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SEMA 2019
11/2019, Shelby Super Snake Sport F-150 Concept Shelby American
12/2019, Shelby Ford F-150 Super Snake Sport
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12/2019, Shelby Ford F-150 Super Snake Sport
11/2019, Shelby Super Snake Sport F-150 Concept 15 Bilder

Shelby F-150 Super Snake Sport

Ford-Pickup erhält 781 PS

Auf der SEMA gab es einen Vorgeschmack, nun ist es offiziell: Shelby baut 250 Exemplare des absurden Pritschenwagens. Der Ford F-150 Super Snake Sport ist sogar stärker als angekündigt.

Pickup-Tuning ist derzeit ein Riesenthema in den USA, was sich erst kürzlich bei der SEMA in Las Vegas beobachten ließ. Shelby zeigte dort einen Ford F-150 mit kleiner, zweitüriger „Regular Cab“ und kurzer Ladefläche. Damals allerdings offiziell noch als Konzeptstudie. Nun ist klar: Shelby baut den absurden Pritschenwagen. Exklusiv für Nordamerika entstehen maximal 250 Exemplare zum Stückpreis von mindestens 93.385 US-Dollar (umgerechnet aktuell etwa 84.400 Euro).

Kompressor-V8, Gewindefahrwerk, Hochleistungs-Bremsen

Dem F-150 treibt der Tuner die Handwerker-Anmutung komplett aus. Und zwar, indem er einen Kompressor-V8 installiert, der nicht weniger als 781 PS leistet. Das ist sogar mehr als angekündigt; das SEMA-Showcar stellte noch 765 PS in Aussicht. Allein mit der Zwangsbeatmung ist es natürlich nicht getan. Shelby optimiert außerdem die Luftansaugung, installiert einen neuen Wärmetauscher und ersetzt die Drosselklappe. Seine Abgase entlässt der Power-Pickup lautstark über eine Borla-Abgasanlage in die direkte Umgebung.

12/2019, Shelby Ford F-150 Super Snake Sport
Shelby American
Für den F-150-Laderaum gibt es ein neues Innenleben und eine neue Abdeckung.

Wozu das führt? Nun, zu einem Sprintwert von null auf 60 mph (96,6 km/h) in 3,45 Sekunden. Von null auf 100 mph (161 km/h) und wieder zurück zum Stillstand sollen nur 8,3 Sekunden vergehen. Dafür sind potente Stopper nötig, die Shelby in Form einer Baer-Bremsanlage installiert, die rundum mit geschlitzten Scheiben und vorne mit Sechs-Kolben-Sätteln arbeitet. Ein Gewindefahrwerk mit Tieferlegung, einstellbaren Dämpfern und Querlenkern sowie 22-Zoll-Aluminiumfelgen mit straßentauglichen Performance-Reifen im Format 305/40 R22 sollen die Querdynamik steigern.

Neues F-150-Design innen und außen

Der Shelby Ford F-150 Super Snake Sport trägt außerdem eine neue Motorhaube mit Lufthutze und eine andere Frontstoßstange inklusive Spoilerlippe. Auch den Kühlergrill haben die Shelby-Designer anders gestaltet. Der Ladefläche spendiert der Tuner eine neue Auskleidung und Abdeckung, während an der Karosserie Streifen und Embleme auf den Sonderstatus des dieses Ford F-150 hinweisen. Den Innenraum staffiert Shelby mit reichlich Leder und Karbon sowie neuen Fußmatten und Instrumenten aus. Außerdem gibt es stark getönte Scheiben, eine neue Pedalerie und Seriennnummer-Plaketten an Armaturenbrett und Motor.

Ähnlich stark wie der Shelby F-150 Super Snake Sport ist der neue Mustang Shelby GT500 bereits ab Werk: Aus seinem 5,2-Liter-Kompressor-V8 schöpft das Hardcore-Coupé 771 PS. Aber um seine „reinen Beschleunigungs-Fähigkeiten auszuloten“, wie es Vince LaViolette, der Vizepräsident und Entwicklungschef von Shelby American, nennt, musste eben doch etwas mehr Leistung her. Und so hat sich der Traditions-Tuner nochmals intensiv um das Auto gekümmert, das im Serienzustand bereits den Firmennamen in der Modellbezeichnung trägt, nun aber Shelby GT500 Dragon Snake heißt und ebenfalls auf der SEMA debütierte.

11/2019, 2020 Ford Mustang Shelby GT500 Dragon Snake
Shelby American
Shelbys zweite SEMA-Neuheit war der 2020er Ford Shelby GT500 Dragon Snake.

Der Auspuff ist „in 50 US-Staaten legal“

Das Leistungs-Upgrade von mehr als 40 PS – Shelby bleibt beim genauen Wert bisher unspezifisch – geht vor allem auf das Konto des optimierten Kompressors und neuer Ventilschafte. Hinzu kommen durchlässigere Katalysatoren, an die eine neue, „in 50 US-Staaten legale“ Abgasanlage anschließt. Zudem haben die Nachfahren des legendären Carroll Shelby das Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe neu abgestimmt. Damit der Shelby GT500 Dragon Snake auf der Viertelmeile endgültig zur „asphaltzerstörenden Waffe“ (LaViolette) mutiert, erhält er obendrein ein überarbeitetes Fahrwerk mit neuen Federn und Querstabilisatoren vorne und hinten.

An der Karosserie hat der Tuner dezent Hand angelegt, wenn man vom mächtigen Heckflügel, der Karbon-Motorhaube und den Aufklebern im Achtziger-Style einmal absieht. Dabei dürfte es aber nicht bleiben: Eine Breitbau-Variante ziehen die in Las Vegas ansässigen Leistungsfetischisten bereits in Betracht. Das Gewicht drückt Shelby, indem es die Fenster gegen leichtere Pendants austauscht. Die einteiligen, geschmiedeten Aluminium-Räder tragen Performance-Reifen und sind mit verstärkten und verlängerten Radmuttern an den Naben befestigt. Innen gibt es ein neues Leder-Interieur und eine Plakette am Armaturenbrett, die sich auch am Motor wiederfindet.

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Fazit

Die Amis heizen ja mit allem die Viertelmeile entlang, was Räder hat. Kein Wunder, dass Shelby American mit seinen beiden SEMA-Premieren ein breites Spektrum abdeckt. Schade, dass uns Europäern die Faszination an solchen Autos weitgehend verborgen bleibt. Deshalb ein Appell an die US-Car-Importeure: Holt ein paar dieser Kisten rüber – ein paar Drag Strips gibt es schließlich auch in Deutschland.

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