Unfall trotz Assistenzsystem: BYD übernimmt die kompletten Kosten

BYD zahlt bei Assistenz-Crashs
Kostenübernahme trotz Level 2

ArtikeldatumVeröffentlicht am 03.06.2026
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BYD Atto 3 Evo
Foto: BYD

BYD führt in China eine vollständige Schadensabdeckung für die Funktion Urban Navigate on Autopilot (NOA) seines Assistenzsystems "God’s Eye" ein. Passiert bei regelkonformer Nutzung dieser urbanen NOA-Funktion ein rechtlich relevanter Unfall, übernimmt BYD sämtliche finanziellen Schäden direkt. Das Angebot gilt ein Jahr lang und richtet sich an Neuwagenkunden sowie an Bestandskunden, die auf die aktuelle Softwaregeneration upgraden.

Warum das auffällt: Unterhalb von Level 3 bleibt der Fahrer verantwortlich

Bei hochautomatisiertem Fahren nach Level 3 verschiebt sich die Verantwortung in vielen Szenarien zum Hersteller, weil das System die Fahraufgabe übernimmt. BYD setzt mit seiner Zusage jedoch früher an: Urban NOA zählt als Fahrerassistenz, der Mensch bleibt im Grundsatz in der Verantwortung. Genau deshalb wirkt die Kostenübernahme wie ein ungewöhnlicher Schritt – BYD zahlt in einem Bereich, in dem Hersteller sonst auf Fahrerpflicht und Versicherer verweisen.

Bedingungen und Befristung: Das Angebot gilt nicht grenzenlos

BYD knüpft die Zusage an die "regelkonforme Nutzung" der urbanen NOA-Funktion und begrenzt sie zeitlich auf ein Jahr. Damit positioniert der Hersteller das Angebot als zusätzliche Absicherung rund um die Systemnutzung – nicht als Freibrief für autonomes Fahren. BYD nennt es eine neue Vertrauensbasis für Assistenzfunktionen wie intelligentes Parken und assistiertes Fahren.

BYDs Botschaft dahinter: Vertrauen, Daten, Tempo

BYD koppelt die Kostenübernahme an seine "Intelligent Driving for All"-Strategie und an den Ausbau von God’s Eye über die Modellpalette. Der Hersteller verweist dabei auf die Größe seiner Flotte mit Assistenzsystemen und auf täglich verarbeitete Fahrdaten, die die Software schneller verbessern sollen. Parallel treibt BYD die eigene Hardware voran und stellt mit dem Xuanji A3 einen 4-nm-Driving-SoC (System-on-a-Chip) vor, der laut BYD Level-3- und Level-4-Funktionen unterstützt. BYD hatte bereits im Vorjahr bei Funktionen zum automatischen Einparken ähnlich argumentiert.

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