Der Mercedes GLC EQ setzt Maßstäbe in der Mittelklasse: Mit einer Testreichweite von 454 Kilometern und einem Verbrauch von 23,9 kWh/100 km gehört er zu den effizientesten Fahrzeugen seiner Klasse. Dank der 800-Volt-Technologie lässt sich die Batterie in nur 26 Minuten von 10 auf 80 Prozent laden – ein entscheidender Vorteil für Vielfahrer. Angetrieben wird das Fahrzeug von zwei Permanentsynchronmotoren mit einer Systemleistung von 360 kW (489 PS), die eine Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in nur 4,2 Sekunden ermöglichen.
Komfort und Fahrwerk
Der GLC EQ überzeugt mit seinem Fahrkomfort: Die Luftfederung (Airmatic) bügelt Unebenheiten wie Kopfsteinpflaster oder Straßenbahnschienen souverän aus, während die Hinterachslenkung für eine beeindruckende Wendigkeit sorgt. Auch bei höheren Geschwindigkeiten bleibt das Fahrzeug stabil und sicher. Allerdings gibt es kleinere Kritikpunkte: Die Heckjalousie kann bei starken Vertikalbewegungen Geräusche verursachen.
Innenraum und Bedienung
Im Innenraum setzt Mercedes auf Luxus und Hightech. Der Hyperscreen im Testwagen erstreckt sich über beeindruckende 39,1 Zoll und bietet eine nahtlose Bildfläche. Doch nicht alles glänzt: Einige Materialien wirken trotz Lederpaket minderwertig, etwa die Sonnenblenden oder Plastiklenkradwippen. Zudem sorgt die touchlastige Bedienung für Kritik – insbesondere das Fehlen physischer Tasten erschwert die intuitive Nutzung.
Vergleich mit dem BMW iX3
Im direkten Vergleich mit dem BMW iX3 zeigt sich der GLC EQ als würdiger Konkurrent. Während der BMW mit einer höheren Reichweite von bis zu 805 Kilometern punktet, überzeugt der Mercedes durch seine stärkere Beschleunigung und innovative Technik wie das Zweigang-Getriebe an der Hinterachse. Beide Fahrzeuge setzen auf hochwertige Materialien und bieten großzügigen Platz im Innenraum – allerdings hat der GLC EQ mit seinem größeren Kofferraum (570 Liter gegenüber 520 Litern beim BMW) einen praktischen Vorteil.
Probleme und Kinderkrankheiten
Trotz seiner Stärken bleibt der GLC EQ nicht ohne Schwächen. Im Test traten Softwareprobleme auf, etwa ein Kalibrierungsverlust der Stereokamera nach dynamischen Fahrmanövern. Zudem wurde bemängelt, dass bei einem Ausfall der 12-Volt-Batterie kein mechanischer Zugang ins Fahrzeug möglich ist – ein potenzielles Problem in Notfällen.
Marktstart und Preis
Der Mercedes GLC EQ ist ab sofort erhältlich und startet preislich bei rund 71.000 Euro. Damit positioniert er sich im oberen Segment seiner Klasse, bietet jedoch auch eine umfangreiche Serienausstattung inklusive Hyperscreen, Airmatic-Fahrwerk und zahlreichen Assistenzsystemen.
