Hyundai verabschiedet sich beim Tucson vom weichen Crossover-Look und stellt das SUV deutlich aufrechter hin. Die Karosserie schneidet mit schärferen Kanten durch den Wind, die Radhäuser wirken kräftiger, die Flächen sind straffer gespannt. Ein schmales, horizontales Lichtband zieht über die Front und ist außen durch vertikale Leuchtelemente begrenzt. Die Lichtgrafik des Hecks ähnelt, der an der Front folgen die Designer ebenfalls dem Vertikal-Look erneut auf und verbindet die Leuchten optisch über ein horizontales Element – die Heckklappe wirkt optisch ruhig. Auf den ersten Fotos zeigt Hyundai auch eine XRT-Variante. Diese fällt durch eine etwas robustere Optik auf – bisher gab es sie nur für den US-Markt.
Mehr Länge, mehr Radstand, mehr Breite
Hyundai lässt den Tucson in alle Richtungen wachsen: 4,70 Meter Länge bedeuten plus 60 Millimeter. Den Radstand streckt Hyundai auf 2.785 Millimeter, rund die Hälfte des Zuwachses landet zwischen den Achsen. In der Breite legt der SUV um 40 Millimeter auf 1.905 Millimeter zu, in der Höhe um 20 Millimeter auf 1.685 Millimeter. Hyundai verspricht zudem 29 Millimeter mehr Kopffreiheit im Fond.
Fond heller, größer und leichter zugänglich
Die hintere Seitenscheibe fällt großzügiger aus und signalisiert mehr Raumgefühl. Hyundai erleichtert auch den Einstieg: Die hinteren Türen öffnen nun bis 83 Grad, zehn Grad weiter als bisher. Für den Einstieg, das Einladen von Gegenständen oder die Montage eines Kindersitzes dürften diese zehn Grad den Komfort spürbar erhöhen.

Oben und unten abgeflachtes Lenkrad und gerade Linien im aufgeräumten Cockpit beim neuen Hyundai Tucson.
Großer Screen, klare Bedienlogik
Im Innenraum setzt Hyundai auf einen großen, zentralen Bildschirm und ein digitales Kombiinstrument. Unter dem Bildschirm bleiben physische Tasten erhalten – ein ausdrücklicher Kundenwunsch, dem immer mehr Hersteller folgen (zum Beispiel VW und Mercedes). Das Armaturenbrett wirkt breiter und aufgeräumter als bisher. Dazu kommen holzartige Zierelemente, soft wirkende Oberflächen und Ambientelicht, die dem kantigen Außenauftritt Innenraum-Wärme entgegensetzen.

Die markante Front-Lichtgrafik taucht auch am Heck wieder auf.
Pleos-Infotainment
Hyundai zeigt den Tucson bereits mit dem neuen Pleos-Infotainment (Pleos Connect). Autoblog sieht in der Basis des Systems Android Automotive, Hyundai selbst lässt dazu aber noch Details offen.
Was bedeutet "Pleos" bei Hyundai?Pleos ist die globale Software-Plattform der Hyundai Motor Group (Hyundai, Kia, Genesis) für softwaredefinierte Fahrzeuge. Der Name kombiniert das griechische Wort für "mehr" (pleo) mit OS für Betriebssystem. Die Technologie verbindet das Infotainment-System Pleos Connect mit einer eigenen Entwickler-Plattform und Cloud-Systemen. Zu den Highlights gehört der KI-Sprachassistent Gleo AI, der natürliche Gespräche verstehen soll und den Fahrtkontext einbezieht.
Technik? Hyundai hält die Motorhaube noch geschlossen
Hyundai nennt zum Start keine Daten zu Motoren, Hybridvarianten oder Leistungen. Erlkönig-Jäger haben allerdings kürzlich in den österreichischen Alpen einen Tucson erwischt, dessen Bremsen bei Zuglast-Tests anscheinend Feuer gefangen hatten. Preise und Marktstart lässt die Marke ebenfalls offen. Gerüchteweise startet das Angebot zuerst in Korea – später in diesem Jahr. Weitere wichtige Märkte wie der US- und der europäische Markt dürften 2027 folgen.












