Mit dem Ferienende in Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern sowie in Teilen der Niederlande erwarten die österreichischen Autoclubs eine stärkere Rückreisewelle. In Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen dauern die Sommerferien dagegen an. Auf den Nord-Süd-Routen treffen damit Heimreisende auf Urlauber, die erst in Richtung Österreich, Italien, Slowenien oder Kroatien starten.
Der erste stärkere Verkehr ist bereits am Freitagnachmittag auf den Stadtausfahrten zu erwarten. Am Samstag dürften vor allem die klassischen Transitrouten belastet sein. Für Sonntagnachmittag und Sonntagabend rechnen die Verkehrsclubs mit besonders starkem Rückreiseverkehr in Richtung Deutschland.
A10, A12 und A13 bleiben wichtige Stauschwerpunkte
Zu den besonders belasteten Strecken gehören erneut die Tauernautobahn (A10), die Inntalautobahn (A12) und die Brennerautobahn (A13). Auf der A10 nennt der ÖAMTC unter anderem die Bereiche zwischen Golling und Flachauwinkel sowie den Großraum Spittal an der Drau. Auf der Brennerroute bleibt die Baustelle an der Luegbrücke ein Engpass.
Auch die Fernpassstraße (B179) dürfte stark belastet werden. Dort trifft der Rückreiseverkehr aus Tirol und Italien auf Urlauber, die noch in Richtung Süden unterwegs sind. Am Karawankentunnel auf der A11 sind laut ÖAMTC Wartezeiten von mehr als einer Stunde möglich.
Diese Strecken sind besonders staugefährdet
- A1 Westautobahn im Großraum St. Pölten, zwischen Walserberg und Salzburg sowie auf den Zufahrten zur A10
- A2 Südautobahn zwischen Steinberg und Bad St. Leonhard sowie im Bereich der Tunnelkette Pack
- A4 Ostautobahn vor dem Grenzübergang Nickelsdorf
- A8 Innkreisautobahn im Raum Wels und vor dem Grenzübergang Suben
- A9 Pyhrnautobahn vor Bosruck- und Gleinalmtunnel, vor den Mautstellen, im Großraum Graz und vor dem Grenzübergang Spielfeld
- A10 Tauernautobahn zwischen Salzburg und Golling, im Raum Werfen, zwischen Flachauwinkel und Golling, vor den Mautstellen und Tunnelbereichen sowie im Großraum Spittal an der Drau
- A11 Karawankenautobahn zwischen St. Jakob und dem Karawankentunnel
- A12 Inntalautobahn zwischen Kufstein beziehungsweise Kiefersfelden und Innsbruck
- A13 Brennerautobahn zwischen Innsbruck beziehungsweise Matrei und der Mautstelle Schönberg sowie im Bereich der Luegbrücke
- A14 Rheintalautobahn zwischen Dornbirn und Hohenems
- S16 Arlberg Schnellstraße vor den Tunnelbereichen
- B169 Zillertalstraße zwischen dem Inntal und Kaltenbach
- B179 Fernpassstraße zwischen Füssen beziehungsweise dem Grenztunnel Vils und Nassereith
- B181 Achenseestraße zwischen Wiesing und dem Achenpass
- B189 Mieminger Straße zwischen Telfs und Nassereith
- L190 Vorarlberger Straße im Großraum Feldkirch
Auch auf den Zufahrten außerhalb Österreichs müssen Autofahrer mit Verzögerungen rechnen. In Deutschland betrifft das vor allem das Große Deutsche Eck mit A8 und A93. In Südtirol dürfte die Brennerautobahn A22 ebenfalls stark belastet sein.
In Italien nennt der ÖAMTC außerdem die A23 im Kanaltal vor der Mautstelle Ugovizza. Verzögerungen sind zudem am Grenzübergang Gruskovje/Macelj zwischen Slowenien und Kroatien möglich. An den Grenzen zu Deutschland können sich während der Rückreisewelle ebenfalls längere Wartezeiten bilden.
A10 mit weiteren Sperren an Anschlussstellen
Auf der Tauernautobahn werden die Maßnahmen gegen den Ausweichverkehr am Samstag (22.8.2026) ausgeweitet. Laut ÖAMTC werden Sperrgitter an der Auffahrt Werfen sowie an den Abfahrten Pfarrwerfen und Zubringer Bischofshofen eingerichtet.
Damit soll verhindert werden, dass Autofahrer bei Stau auf der A10 auf das nachgeordnete Straßennetz ausweichen. Zusätzlich gelten weiterhin die bestehenden Abfahrtssperren für den Durchreiseverkehr auf mehreren Abschnitten der Tauernautobahn.
Baustellen verschärfen die Verkehrslage
Ein Schwerpunkt bleibt die Südautobahn (A2) im Packabschnitt. Dort läuft die Sanierung der Tunnelkette Pack. Zwischen Herzogbergtunnel und der Anschlussstelle Packsattel steht in einem Baustellenbereich nur ein Fahrstreifen zur Verfügung.
Nach Angaben des ÖAMTC kommt es dort insbesondere im Wochenendverkehr immer wieder zu Blockabfertigungen vor den Tunnelbereichen. Dadurch können sich die Durchfahrtszeiten zwischen Steinberg und Bad St. Leonhard deutlich verlängern.
Weitere Baustellen befinden sich unter anderem auf der Westautobahn (A1) bei St. Pölten sowie auf der Pyhrnautobahn (A9) zwischen Graz-Webling und Schwarzlsee. Auf der A13 bleibt die Verkehrsführung im Bereich der Luegbrücke ein zusätzlicher Staufaktor.
Gerade vor Tunnelbereichen und Mautstellen können die vorhandenen Engpässe den Rückreiseverkehr zusätzlich bremsen. Betroffen sind unter anderem die Tunnelbereiche der A9 und A10 sowie die Mautstellen auf der Pyhrn-, Tauern- und Brennerroute.
Frequency sorgt für zusätzlichen Verkehr bei St. Pölten
Zusätzlicher Verkehr entsteht rund um St. Pölten durch das FM4 Frequency Festival. Die Veranstaltung läuft von Donnerstag bis Samstag. ARBÖ und ÖAMTC rechnen mit rund 140.000 Besuchern.
Betroffen sind vor allem die Anschlussstelle St. Pölten-Süd an der Westautobahn (A1) und St. Pölten-Ost an der Kremser Schnellstraße (S33). Die stärkste Abreisewelle wird am Sonntag erwartet und fällt damit mit dem ohnehin starken Rückreiseverkehr zusammen.
Veranstaltungen bringen weitere Behinderungen
In Wien finden am Samstag und Sonntag die Vienna Classic Days statt. Rund um die Ringstraße sind deshalb kurzfristige Verkehrsanhaltungen und Behinderungen möglich. In Vorarlberg laufen außerdem die letzten Veranstaltungen der Bregenzer Festspiele, wodurch im Raum Bregenz zusätzliches Verkehrsaufkommen entstehen kann.
Am Sonntag findet außerdem der Kufsteinerland Radmarathon statt. Im Stadtgebiet von Kufstein und entlang der Strecke wird zeitweise der Verkehr angehalten. Damit kann es auch abseits der großen Transitachsen örtlich zu Verzögerungen kommen.








