Patent zeigt echte Knöpfe: Selbst Rivian prüft echte Tasten

Patent zeigt echte Knöpfe
Selbst Rivian prüft echte Tasten

ArtikeldatumVeröffentlicht am 27.01.2026
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Rivian patentiert echte Knöpfe fürs Cockpit
Foto: Rivian / United States Patent and Trademark Office

Rivian hat ein Patent eingereicht, das Rückschlüsse auf mögliche künftige Innenraumkonzepte zulässt. In den Zeichnungen sind erstmals physische Bedienelemente zu erkennen – ein deutlicher Unterschied zum bisherigen Bedienkonzept der Marke. Bislang setzt Rivian konsequent auf den zentralen Touchscreen, über den der Fahrer nahezu alle Fahrzeugfunktionen steuert. Die Patentunterlagen zeigen klassische Schalter und Drehregler. Damit wären Funktionen direkt zugänglich, ohne Umwege über Menüs auf dem Bildschirm. Ob diese Elemente seriennah sind, verrät das Patent natürlich nicht.

Touchscreen-Kritik nimmt zu

Der Zeitpunkt des Patents ist kein Zufall. In der Branche wächst die Kritik an rein touchscreenbasierter Bedienung. Nutzer bemängeln Ablenkung und komplizierte Menüstrukturen, während Sicherheitsorganisationen zunehmend eine intuitive, haptische Bedienung fordern. Mehrere Hersteller haben bereits reagiert und physische Tasten wieder stärker integriert. So bringt VW wieder echte Knöpfe in seine Cockpits und Mercedes ändert bei der noch recht frischen CLA EQ Limousine das Multifunktions-Lenkrad: statt Touch-Bedienflächen gibt es wieder mechanische Schalter.

Besonders bemerkenswert ist der Ansatz, weil Rivian als einer der softwarestärksten Hersteller gilt. Die enge Kooperation mit Volkswagen im Bereich Softwareentwicklung unterstreicht diesen Anspruch – VW möchte von der Software-Expertise der Kalifornier profitieren. Das Patent ist also ein Hinweis darauf, dass selbst digital orientierte Marken klassische Ergonomie wieder stärker berücksichtigen.

Rivian patentiert echte Knöpfe fürs Cockpit
Rivian / Gregor Hebermehl

Separat öffnende Heckscheibe als Zusatznutzen

Zusätzlich zum Bedienkonzept beschreibt das Patent auch eine Heckklappe mit unabhängig öffnender Heckscheibe. Ähnliche Lösungen kennt man etwa vom BMW 3er Touring – beim 5er Touring haben die Bayern diese Funktion inzwischen weg gespart. Bei Rivian soll die Scheibe elektrisch betrieben sein. Eine separat zu öffnende Heckscheibe erleichtert das schnelle Beladen des Kofferraums mit kleinen leichten Gegenständen, was gut zu einem Hersteller passt, der sich als lässige Surfermarke sieht.

Rivian patentiert separat öffnendes Heckfenster
Rivian / United States Patent and Trademark Office

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