Jeden Freitag neu: Echt jetzt? Ist das Kunst oder kann das weg?

1/24 Der Blick durch den Qualm Gib Gummi!

2/24 Reinigungs-Benzin? Warum diese Frau ihr Auto nicht mit Benzin wäscht!

3/24 Pink is beautiful! Rosa? Kann nicht jeder tragen!

4/24 Pelz ist peinlich! Ist das Mode, oder kann das weg?

5/24 Alles dicht Hauptsache quer!

6/24 Auf dem Holzweg? Schnitz-Technik

7/24 Nicht schön. Und zum Glück selten. Eine Frage, die niemand gestellt hat

8/24 Wohnen mit Überhang Hätten wir alle nicht gerne mehr Platz?

9/24 Unter Strom Lade-Infrastruktur? Alter Hut!

10/24 Heiße Kiste Brandheißer Notruf

11/24 Recht und Gesetz Keine Scherze über Judge Dredd

12/24 Zeichnen per Containerschiff Kunst im Ozean

13/24 Karton mit Straßenzulassung Klare Kante

14/24 Mercedes-Geist im BMW iX Wie kommt die C-Klasse in den BMW-Stoßfänger?

15/24 6x6 am Audi Q8 Zellteilung oder Offroad-Traum?

16/24 Polo mit tollen Hupen Ich hup' euch was!

17/24 Laden? Leider viel zu laut! Bei denen fiept's wohl!

18/24 Pick-up, Tomate, Papagei Irgendwas mit getrockneten Tomaten

19/24 "HeliPo" von Heiko Saxo Warum baut Porsche keine Hubschrauber?

20/24 Fahrradi Model MD Flach, rot und trotzdem kein Ferrari

21/24 Multipla-Mutante Wenn Corona einen Kombi ansteckt, ...

22/24 Do-it-yourself-Plakette TÜV? Ja... fast!

23/24 Und jetzt: Musik! Hit me Baby one more time!

24/24 Rechtschreib-Poliezi Hier kontrolliert die Rechtschreib-Poliezi

Burnout mit Infrarotkamera Youtube / Queensland Aerial
Start

Echt jetzt?: Geliebt, gelacht aber unveröffentlicht

Genial oder gaga? Nicht alles, was die Redaktion erreicht, schafft die große News-Karriere. Aus Gründen. Eigentlich schade drum, oder?

Wie ein Ford F-150 Pick-up, ein Papagei und getrocknete Tomaten miteinander zu tun haben? Woher sollen wir das denn wissen?
Künstler Heiko Saxo kombiniert einen Porsche 917 mit einem Enstrom-Helikopter. Das Duo fliegt zwar nicht aus eigener Kraft, aber an einem Porsche-Thema kommen wir halt einfach nicht vorbei.
Der (oder das?) Fahrradi Model MD von Künstler Hannes Langeder sieht aus wie ein historischer Formel-Renner, ist aber vor allem ein Zitat der berühmten Readymates von Marcel Duchamp.
Billige Witze auf Kosten des Fiat Multipla? Hier entlang, bitte!
Punkt, Punkt, Komma, Strich, fertig ist das Siegel-Gesicht ...
Der Elektro-Sound des Lotus Evija hat V8-Wurzeln. Wieder was gelernt.

Was in der Redaktionskonferenz passiert, bleibt in der Redaktionskonferenz. Natürlich gibt es diese Regel nicht. Aber es gibt durchaus Themen, die es am Ende jeder redaktionellen Planungsrunde nicht auf die Webseite schaffen. Weil's eigentlich immer viel zu viele Themen für viel zu wenig Redakteure gibt. Und weil auch wir manchmal ratlos vor Themen stehen, die zwar irgendwie etwas mit Autos oder Mobilität zu tun haben, sich aber standhaft weigern, in irgend eine Schublade zu passen. Sowas blieb bislang liegen. Mal aus guten, mal aus nicht so guten Gründen. Trotzdem schade drum, finden wir. Und haben aus diesem Grund diese neue Schublade eingerichtet. Die hat reichlich Platz für die großen und kleinen Ab- und Besonderlichkeiten. Kommt ab sofort jeden Freitag neu. Viel Spaß damit!

Man könnte natürlich versuchen zu erklären, warum Auto-Fans auf der ganze Welt immer wieder Spaß daran haben, die Reifen ihrer Boliden effektvoll in Rauch aufgehen zu lassen. Solche Burnout-Orgien sind laut, überhaupt nicht gut für die Umwelt und in Sachen Dauerhaltbarkeit wenig förderlich. Gemacht's wird trotzdem. Weil sich eben nicht jeder Spaß erklären lässt. Ein grundsätzliches Problem solcher Veranstaltungen: Als Zuschauer hat man oft nur sehr kurz was davon. Weil's irgendwann so verqualmt ist, dass man eh nichts mehr erkennen kann. Die Drohnen-Profis von Queensland Aerial haben da die Lösung: Sie filmen die Qualmerei aus der Luft per Infrarot-Kamera. Das macht die ganze Burnout-Fahrerei kein Stück sinnvoller. Ist aber in der Tat hübsch anzusehen. Oder?

Driften ohne Qualm? Geht auch. Wenn man mit einem Porsche Taycan einen Rekord brechen will. Geht doch!

Ja, bei diesen Bildern bleibt einem kurz das Herz stehen. Da übergießt jemand sein SUV in aller Seelenruhe mit Benzin und ist offensichtlich der Meinung, das sei reinigungstechnisch eine prima Idee. Waschbenzin ist ja bei allerlei Flecken ein prima Hilfsmittel. Aber fürs ganze Auto? So bekloppt kann doch bitte wirklich niemand sein. Und so wie es aussieht, hat sich das Ganze auch wirklich nicht so zugetragen. Was die Dame da über ihr Auto kippt, ist ziemlich sicher reines Wasser und die Zapfpistole schlicht nur auf einen Wasserschlauch gefummelt. Ein "netter" Gag eines TikTok-Users.

Ganz ohne Drama: Unsere Tipps für den Frühjahrsputz am Auto

Dieser eigenwillig lackierte Ford Explorer geistert in diesen Tagen durchs Netz. Die Auktionsplattform Mecums hat das Schätzchen im Angebot und geht davon aus, für den Ford Explorer aus dem Jahr 2013 bis zu 20.000 Dollar erzielen zu können. Warum das ein guter Deal sein könnte? Weil da wahrscheinlich kein x-beliebiger Explorer zum Verkauf steht, sondern ein so genannter Police Interceptor. Sprich: ein ehemaliges Polizeifahrzeug. Darauf deutet zumindest der überdimensionale Rammbügel an der Front hin. Und warum ist der dann bitte pink? Das ist aus der Ferne schwer zu sagen. Mein Tipp: Die US-Polizei beteiligt sich immer wieder an Charity-Aktionen und gestaltet dafür Fahrzeuge um. Gut möglich, dass dieser Explorer im Rahmen des so genannten "Pinktober" im Einsatz war, mit dem weltweit auf die Gefahr von Brustkrebs hingewiesen wird.

Natürlich gibt's den Explorer auch als echtes Polizeifahrzeug: Ford Police Interceptor 2019

Abgesehen davon, dass mir alleine beim Blick auf den Pelzmantel die Galle hochkommt, darf an dieser Stelle die Frage erlaubt sein, warum wir um alles in der Welt dieses Foto zeigen. Nun ja. Wir sehen eine Flugzeug-Handtasche. Und so ein Flugzeug hat ja bekanntlich auch Räder. Reicht das? Natürlich nicht. Also anders: Muss man wirklich verstehen, warum sich Designer Virgil Abloh beim Luxus-Modelabel Louis Vuitton eine Männer-Handtasche in Form eines Flugzeugs ausdenkt, die 39.000 Dollar kostet? Einen Sportwagen hätten wir ja vielleicht noch verstanden. Aber ein Flugzeug? Das ist ja schon alleine wegen der Flügel unpraktisch. Stichwort Handgepäck. Möglicherweise reist der LV-Fan aber eh ausschließlich im Privatjet. Dann bleibt der restlichen Welt wenigstens der schlimme Pelzmantel erspart.

Ach, Virgil Abloh. Da war doch was. Genau. Der hat nämlich auch schon für Mercedes gearbeitet und gemeinsam mit Mercedes-Chefdesigner Gordon Wagoner das "Project Geländewagen" gezaubert.

War ja klar, dass der im Suez-Kanal steckende Superfrachter "Ever Given" Nachahmer finden würde: Hier hat sich ein LKW auf einer Autobahn in Taiwan so kunstvoll quergestellt, dass sich die Weiterfahrt für den nachfolgenden Verkehr auf unbestimmt Zeit verzögerte. Besonders pikant: Der grüne Container gehört ebenfalls zur Evergreen-Reederei. Der Großreederei aus Taiwan allerdings auch diesen Schlamassel anzulasten, wäre nicht fair. Den Transport ihrer Container an Land übernimmt Evergreen nämlich nicht selbst.

Sie haben keine Lust mehr auf feststeckendes Großgerät? Dann hätten wir hier noch eine zum 12x12-LKW umgebaute Diesel-Lokomotive. Aus Russland. Fährt allerdings auch nicht mehr.

Was würde eigentlich ein Fein-Schreiner machen, wenn es den Beruf denn gäbe? Nun, wahrscheinlich so etwas wie Simas Snežko. Der ziemlich begabte Teenager baut ziemlich beeindruckendes Zeug aus Holz und bestückt damit seinen Youtube-Kanal. Warum beeindruckend? Weil dabei zum Beispiel auch ein voll funktionsfähiges Auto rauskommt, das abgesehen vom Akkuschrauber-Antrieb wirklich komplett aus Holz besteht, Getriebe, Schaltung und V8 inklusive. Bauzeit: sechs Monate.

Holz finden Sie spannend? Kein Problem. Wie wär's mit dem Rolls-Royce Phantom mit Holzaufbau?

Finden Sie es auch wahnsinnig spannend herauszufinden, wie man aus einem LearJet eine Party-Limousine machen kann? Nicht? Gut. Dann sind wir uns ja einig. Was ja nicht heißt, dass es Menschen gibt, die sowas trotzdem machen. Das Ergebnis dieses Projekts nennt sich "Limo-Jet" und steht aktuell mal wieder zum Verkauf. Warum mal wieder? Weil der Flügel-amputierte ehemalige Himmelsstürmer mit gruseligem Innenausbau seit seiner Geburt 2006 nicht so wirklich durchgestartet ist. Wobei das nicht wirklich überraschend ist, was will man bitteschön mit einem "Fahrzeug" anfangen, das 12,80 Meter lang und 2,44 Meter breit ist und damit wirklich nirgendwo eine gute Figur macht.

Auch nicht ganz unvernünftig, aber doch deutlich reizvoller: Eine Flugzeugturbine in einem Sportwagen. So wie in dieser Corvette C3.

Egal wie gerne mal mobil wohnt, irgendwann hat eigentlich jeder Camper das Gefühl, dass ein bisschen mehr Platz im Mobilheim der Wahl gar nicht so schlecht wäre. Dann braucht man im Zweifel eben einen größeren Wohnwagen. Oder das nächstgrößere Wohnmobil. Oder eben den längeren Camping-Aufbau für den Pick-up. Blöd nur, wenn die Kohle nicht auch für den entsprechend größeren Pick-up reicht. Dann braucht man viel Mut. Und einen gelben Spanngurt, der die Fuhre zusammenhält. Zumindest so lange, bis die ganze Konstruktion nachgibt und nach hinten wegklappt. Die User auf Reddit schwören übrigens, dass das ambitionierte Paket in Florida nach wie vor durch die Gegend fährt.

Seltsame Camper? Haben wir genug. Den Life Home V90 Villa Edition von SAIC Maxus, zum Beispiel. Mit integriertem Lift.

Lucas di Grassi fährt beruflich relativ schnell Auto und hat sich seit einigen Jahren auf die Formel E spezialisiert. Die Rennserie soll das Thema Elektromobilität emotional aufladen um der Technologie zum Durchbruch zu verhelfen. Mal wieder. Mal wieder? Ja, mal wieder. Weil: war alles schonmal da. Vor dem Durchbruch des Verbrennungsmotors waren Elektroautos nämlich alles, nur keine Exoten. Das Foto, das Lucas di Grassi auf seinem Twitter-Kanal gepostet hat, zeigt diverse Elektro-Lieferwagen, die in einem Depot geladen werden. Ob das Foto tatsächlich aus dem Jahr 1907 stammt, oder nicht doch eher zehn Jahre später aufgenommen wurde, ist nicht wichtig. Viel spannender ist die Tatsache, dass Elektroautos rund um die 1920er eine Selbstverständlichkeit waren. Marktanteil: mindestens 40%. Und schon damals ging's um die gleichen Fragen, wie heute: Reichweite, zu Hause laden, die richtige Zellchemie und natürlich die Frage, wie man ein E-Auto im Winter warm bekommt, ohne die Reichweite zu killen. Finden Sie spannend? Dann schauen Sie doch mal in dieses Elektroauto-Magazin aus dem Jahr 1917.

Dass Polizisten ja grundsätzlich auf alles gefasst sein müssen, hat sich wahrscheinlich inzwischen rumgesprochen. Der Officer, der am 10. März 2021 zu einem Feuer in Fayetteville im US-Bundesstatt Arkansas gerufen wurde, dürfte diesem Tag trotzdem ein paar zusätzliche Zeilen in seinem Tagebuch widmen. Der Polizeibeamte war per Notruf zu einem Feuer an einem Gebäude gerufen worden, hatte gerade seinen Streifenwagen verlassen und telefonierte mit der Einsatzleitung, als ihm der Einsatzort wortwörtlich beinahe über die Füße fuhr: Ein brennender Van rauschte an ihm vorbei den Hang hinunter. Der hatte vorher bei Reparaturarbeiten an einem Haus Feuer gefangen und dabei Teile des Dachs in Brand gesteckt. Deshalb der Notruf. Anschließend machte dich die brennende Fuhre aber selbstständig und rauschte den Abhang hinunter. Die Folge: Aus einem Einsatz für die Feuerwehr wurden zwei. Erst musste das angekokelte Haus und dann der Rest der Nachbarschaft gelöscht werden, durch die der brennende Van an Brandschneise geschlagen hatte.

Das ist Ihnen alles zu brenzlig? Kein Problem. Hier hätten wir das wohl putzigste Polizeiauto der Welt: Subaru 360 Police Car

Keine Ahnung, wann ich cineastisch falsch abgebogen bin, aber ich liebe schlechte Science-Fiction-Filme aus den 90ern. Und genau deshalb ist es auch keine Frage, warum dieser Gebrauchtwagen hier auftauchen muss! Ein angebliches Originalfahrzeug aus dem Film Judge Dredd von 1995. Ja genau, der mit Sylvester Stallone in der Hauptrolle. Unterm Fiberglas steckt ein ziemlich schnöder Land Rover 101FC, so eine Art englischer Unimog. Irgendwann seit 1995 ist dem guten Stück seine Lackierung und die Innenausstattung abhanden gekommen, zwischendurch war der Judge-Transporter wohl auch mal für JBL auf der CES 2003 im Einsatz. Einen Kilometerzähler gibt's auch nicht (mehr) und ob das Teil überhaupt noch fährt? Keine Ahnung. 25.000 Dollar will der Verkäufer trotzdem dafür haben. Ich finde, das ist er locker wert. Blöd nur, dass meine Garage voll ist. Ach ja: 2012 gab's eine Neuverfilmung. Finger weg! Viel zu realistisch!

Sollte Sly Stallone nochmal auf die Idee kommen, sich ins Judge-Dredd-Kostüm zu hungern, würde er sich eh einen anderen Dienstwagen holen. Den Buran 4x4, zum Beispiel!

Dass so ein verklemmter Superfrachter im Suez-Kanal auch für die Automobilwirtschaft eine blöde Sache ist, hat unter anderem mein Kollege Patrick Lang aufgeschrieben. Der 400-Meter-Gigant steckt nach wie vor fest und blockiert eine der wichtigsten Wasserstraßen der Welt. Sagen wir mal so: In der Haut des Kapitäns will gerade wahrscheinlich niemand stecken, auch wenn der gute Mann vielleicht gar nichts für die Havarie kann. Wahrscheinlich ist ihm das aber inzwischen auch ziemlich egal, weil mittlerweile ja auch bekannt geworden ist, was er mit seinem 400-Meter-Boote getrieben hat, bevor er im Suez-Kanal falsch abgebogen ist. Ein Video, aufgenommen vom Unternehmen VesselFinder, das die elektronischen Tracker von Schiffen aufzeichnet, zeigt die Bewegungen des Schiffs, als der Kapitän auf das Signal zum Einlaufen in den Kanal wartete. Im Zeitraffer ergibt sich ein eindeutiges Bild: Der Kapitän malte mit der 400 Meter langen "Ever Given" einen noch längeren Penis ins Meer.

Haben Sie Lust auf einen Karton mit Straßenzulassung? Nein? Na gut. Und wie sieht es mit einem künstlerisch wertvollen Karton mit Straßenzulassung aus? Auch nicht? Schade. Dann muss irgend jemand anderes das "Consumer Car" von Industrie-Designer Joey Ruiter kaufen, das aktuell bei Cars and Bids verauktioniert wird. Technisch steckt unterm "reduzierten Design" ein Ford Festiva. Man darf also in Sachen Fahrdynamik keine Wunderdinge erwarten. Der Festiva war bis 2002 ein wirklich bemittleidenswert langweiliger Kleinwagen, der in Japan, Südamerika und Australien angeboten wurde. 2019 konnte Joey Ruiter den Anblick des kleinen Ford offensichtlich nicht mehr ertragen und ersetzte die Allerwelts-Karosserie durch eine schwarze Skulptur, die tatsächlich aussieht wie ein Karton. Erstmals zu sehen war das "Consumer Car" 2019 im Rahmen einer Ausstellung im Petersen Automotive Museum. Einzige Extravaganz: Die Front besteht aus einer Spiegefläche, die bei Nacht von unzähligen LEDs hinterleuchtet wird.

Ihnen ist es nach ein bisschen mehr Extravaganz? Wie wäre dann dann zum Beispiel mit diesem elektrifizierten Range Rover Classic?

Wenn ein Autohersteller ein neues Auto präsentiert, wird grundsätzlich nicht an der Fotoproduktion gespart. Aufwändigste Inszenierungen, teure Locations, perfekte Planung. Und dann kam Corona. Mal eben so nach Portugal fliegen, um ein paar schicke Bilder des neuen BMW iX zu knipsen? In Pandemie-Zeiten alles nicht so einfach. Im Zweifel muss dann halt einfach die Wiese hinterm Werk reichen. Alles kein Problem, so ein BMW iX lebt medial schließlich vor allem von seinen inneren Elektro-Werten. Und trotzdem ist (nicht nur uns) an den Fotos in dieser Pressemappe etwas aufgefallen. Achten Sie mal auf den Bereich links von der XXL-BMW-Niere. Da ist doch was. Genau. Da spiegelt sich eine Mercedes C-Klasse. Ausgefuchstes Guerilla-Marketing der Schwaben? Können wir ausschließen. Wahrscheinlich hat schlicht jemand von der externen Foto-Crew sein Auto ungünstig geparkt.

Natürlich gibt's vom BMW iX auch Fotos ohne Mercedes-Geist im Lack. Und nicht nur Fotos, sondern auch jede Menge technische Details und die Preise zum BMW iX.

Ganz ehrlich, wir haben uns sehr lange überlegt, an was uns dieses Kunstwerk des bei Instagram aktiven Designers Rostislav Prokop erinnert. Ein Erinnerungsfetzen aus dem Biologie-Unterricht hat uns dann drauf gebracht: Zellteilung. Mal angenommen, Autos würden nicht von Menschen und Maschinen zusammengeschraubt, sondern wären mit lebenden Zellen verwandt, dann würde die Reproduktion eines Audi Q8 wahrscheinlich genau so aussehen. Ein Teil der Zelle schnürt sich ab und fertig ist die 1:1-Kopie des Originals. Klingt verrückt? Stimmt. Aber so ein 6x6-Q8 ist ja auch nicht wirklich normal, oder?

2 Räder weniger, aber nicht weniger extrem: Der Audi RSQ8 von Mansory. Viel "Spaß"!

Mit der Zulassungsfähigkeit von Druckluft-Hörnern oder Fanfaren am Auto ist es ja grundsätzlich so eine Sache. Gefühlt sind die Dinger ein wenig aus der Mode gekommen. Und deshalb staunten die Beamten der Polizeiinspektion Stade auch erst relativ interessiert und dann sehr streng, als sie am Stader Bahnhof über einen VW Polo stolperten, auf dessen Motorhaube eine relativ imposante Signalanlage verbaut war. Richtig haarig wurde es dann, als die Beamten feststellten, dass zusätzlich auch noch ein großer Kompressor auf dem Rücksitz mitgeführt wurde, um die Hörner anzutreiben. Selbstredend konnten der 18-jährige Fahrer und der 19-jährige Halter auf dem Beifahrersitz kein entsprechendes Gutachten vorweisen, das den Betrieb des Selbstbaus legalisierte. Also das volle Programm: Streichen der Betriebserlaubnis und ein Ordnungswidrigkeitsverfahren.

Wir möchten uns gar nicht vorstellen, was in Stade losgewesen wäre, wenn da so ein Ford Mustang mit ACHT Turboladern vor dem Bahnhof geparkt hätte.

Stell dir vor, du fährst mit deinem Elektroauto ins schwäbische Waiblingen, weil dort ein sehr potenter Schnellader (max. 320 kW) von Allego steht. Damit ist man, je nach E-Auto, ziemlich flott wieder fit für ein paar hundert Kilometer Reichweite. Zumindest in Waiblingen aber nur theoretisch. Weil: Der Schnelllader hat werktags nämlich zwischen 7 und 16 Uhr zu. Der Grund: Lärmbelästigung. Wobei in diesem Fall nicht die leisen Elektroautos das Problem sind, sondern die Schnelllade-Säulen, die Allego einsetzt. Die fiepen im Betrieb nämlich so laut, dass sich an ruhigen Vormittagen die Schüler der benachbarten Berufsschule nicht mehr konzentrieren können. Klingt nach einem Schildbürgerstreich, ist aber tatsächlich ein ziemlich komplexes Kuddelmuddel, wie Youtuber "Car Maniac" bei einem Vor-Ort-Besuch festgestellt hat.

Mit welchem Auto Sie in Waiblingen mit 320 kW laden könnten? Also nach 16 Uhr? Mit dem neuen Porsche Taycan Cross Turismo, zum Beispiel!

Ganz klar, Reddit ist genau eine dieser dunklen Ecken im Internet, vor der uns unsere Eltern immer gewarnt hätten - wenn das Internet damals schon erfunden gewesen wäre. Entsprechend zurückhaltend sind wir mit Themen, die aus der Schmuddelecke ans Tageslicht gespült werden. An der Geschichte, die die Kollegen von Jalopnik da aus einem Reddit-Diskussionsbaum destilliert haben, konnten wir aber beim besten Willen nicht vorbei gucken. Weil auch wir nicht wirklich begriffen haben, wie um alles in der Welt ein Ford F-150 Pick-up, getrocknete Tomaten, ein Papagei, das ungeborene Kind einer Tochter und eine Scheidung inhaltlich zusammenpassen. Offensichtlich hat eine Dame bei Reddit Sorge, dass ihr Mann sie verlässt, wenn sie ihre Tomaten nicht auf der Ladefläche trocknet, sondern im Innenraum des Familien-F-150. Was die schwangere Tochter und der Papagei damit zu tun hat? Das haben sie auch bei Jalopnik nicht wirklich rausbekommen. Aber vielleicht sind Sie ja erfolgreicher!

Und falls nicht: Dann hätten wir hier ein mehr oder weniger klassisches F-150-Thema. Den F-150 Rapor R, zum Beispiel!

Die Frage haben wir uns ehrlich gesagt noch nie gestellt. Auch, weil wir mit der Bodenhaftung der aktuellen Modellpalette eigentlich ganz zufrieden waren. Heiko Saxo sieht das grundlegend anders. Steht ihm ja auch zu, als Künstler, Visionär, Erfinder, Autor und Maler. Der Mann kann alles und hat sich deshalb auch den Porsche Helikopter "HeliPo" einfallen lassen. Formal der Skalp eines Porsche 917, ergänzt um den Unterbau eines Enstrom F-28-Hubschraubers. Noch braucht der HeliPo einen zweiten Helikopter, um abheben zu können, künftig soll's aber auch ohne Unterstützung funktionieren. Oder so. "Ich, Heiko Saxo, garantiere zukünftig 100% zusätzliche Energie, sportlich und rein, durch ein neues Aggregat, das die Natur selbst konzipiert hat", erklärt der Künstler per Pressemitteilung. So viel Kunst und Vision wollten wir Ihnen auf keinen Fall vorenthalten.

Den 50. Geburtstag des Porsche 917 haben wir übrigen hier gefeiert!

Künstler Hannes Langeder hat's mit Fahrrädern, wagt sich aber für sein jüngstes Werk "Fahrradi Model MD" in die Ferrari-Welt: Sein Fahrradi Model MD zitiert vierfach die berühmten Readymades von Marcel Duchamp (daher der Name "Model MD"), der 1913 ein Laufrad auf einen Bar-, bzw. Küchenhocker platzierte und zur Kunst erklärte. Die Duchamp-Hocker gibt's am Model MD gleich vier Mal, dafür fehlen Antrieb und Cockpit. Warum? Weil's eben Kunst ist und kein Auto. So ganz funktionslos sei der Fahrradi Model MD aber dennoch nicht, denn aufgebockt ließen sich die Räder ja drehen, erklärt der Künstler. Wir freuen uns. Bleiben aber auch künftig doch lieber bei echten Ferraris. Mit Antrieb. Und Cockpit.

So richtig echte Ferrari haben wir natürlich auch: Hypercar mit V12-Hybrid!

... kommt dann ein Fiat Multipla dabei raus? Zugegeben, den Witz hätten wir uns nicht getraut. Auch, weil der ehemalige Italo-Kompaktvan von der traurigen Gestalt auf eine überaus treue Anhängerschaft zählen kann. Ja, er sah und sieht seltsam aus. Egal ob vor oder nach dem Facelift. Aber er war halt schon ein ziemlich praktisches Auto. Micky Beisenherz hat uns zum Glück die Last des schnelles Jokes bei Twitter abgenommen. Vielen Dank dafür.

Und wer uns die Sache mit der Liebe zum Multipla nicht abnimmt, dem sei dieser Kauftipp ans Herz gelegt: Fiat Multipla ab 2.500 Euro. Es geht aber in Sachen Multipla aber natürlich auch deutlich ausgefallener: 32 Endrohre und ein Problem.

So ein gut abgehangener Benz vom verstorbenen Schwiegervater ist ja grundsätzlich viel zu schade, um rumzustehen. So ein Qualitätsprodukt muss auf die Straße. Blöd nur, wenn das gute Stück seit 2019 keinen TÜV und keine Zulassung mehr hat. Aber wofür hat man denn ein paar Buntstifte und einen Edding. Hier ein bisschen Farbe, dort die richtigen Striche und fertig sind die selbst gefertigten Siegel. Alles bestens. Sahen die Beamten der Kreispolizeibehörde Rhein-Erft-Kreis erwartungsgemäß anders und zogen den 59-jährigen Fahrer samt Benz aus dem Verkehr. Als Belohnung für so viel Kreativität gab's Anzeigen wegen des Fahrens unter Betäubungsmitteleinfluss und Verstößen gegen zulassungs- und versicherungsrechtliche Bestimmungen. Autsch.

Mit Elektroautos ist das so eine Sache: Fahrleistungen, CO2-Bilanz - alles fein. Wenn nur das Thema Sound nicht wäre. Nichts gegen das Sirren eines Elektromotors. Aber man hat halt trotzdem immer das Gefühl, in einer Straßenbahn zu sitzen. Und genau deshalb schlägt bei praktisch jedem großen E-Auto-Projekt die Stunde der Sound-Designer. Die lassen sich einfallen, wie dieses und jenes Elektroauto klingen soll, damit es zur jeweiligen Marke passt. Das kann man grundsätzlich ein bisschen bescheuert finden, allerdings sind künstlich veränderte Sounds im Autobau seit vielen Jahrzehnten Alltag. Praktisch kein moderner Sportwagen röhrt, wie der Motorenentwickler ihn schuf. Bei Lotus basteln sie im Moment am ersten Elektro-Supersportler der Marke und natürlich soll der Evija nicht nur gehen wie die Hölle, sondern auch besonders toll klingen. Dafür haben sich die Engländer mit Patrick Patrikios einen Musikproduzenten an Bord geholt, der jeden Sound des Evija einzeln komponiert hat - vom Blinker-Klick-Klack bis zum Fahrgeräusch. Dafür hat er sich vom Lotus Typ 49 inspirieren lassen, einem Formel-1-Renner, mit dem Graham Hill 1967 gleich das erste Saisonrennen gewann. Was lernen wir daraus: Ohne V8-Historie, keine Evija-Zukunft. Ein irgendwie versöhnlicher Gedanke. Und die Tatsache, dass Patrick Patrikios auch mal mit Britney Spears gearbeitet hat? Lassen wir einfach größtenteils unerwähnt, okay?

Abgesehen von seinen musikalischen Wurzeln gibt es über den Lotus Evija natürlich auch sonst jede Menge zu erzählen. Dass er rund 1,75 Millionen Pfund kosten soll, zum Beispiel.

Kontrolleur, Spielverderber, Gefahrenabwehrer, Streitschlichter, Problemlöser - als Polizist ist man ja grundsätzlich Multi-Talent und braucht deshalb Zugang zu reichlich hochwertiger Spezialausrüstung. Vieles, was so ein Ordnungshüter im Alltag braucht, ist tatsächlich recht speziell. Das gilt natürlich besonders für die neue Signalweste, die der Polizeibeamte "Hansi Hört" auf Twitter präsentiert. So ein Teil sorgt für Sicherheit, weil man damit bei schlechter Sicht besonders gut gesehen wird. Das gilt dann aber eben auch für den auf dem Kopf angebrachten zweiten Teil der POLIZEI-Beschriftung. Fragt sich nur, in welchem Bundesland jetzt ein Kollege mit dem passenden Gegenstück LOPIZEI in der Dämmerung rumsteht.

zurück weiter
alle anzeigen
Ist das Kunst oder kann das weg? Gib Gummi! Warum diese Frau ihr Auto nicht mit Benzin wäscht! Rosa? Kann nicht jeder tragen! Ist das Mode, oder kann das weg? Hauptsache quer! Schnitz-Technik Eine Frage, die niemand gestellt hat Hätten wir alle nicht gerne mehr Platz? Lade-Infrastruktur? Alter Hut! Brandheißer Notruf Keine Scherze über Judge Dredd Kunst im Ozean Klare Kante Wie kommt die C-Klasse in den BMW-Stoßfänger? Zellteilung oder Offroad-Traum? Ich hup' euch was! Bei denen fiept's wohl! Irgendwas mit getrockneten Tomaten Warum baut Porsche keine Hubschrauber? Flach, rot und trotzdem kein Ferrari Wenn Corona einen Kombi ansteckt, ... TÜV? Ja... fast! Hit me Baby one more time! Hier kontrolliert die Rechtschreib-Poliezi