Das Kleinwagen-Segment ist mit Blick auf die Verbrenner in einer Abwärtsspirale. Einstiegsmodelle oder ganze Baureihen verschwinden nach und nach aus den Portfolios der Hersteller. Viele EU-Regularien zu Emissionswerten und Pflicht-Assistenzsystemen machen die kleinen Fahrzeuge unwirtschaftlich. Doch gerade im Bereich der E-Mobilität wird der Ruf nach bezahlbaren Einstiegsmodellen nicht leiser. Und die Industrie hört zu. Wir stellen hier sieben Modelle vor, die teilweise auch durch zusätzliche Händler-Boni aktuell dank Prämie besonders günstig zu haben sind.
Dacia Spring
Der Spring ist sowieso eine der günstigsten Optionen für den Umstieg auf E-Mobilität gewesen. Wer jetzt schnell ist und bis zum 28.02.2026 einen Kauf- oder Leasingvertrag bei Dacia unterschreibt, zahlt im besten Fall gerade mal 5.900 Euro für einen fabrikneuen Spring. Der Grund: Dacia selbst gibt aktuell noch einen E-Auto Bonus von 5.000 Euro. Zusammen mit der maximalen staatlichen Fördersumme von 6.000 Euro reduziert sich der Preis auf eben jene 5.900 Euro. Wir haben nachgefragt und beide Boni sind tatsächlich kombinierbar. Der Dacia-Bonus gilt aber eben nur bis zum 28.02. Doch auch wenn der wegfällt, kann man einen Basis-Spring mit höchster Prämie für 10.900 Euro abgreifen.
Citroën ë-C3
Die Marketingabteilung der Stellantis-Marke Citroen hat sich direkt auf die Rückkehr der Förderprämie gestürzt und bietet aktuell eine Verdoppelung des Fördersumme an. Egal für welchen Betrag euch euer jährliches Haushaltseinkommen qualifiziert, Citroen schenkt euch die gleiche Summe. Damit sind im günstigsten Fall zusammen bis zu 12.000 Euro Nachlass möglich, was den e-C3 zum Preis von 7.990 Euro in eure Garage stellt. Ausgehend vom Basismodell natürlich. Achtung: Citroen gibt im Konfigurator bereits um 3.000 Euro reduzierte Preise an, weil die standardmäßig abgezogen werden (übrigens auch für alle, die sich gar nicht für eine Förderung qualifizieren). Zusätzlich wird dann noch die staatliche Subvention abgezogen und, falls das mehr sind als 3.000 Euro, die zusätzliche Verdoppelung von Citroen.
Fiat Grande Panda Elektro
Fiat bietet den Elektro-Grande-Panda-Kunden an, die Leasing-Sonderzahlung, also die Anzahlung, über die staatliche Förderung ganz oder teilweise abzudecken. Auf der Website lockt der Hersteller mit Leasingraten ab 99 Euro monatlich. Das Auto gibt es mit 113 Elektro-PS in der Ausstattungslinie Pop ab 24.990 Euro. Einen eigenen Elektro-Rabatt hat Fiat aktuell nicht im Programm. Mit der maximalen staatlichen Prämie von 6.000 Euro kostet der Grande Panda Elektro dann also noch 18.990 Euro.
Renault Twingo E-Tech Electric
Bleiben wir beim Retro Charme, springen aber von Italien nach Frankreich. Der jüngst vorgestellte neue Renault Twingo E-Tech Electric war vom Start weg als günstiges Einsteiger-Elektroauto konzipiert. Mit einem cleveren Raumkonzept, guter Ausstattung und liebenswerten Design-Details hat der kleine Stromer schon vor seiner Markteinführung Herzen erobert. 21.590 Euro will Renault mindestens für den Elektro-Twingo haben. Zieht man die maximale Prämie ab, bleiben 15.590 Euro übrig. Mit einer Reichweite von bis zu 260 Kilometern und bis zu 50-kW-DC-Ladeleistung qualifiziert sich der Twingo vor allem für den städtischen Verkehr. Leasingraten starten bei 179 Euro pro Monat. Im Frühjahr 2026 will Renault aber noch eine günstigere Einstiegsversion ab 19.990 Euro nachlegen. Vielleicht lohnt es sich also noch zu warten.
Renault 5 E-Tech Electric
Bleiben wir bei Retro, bleiben wir in Frankreich, ja – sogar bei Renault selbst. Eines der coolsten Autos, die in letzter Zeit auf den Markt gekommen sind, ist die elektrische Neuauflage des R5. Verglichen mit dem Twingo haben die Kunden hier etwas mehr Spielraum, müssen aber auch tiefer in die Tasche greifen. Mit kleinem Akku kostet der R5 in der Basis 28.000 Euro. Wer bis zu 412 Kilometer Reichweite will, zahlt mindestens 31.000 Euro. Durch die maximale Förderung fiele man hier auf 22.000 beziehungsweise 25.000 Euro Anschaffungspreis. Im Leasing bietet Renault den R5 zu Monatsraten ab 202 Euro an. Interessant dürfte beim R5 die Prämie vermutlich vor allem für diejenigen werden, die jetzt eher geneigt sind, zum größeren Akku mit 52 kWh zu greifen und damit den Einsatzbereich des Autos im Alltag etwas ausweiten.
Opel Corsa-e
Auch den elektrischen Opel Corsa gibt es in zwei Varianten, wobei sich hier vor allem die Leistung und weniger die Kapazität unterscheiden. Für 29.990 Euro fährt der E-Corsa mit 136 PS und 50-kWh-Akku vor, für 31.490 Euro spendieren die Rüsselsheimer 156 PS und 51 kWh. Trotz des geringen Kapazitätsunterschieds kommt die größere Variante laut WLTP mit bis 429 Kilometern fast 70 Kilometer weiter als das Basismodell. Gründe dafür sind der effizientere Motor, aber vor allem auch eine veränderte Zellchemie. Ähnlich wie beim R5 dürften dank der Förderung nun wohl mehr Interessenten weiter oben ins Regal greifen. Im Idealfall zahlt man abzüglich der Förderung nur noch 25.490 Euro für die 156-PS-Variante. Nettes Detail übrigens: In diesem Auto gibt es selbst für den Stromer noch einen ausklappbaren Zündschlüssel für ein klassisches Zündschloss, in dem der Schlüssel gedreht werden muss.
Mini Cooper Electric
Wer hätte gedacht, dass ein Mini Cooper tatsächlich billiger sein kann als ein Opel Corsa ? Im Falle der Elektromodelle ist das tatsächlich so. Den Mini Cooper E kriegt ihr aktuell ab 28.450 Euro im Essentrial Trim. Volle Förderung weg, bleiben 22.450 Euro. Dafür gibt’s mit 184 PS sogar mehr Leistung als im Opel, allerdings auch eine geringere Reichweite von maximal 300 Kilometern wegen des kleineren Akkus und eine geringere DC-Ladeleistung von 75 statt 100 kW. Die Daten schreien auch hier "Stadtauto" – ohne größere Überland- oder gar Langstrecken-Ambitionen. Übrigens zur Beruhigung: Wer "all in" geht und den elektrischen John Cooper Works mit allem Klimbim nimmt, landet bei rund 45.000 Euro und damit wieder in der natürlichen Ordnung des Preisgefüges. Dann aber immerhin mit 366 Kilometern Reichweite und flotten 258 PS.












