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EU-Neuzulassungen 2019

Mit Dezember-Schub zum Jahresplus

Mit einem satten Pkw-Neuzulassungsschub zum Jahresende – plus 21,7 Prozent im Dezember – bilanziert der europäische Automobilherstellerverband ACEA für das Gesamtjahr 2019 ein Zulassungsplus von 1,2 Prozent.

Bevor wir uns der Jahresbilanz zuwenden, blicken wir noch schnell auf die Dezemberzahlen. Insgesamt wurden europaweit 1.215.076 Pkw erstmals in den Verkehr gebracht, satte 21,7 Prozent mehr als noch vor einem Jahr. Ein Rekordwert, der allerdings durch den extrem schwachen Vorjahres-Dezember begünstigt wird. Getragen wird der fulminante Jahresabschluss durch starke Zuwächse auf fast allen Volumenmärkten. In Deutschland verzeichneten die Statistiker 283.380 Neuzulassungen und damit ein Plus von 19,5 Prozent. Frankreich blickt auf 211.194 Neuzulassungen und kommt damit auf einen Zuwachs von 27,7 Prozent. Ein Plus von 12,5 Prozent und 140.075 Neuzulassungen meldet Italien. In Spanien wurden 105.853 Pkw-Neuzulassungen gezählt – 6,6 Prozent mehr als im Vorjahr. Selbst Großbritannien konnte mit Blick auf den Brexit noch zulegen. 148.997 neu zugelassene Pkw bedeuten ein Plus von 3,4 Prozent.

Deutschland mit deutlichem Jahres-Plus

In der Jahresbilanz fallen die Zuwächse deutlich dürftiger aus. 3.607.258 erstmals in den Verkehr gebrachte Pkw führen auf dem deutschen Markt zu einem Zuwachs von 5,0 Prozent. In Frankreich reichten 2.214.279 Pkw-Neuzulassungen zu einem Plus von 1,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Italien schaffte mit 1.916.320 Neuzulassungen (+ 0,3 Prozent) in etwa das Vorjahresniveau. Der spanische Markt beendet das Zulassungsjahr 2019 mit 1.258.260 neuen Pkw und einem Minus von 4,8 Prozent. Auch die Briten vermelden ein Minus: 2.367.147 Neuzulassungen sprechen zwar für den zweitstärksten Markt in Europa, dennoch beträgt das Jahresend-Minus 2,4 Prozent.

VW Marktführer vor Renault

Marktführer in Europa im Gesamtjahr 2019 war wenig überraschend der VW-Konzern, der auf einen Marktanteil von 24,3 Prozent kam. Als stärkste Einzelmarke ging VW mit einem Marktanteil von 11,2 Prozent aus dem abgelaufenen Jahr hervor. Rang zwei sicherte sich Renault mit 6,8 Prozent. Ford und Peugeot folgen gleichauf mit jeweils 6,2 Prozent Marktanteil. Mercedes steht mit einem Marktanteil von 5,7 Prozent in der Jahresbilanz. Dahinter folgen Opel und BMW, die beide auf 5,2 Prozent kommen. Skoda liegt mit einem Marktanteil von 4,8 Prozent vor Konzernschwester Audi, die gleichauf mit Toyota auf 4,7 Prozent kommen.

Auf den weiteren Rängen folgen Fiat (4,2 %), Citroën (4,1 %), Dacia (3,7 %), Hyundai (3,6 %), Seat und Kia (beide jeweils 3,2 %), Nissan (2,5 %) und Volvo (2,1 %).

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