In der Welt der Elektromotoren gewinnen hohe Drehzahlen wieder an Bedeutung. Chinesische Hersteller wie GAC und BYD entwickeln Motoren, die bis zu 30.000 Umdrehungen pro Minute erreichen. Zum Vergleich: Ein Porsche Taycan kommt "nur" auf 16.000/min. Solche Werte klingen beeindruckend, aber warum sollten sich Autofahrerinnen und Autofahrer dafür interessieren?
Vorteile für Fahrerinnen und Fahrer
Hochdrehende Motoren bringen gleich mehrere praktische Vorteile:
- Mehr Leistung auf kleinerem Raum: Autos werden stärker, obwohl die Motoren kompakter gebaut sind.
- Mehr Platz im Innenraum: Kleinere Motoren bedeuten mehr Raum für Koffer oder Sitze.
- Leichtere Fahrzeuge: Weniger Material im Motor spart Gewicht und kann die Reichweite verbessern.
Technische Herausforderungen hinter den Rekordzahlen
Hochdrehende Motoren sind allerdings nicht nur ein Vorteil. Ingenieure stehen vor mehreren Herausforderungen:
- Wechselstromverluste: Schnelle Motoren erzeugen höhere Strom- und Eisenverluste, die clever kompensiert werden müssen.
- Rotorkonstruktion: Die Zentrifugalkraft steigt, wodurch Rotoren stabiler oder kleiner gebaut werden müssen.
- Kühlung: Die Wärmeentwicklung ist höher; direkte Ölkühlung kann helfen, zusätzliche Wassermäntel zu vermeiden.
- Übersetzungsverhältnis: Die Kraftübertragung auf die Räder erfordert eine angepasste Getriebeübersetzung.
- Lagerbelastung: Rotorlager müssen hohe Belastungen aushalten, Keramiklager sind eine mögliche Lösung.
Diese Herausforderungen erhöhen die Komplexität und die Kosten, zeigen aber auch, wie innovativ die Entwicklungen sind.












