100 km elektrisch, aber noch einige Haken: BYD Seal 6 DM-i Touring

BYD Seal 6 DM-i Touring getestet
Warum der Hybrid-Kombi nicht überall überzeugt

ArtikeldatumVeröffentlicht am 18.08.2026
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BYD Seal 6 Kombi fährt auf einer Landstraße, Seitenansicht, dynamische Bewegungsunschärfe, grüne Umgebung.
Foto: Rossen Gargolov

Der BYD Seal 6 DM-i Touring zielt als Mittelklasse-Plug-in-Hybrid-Kombi auf viel elektrisches Fahren und ein alltagstaugliches Raumkonzept. Im Test treffen gute Raumausnutzung auf klare Grenzen bei Zuladung, Anhängelast, Sitzen, Fahrwerk und Assistenz.

Raum ja, Nutzwert nur teilweise

Mit 4,84 Meter Länge bietet er vorn wie hinten viel Platz. Der Kofferraum fasst 500 bis 1.535 Liter, ein Passat eHybrid schafft bis 1.770. 407 kg Zuladung und 750 kg gebremste Anhängelast begrenzen den Nutzwert des China-Kombis deutlich. Damit stehen großzügigen Abmessungen spürbare Grenzen bei Last und Hängerbetrieb gegenüber.

Sitze und Innenraum mit Kontrast

Hinten passt es, vorn sind die Sitzflächen kurz und hart, ohne Neigungsverstellung. In der getesteten Ausführung fehlt dem Beifahrersitz die Höhenverstellung. Das reduziert vorn den Komfort, während Fondpassagiere vom Raumangebot profitieren.

Bedienung mit echten Tasten

Logisches Infotainment mit gut ablesbarem 15,6-Zoll-Screen und überzeugender Navigation. Wichtige Funktionen lassen sich über Tasten und Regler steuern. Die Mischung aus Touch und physischen Bedienelementen erleichtert den Alltag. Dennoch kompensiert sie die ergonomischen Defizite nicht vollends.

DM-i erklärt

Der Plug-in-Hybrid fährt meist seriell: 1,5-Liter-Benziner mit 98 PS erzeugt Strom, ein 145-kW-E-Motor treibt an. Die 19-kWh-Batterie ermöglicht bis 25 Prozent Restladung rund 100 km rein elektrisches Fahren. So ist der Verbrenner überwiegend Stromlieferant, der E-Motor erledigt den Antrieb. Die Auslegung zielt auf lange elektrische Etappen im Alltag.

Fahrgefühl, Verbrauch und Assistenz

Gleichmäßige, leise Beschleunigung, 0–100 km/h gelingen in 8,6 Sekunden. Unter Last reagiert der Zuschaltmoment verzögert, im Puffermodus hält der Motor hohe Drehzahlen. Fahrwerk und Lenkung wirken unausgewogen, die Assistenz greift häufig ein. Das schmälert Komfort und Fluss trotz solider Effizienz.

Viel Platz und lange E-Etappen stehen geringer Zuladung, niedriger Anhängelast, unbequemen Vordersitzen sowie unharmonischem Fahrwerk und Assistenz gegenüber. Das schmälert den Touring-Anspruch spürbar.

Fazit