Audi hat 2025 weltweit 1.623.551 Millionen Fahrzeuge ausgeliefert. Das sind 2,9 Prozent weniger als 2024 und sogar 14,34 Prozent weniger als im Rekordjahr 2023 (rund 1,895 Millionen ausgelieferte Audis). Das markiert einen Sonderfall: Nach den Corona-Jahren sorgte Chipmangel für Absatzeinbußen. 2023 konnten die Autohersteller dann länger bestellte Autos ausliefern, Lieferzeiten abbauen und das Volumen aus den Mangeljahren quasi nachliefern.
Insofern mag ein Vergleich 2025 zu 2023 auf den ersten Blick weniger aussagekräftig erscheinen. Der Blick zurück zeigt aber, dass Audi vor der Pandemie jahrelang teils deutlich mehr als 1,8 Millionen Autos ausgeliefert hatte. Während der Pandemie und dem Energieschock durch den 2022 beginnenden Ukraine-Krieg sank der Absatz dann teils deutlich unter 1,7 Millionen und hat sich seitdem (bis auf 2023) auf diesem niedrigeren Niveau eingependelt.
China und USA sorgen für Minus
Die Gründe liegen nur bedingt in der stockenden Antriebswende begründet, sondern an schrumpfenden Exportmärkten, wobei das Minus in China wiederum vor allem vom nicht konkurrenzfähigen E-Auto-Portfolio dort herrührt. Mit neuen Modellen aus dem Joint Venture mit SAIC und dem China-Label AUDI ohne Ringe (siehe Bildergalerie) steuern die Ingolstädter gegen. Der E5 beispielsweise kommt vergleichsweise gut an. Trotzdem sank der Absatz im Reich der Mitte um fünf Prozent auf immer noch beachtliche gut 617.000 Stück – das entspricht 38 Prozent des Gesamtabsatzes und zeigt die große Abhängigkeit Audis vom chinesischen Markt.
Mit 12,2 Prozent fällt das Minus in Nordamerika deutlich größer aus, wo die Bedeutung von E-Autos gerade rapide abnimmt, wo aber Donald Trumps Zölle in Deutschland produzierte Autos teuer machen. Nur mehr gut 202.000 Fahrzeuge konnte die VW-Tochter in den USA und Kanada (der Markt ist deutlich im Plus, aber viel kleiner) verkaufen. Gegensteuern müsste der Autobauer mit einer Produktion vor Ort. Im Interview mit auto motor und sport sagte Audi-Chef Gernot Döllner am Rande der Präsentation des Concept C im September 2025 zu einem US-Werk für Audi: "Wir prüfen aktuell unterschiedliche Möglichkeiten – auch, aber nicht nur vor dem Hintergrund der Zölle. Im Herbst bereiten wir eine Entscheidung vor – noch in diesem Jahr fällt sie." Noch aber ist keine Entscheidung bekannt geworden.
Andere Märkte können die Dellen nicht glätten
Audi kommentiert die Absatzzahlen so: "Auch im Jahr 2025 prägten anspruchsvolle geopolitische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen die Auslieferungszahlen. Nicht nur eine intensive Wettbewerbssituation in China, sondern auch die amerikanische Zollpolitik stellten die gesamte Automobilbranche vor große Herausforderungen und wirkten sich auf das internationale Konsumverhalten aus. Auch die soliden Ergebnisse in Europa, Deutschland und den Übersee- und Wachstumsmärkten konnten diese Einflüsse nicht gänzlich kompensieren."

Der Audi-Absatz der Jahre 2023 bis 2025 in einzelnen Regionen.
Der Blick zurück zeigt aber, dass keine Marktregion gegenüber 2023 wachsen konnte und nur Deutschland sowie die Überseemärkte im Vergleich zu 2024.
E-Auto-Anteil wächst stark
Zweistelliges Wachstum zeigte auf den meisten Absatzmärkten hingegen der E-Auto-Anteil (außer in China, wo Audi ihn wohl mit Bedacht nicht angibt). Insgesamt hat Audi gut 223.000 vollelektrische Modelle (+36 Prozent) ausgeliefert, davon allein in Europa 113.000 (+40 Prozent). Besonders beliebt nennt Audi die neuen Modelle A6 E-Tron (37.000 Stück) und Q6 E-Tron (84.000 Stück).
Positiv stimmt das Unternehmen, dass die weltweiten Auslieferungen seit September 2025 in jedem Einzelmonat den Vorjahreswert übertroffen haben. Auch hätten die Auftragseingänge im Jahr 2025 in Westeuropa mehr als 13 Prozent über dem Vorjahr gelegen, bei den elektrischen Modellen sogar um rund 58 Prozent.












