Das Unternehmen hat beim Amtsgericht Delmenhorst ein Sanierungsverfahren in Eigenverwaltung beantragt und das Gericht hat dies auch bereits bewilligt. Die Geschäftsführung führt das Unternehmen also weiterhin selbst, während ein Sachwalter den Prozess überwacht. Trotz dieser schwierigen Lage bleibt der Betrieb aufrecht, und die Produktion sowie der Service für die Kunden laufen unverändert weiter. Die Atlas GmbH setzt alles daran, die Kontinuität des Geschäftsbetriebs zu gewährleisten und gleichzeitig an einer Stabilisierung zu arbeiten. Für die rund 400 Mitarbeiter gilt: Die Gehälter werden bis April 2026 über das Insolvenzgeld abgesichert. Das ermöglicht zumindest ein bisschen Planungssicherheit und sich eine neue Arbeitsstelle zu suchen. Die Finanzierung des Insolvenzgelds erfolgt über die Insolvenzgeldumlage (Umlage U3) einer Solidargemeinschaft aus Arbeitgebern, die Auszahlung übernimmt die Bundesagentur für Arbeit (BA).
Sanierungsverfahren als Reaktion auf schwierige Marktbedingungen
Die Branche steht unter Druck, und auch Atlas musste in den letzten Monaten einige Rückschläge einstecken. Aufträge gingen zurück, die Auslastung sank bei konstant hohen strukturellen Kosten.
Das Unternehmen verfolgt nun das Ziel, Zeit zu gewinnen. Die Eigenverwaltung ermöglicht es der Geschäftsführung im besten Fall, die nötigen Veränderungen vorzunehmen, ohne den laufenden Betrieb zu gefährden. Dabei stehen natürlich die Optimierung der Kostenstrukturen und die Anpassung der Unternehmensabläufe im Fokus. Gleichzeitig soll versucht werden, durch neue Perspektiven und Investoren frisches Kapital zu gewinnen. Gespräche mit potenziellen Geldgebern laufen angeblich bereits.
Eine Geschichte von Höhen und Tiefen
Gegründet 1919, ist es für Atlas nicht das erste Mal, dass das Unternehmen schwierige Zeiten durchmacht. Doch die Marke steht nach wie vor für robuste Maschinen und eine hohe Produktqualität. Heute stellt das Unternehmen in Niedersachsen verschiedene Maschinen wie Mobil- und Kettenbagger, Umschlagmaschinen sowie Ladekräne her.












