Der Renault Captur präsentiert sich in seiner neuesten Version mit einem hochmodernen Vollhybrid-Antriebssystem. Herzstück ist ein 1,8-Liter-Vierzylinder-Saugbenziner, der 109 PS und 172 Nm Drehmoment liefert. Ergänzt wird er durch eine Elektromaschine mit einer Leistung von 36 kW sowie einen Startergenerator mit 15 kW. Das Multi-Mode-Getriebe des Captur kombiniert zwei Gänge für den Elektromotor mit vier Gängen für den Benzinmotor, was insgesamt 15 verschiedene Antriebsmodi ermöglicht – von rein elektrischem Betrieb bis hin zu einer Kombination aus beiden Motoren.
Besonders beeindruckend ist die Effizienz des Captur: Im Testschnitt verbraucht er lediglich 5,6 Liter Benzin pro 100 Kilometer, während er auf einer Eco-Runde sogar nur 4,2 Liter benötigt. Diese Werte sind vor allem durch die langen elektrischen Fahrphasen möglich, die von einem kompakten 1,4-kWh-Akku unterstützt werden. Komfortfeatures wie eine verschiebbare Rückbank und individuell anpassbare Interieurbeleuchtung runden das Angebot ab.
Dynamik und Komfort beim VW T-Roc
Der VW T-Roc hingegen setzt auf ein Mildhybrid-System in Verbindung mit einem 1,5-Liter-Turbobenziner (eTSI), das eine Leistung von 150 PS bietet. Der Motor arbeitet mit Technologien wie variabler Ladergeometrie, Zylinderabschaltung und dem Miller-Zyklus zur Effizienzsteigerung. Unterstützt wird er durch einen Riemenstartergenerator und einen kleinen Pufferakku, der Energie aus Rekuperation speichert.
In Sachen Fahrdynamik überzeugt der T-Roc mit einer präzisen Lenkung und einem adaptiven Dämpfungssystem (DCC), das in 15 Stufen zwischen Komfort und Sportlichkeit variiert werden kann. Allerdings zeigt sich das DCC weniger wirkungsvoll als bei größeren Modellen von VW. Der Verbrauch liegt mit Werten zwischen 5,3 Litern (Eco-Runde) und 6,3 Litern (Testschnitt) über dem des Captur.
Vergleich: Effizienz versus Agilität
Im direkten Vergleich zeigt sich der Renault Captur als effizienter und günstiger im Unterhalt. Seine lange elektrische Reichweite macht ihn besonders attraktiv für Fahrer mit Fokus auf niedrige Betriebskosten. Der VW T-Roc punktet hingegen mit besserer Fahrdynamik und einem hochwertigeren Innenraumdesign, das jedoch nicht frei von kleineren Verarbeitungsmängeln ist.
Preislich liegt der Captur ebenfalls vorn: Der getestete Renault war rund ein Viertel günstiger als sein Pendant von VW – ein entscheidender Vorteil für preisbewusste Käufer.
Alltagstauglichkeit beider Modelle
Beide Fahrzeuge bieten ausreichend Platz für Familien oder Pendler. Während der T-Roc durch seine langstreckentauglichen Vordersitze glänzt, fällt beim Captur die mangelnde Stütz- und Haltkraft des Sitzmobiliars negativ auf. Beide Modelle verfügen über flexible Rückbänke zur Anpassung des Kofferraumvolumens.
Im Bereich der Assistenzsysteme hat der T-Roc die Nase vorn: Funktionen wie ferngesteuertes Ausparken oder adaptiver Spurwechsel sind Features, die den Alltag erleichtern können. Der Captur hingegen punktet mit intuitiver Bedienbarkeit und cleveren Komfortlösungen wie variabler Blinkerlautstärke.







