02/2020, ADAC Sommerreifentest 2020 VW Golf GTI Ford Kuga ADAC
02/2020, ADAC Sommerreifentest 2020 VW Golf GTI
02/2020; Continental Premium-Contact 6
02/2020, ADAC Sommerreifen-Test 2020 225/40 R18
02/2020, ADAC Sommerreifen-Test 2020 225/40 R18 11 Bilder

ADAC-Sommerreifen-Test 2020

Die richtigen Pneus für die Golf-Klasse und SUV

Der ADAC hat Sommerreifen in zwei Dimensionen getestet: in 225/40 R18 für die Golf-Klasse und in 235/55 R17 für SUV und Vans – mit jeweils guten Ergebnissen.

Das Qualitäts-Niveau bei aktuellen Reifen-Modellen liegt sehr hoch: Das ist die zentrale Erkenntnis des ADAC-Sommerreifen-Tests 2020. 28 Pneus in zwei Dimensionen haben die Tester des Automobilclubs genauer unter die Lupe genommen – und dabei nur einen echten Versager identifiziert: Der Laufenn S-Fit EG schnitt in der Dimension 235/55 R17 mit der Note 5,0 und damit mit mangelhaft ab, weil er sich bei Nässe und beim Bremsen von einer sehr schlechten Seite präsentiert. Er ist damit zusammen mit dem Rotalla Setulla S-Pace RU01 in 225/40 R18 (Note 3,6; ausreichend) der einzige Reifen aus dem Testfeld, der nicht mindestens das Prädikat "befriedigend" erreicht.

235/55 R17: Der teuerste Reifen ist auch der beste

Zur Wahrheit gehört aber auch: Keiner der Reifen bekommt die Note 0,6 bis 1,5 und damit ein "sehr gut". Selbst der bestbewertete Pneu, der Michelin Primacy 4 in der für Mittelklasse-SUV und Vans gerne gewählten Dimension 235/55 R17, erhält lediglich den guten Notenschnitt 1,9. Das Modell überzeugt besonders beim Verschleiß (1,0) und zeigt bei den anderen Testkriterien (Trockenheit, Nässe, Geräuschentwicklung und Kraftstoffverbrauch) gute und ausgewogene Leistungen. Er ist mit einem Preis von 164 Euro pro Stück aber auch mit Abstand der teuerste Vertreter.

02/2020, ADAC Sommerreifen-Test 2020 235/55 R17
ADAC
Im Testfeld der 235/55 R17er-Reifen finden sich sowohl der absolute Sieger als auch der Verlierer.

Der Preis-Leistungs-Sieger ist dagegen der Maxxis Premitra 5, der mit 103 Euro genauso günstig ist wie der Testverlierer Laufenn S-Fit EQ, aber die Note 2,3 erreicht. Damit ist er nur etwas schlechter als der Bridgestone Turanza T005 (Note 2,1; 147 Euro) und dem 149 Euro teuren Pirelli Cinturato P7 ebenbürtig. Eine Enttäuschung ist dagegen der Eco-Contact 6 von Continental: Der mit 158 Euro zweitteuerste Reifen im Feld landet mit der befriedigenden Durchschnittsnote 2,8 lediglich im Mittelfeld.

225/40 R18: Nächster Preis-Leistungs-Sieger von Maxxis

Interessanterweise bietet Continental in der bei Kompaktwagen beliebten Dimension 225/40 R18 den Testsieger an. Mit der Durchschnittsnote 2,1 gewinnt der Premium-Contact 6 zusammen mit dem Michelin Pilot Sport 4 diese Kategorie. Während der Conti-Reifen bei Nässe (1,7) überragt, zeigt er Schwächen bei der Geräuschentwicklung (3,6). Die besten Disziplinen des Michelin-Pneus sind Trockenheit und Kraftstoffverbrauch (jeweils 1,9), während er bei der Lautstärke nicht überzeugen kann (2,9).

02/2020, ADAC Sommerreifen-Test 2020 225/40 R18
ADAC
Bei den 225/40 R18er-Pneus ist das Feld deutlich enger zusammen; einen echten Versager gibt es nicht.

Knapp dahinter auf dem dritten Platz landet der Goodyear Eagle F1 Asym 5, der ebenso wie der Maxxis Victra Sport 5 eine 2,2 erhält. Während die Podiums-Reifen mit Preisen zwischen 116 und 128 Euro allesamt zu den kostenintensiven Vertretern ihrer Zunft gehören, besticht der 92 Euro teure Maxxis wieder durch ein starkes Preis-Leistungs-Verhältnis. Ähnliches trifft auf den Sava Intensa UHP 2 (84 Euro; Note 2,7) und mit Abstrichen den Kumho Ecsta PS71 (92 Euro; Note 3,0) zu. Ziemlich schlecht schneidet in diesem Zusammenhang der Pirelli P Zero ab: Er kostet 120 Euro, erreicht aber nur eine 3,0.

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Fazit

Dass das Niveau insgesamt sehr hoch ist, macht die Auswahl des richtigen Reifens nicht gerade einfacher – denn dadurch kommt es umso mehr auf die Details an. Generell empfiehlt der ADAC, beim Reifenkauf das eigene Fahrverhalten zu berücksichtigen. Fährt man nur wenig oder stellt besonders hohe Ansprüche an die Fahrdynamik, sind die Kriterien "Verschleiß" und "Kraftstoffverbrauch" eventuell zu vernachlässigen – und kommen damit andere Modelle infrage als für Vielfahrer, die einen guten Allround-Pneu benötigen.

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