab mit dem Buchstaben „T“ gekennzeichnet sind. Das weist auf den nur kurzzeitig erlaubten Gebrauch hin („Temporary use only“). Ansonsten gleicht der Aufbau der Kombination dem gewöhnlicher Reifen. Eine mögliche Bezeichnung wäre zum Beispiel: T 115/70 R15 90M für einen 11,5 Zentimeter breiten Reifen für Noträder, der auf eine 15 Zoll große Felge passt und den Tragfähigkeitsindex 90 sowie die Geschwindigkeitsklasse M aufweist.

Neuester Kommentar

Ein Reserverad eine sehr gute Sache aus Erfindung - aber nicht für Autohersteller, denn Kostenersparnis (Pneu/Rad/Ventil/Reserveradmulde usw.) und Gewichtsersparnis bei neuen Modellen (durch Weiterentwicklung ... kein Reserverad ... dann kein Notrad ...) auf dem Hersteller-Konto und Hersteller-Papier, sowie weitere dumme Ausreden sind wichtiger als alles Sinnvolles - leider.
Ich habe gerade wieder eine Erfahrung gemacht, natürlich im negativen Sinne - eine Reifenpanne ist schlimmer als Motorschaden, Totalschaden oder Unfall und das nur wegen eines Reifenschadens.
Dauer 1 Stunde Service-Hotline, weitere 5 Stunden bis Abschlepper da, kein Ersatzfahzeug vorhanden, Reifen muß erst beschaft und dann auch noch montiert werden mit einem Vorlauf-Termin von 14 Tagen (nach sehr viel Mühe nach 4 Tagen, war mein Auto wieder einsatzbereit).

Das nenne ich ehrlich einen richtigen Vorsprung in der Entwicklung!

Ich LIEBE es - unsere Zukunft und vor allem die Digitale !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

pöcho 2. Juli 2018, 09:16 Uhr
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