Die technischen Spezifikationen dieser vier Diesel-SUV sind beeindruckend vielseitig. Der Mercedes GLC 220 d etwa setzt auf einen effizienten Vierzylinder-Dieselmotor (OM654), der mit einem Testschnitt von 6,2 l/100 km Bestwerte erzielt. Dank eines großen Tanks sind Reichweiten von bis zu 1.240 Kilometern möglich – ein klarer Vorteil für Vielfahrer. Hinzu kommt das optionale Technik-Paket mit Luftfederung und Hinterachslenkung, das sowohl Komfort als auch Agilität verbessert.
Der BMW X3 (G45) kombiniert Mildhybrid-Technologie mit einem kultivierten Zweiliter-Diesel. Mit einem Verbrauch von 6,4 l/100 km im Testschnitt liegt er knapp hinter dem GLC, punktet jedoch mit einem großzügigen Ladevolumen von bis zu 1.700 Litern und modernem Infotainment auf OS9-Basis.
Der Alfa Romeo Stelvio hingegen setzt auf Emotionen: Sein 2,2-Liter-Diesel liefert kernige Leistungsentfaltung und ein lebhaftes Fahrverhalten. Allerdings zeigt er Schwächen im Grenzbereich, insbesondere bei Nässe oder Schnee. Mit einem Verbrauch von 7,2 l/100 km im Durchschnitt ist er zudem weniger effizient.
Der VW Tiguan rundet das Feld ab: Sein EA288 evo-Motor bietet solide Leistung bei einem Verbrauch von 6,7 l/100 km im Testschnitt. Das adaptive DCC Pro-Fahrwerk sorgt für hohen Komfort und gute Dynamik.
Fahrdynamik und Sicherheit
In puncto Fahrdynamik überzeugt der Mercedes GLC durch seine Souveränität: Das ESP regelt früh und diskret ein, während die Bremsen vehement zupacken. Die Hinterachslenkung steigert zudem die Wendigkeit in der Stadt sowie die Stabilität in schnellen Kurven.
Der BMW X3 zeigt ebenfalls gute Ansätze, kommt jedoch nicht ganz an die Präzision früherer Generationen heran. Seine Sportlenkung wirkt etwas bemüht, was sich insbesondere auf kurvigen Landstraßen bemerkbar macht.
Der Alfa Romeo Stelvio begeistert mit Hecklastigkeit und spontaner Lenkübersetzung – zumindest bei trockener Straße. Bei Nässe oder Schnee gerät er jedoch ins Straucheln: Das ESP regelt zu spät ein, was zu unbehaglichem Verhalten führt.
Der VW Tiguan bietet ein berechenbares Handling mit präziser Lenkung und zuverlässigen Bremsen. Sein adaptives Fahrwerk gleicht Unebenheiten souverän aus und sorgt für hohen Fahrkomfort.
Komfort und Ausstattung
Beim Thema Komfort hat der Mercedes GLC dank seiner Luftfederung die Nase vorn: Unebenheiten werden nahezu vollständig ausgeglichen, während die Sitze auch auf langen Strecken bequem bleiben. Das Platzangebot ist großzügig – sowohl für Passagiere als auch für Gepäck.
Der BMW X3 punktet ebenfalls mit viel Raumangebot und einer modernen Infotainment-Struktur. Allerdings wirkt sein Sportfahrwerk trotz Adaptiv-Anpassung etwas lasch.
Der Alfa Romeo Stelvio bietet eine elegante Innenausstattung mit ordentlichen Sitzen und einem variablen Kofferraum. Allerdings zeigt sein Infotainment-System deutliche Schwächen im Vergleich zur Konkurrenz.
Der VW Tiguan überzeugt durch clevere Details wie eine Fernentriegelung für die Rückbanklehnen oder eine 230-Volt-Steckdose im Fond. Sein adaptives DCC-Fahrwerk erreicht fast das Niveau des GLC.
