Honda stoppt drei Elektroautos: Japaner melden Milliardenverlust

Japaner melden Milliardenverlust
Honda stoppt drei Elektroautos

ArtikeldatumVeröffentlicht am 17.03.2026
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Honda 0 Series Saloon und SUV Prototyp
Foto: Honda

Honda beendet die Entwicklung von drei Elektroautos für Nordamerika noch bevor die Fahrzeuge in Produktion gehen. Betroffen sind der Honda 0 Series SUV, die 0 Series Limousine sowie der Acura RSX EV. Außerdem steht damit das Sony-Auto vor dem Aus. Die Modelle sollten in einem Werk im US-Bundesstaat Ohio gebaut werden. Zwei der Fahrzeuge waren für 2026 geplant, ein weiteres Modell sollte 2027 folgen. Das Programm ist damit beendet. Honda bewertet seine Elektrifizierungsstrategie neu.

Rekordverlust

Die Folgen sind erheblich. Honda erwartet Abschreibungen von bis zu 2,5 Billionen Yen, umgerechnet etwa 15,7 Milliarden US-Dollar (aktuell umgerechnet zirka 13,7 Milliarden Euro). Damit droht Honda ein historischer Jahresverlust. Es wäre der erste seit 1977 – dem Jahr, in dem der Konzern begann, konsolidierte Geschäftszahlen zu veröffentlichen.

Nachfrage nach Elektroautos schwächt sich ab

Honda begründet den Strategiewechsel mit einer deutlich veränderten Marktsituation. CEO Toshihiro Mibe erklärt, dass sich die Rahmenbedingungen schneller verändert hätten als erwartet. Besonders die Aussetzung von Förderprogrammen für Elektroautos in Nordamerika habe das Wachstum gebremst. Gleichzeitig verliert Honda in China an Wettbewerbsfähigkeit. Dort gewinnen lokale Hersteller stark an Marktanteilen. Unternehmen wie BYD profitieren dort stark von der Nachfrage nach heimischen Elektroautos.

Politische und wirtschaftliche Faktoren

Auch politische Entscheidungen spielen laut Honda eine Rolle. Der Hersteller nennt unter anderem US-Zölle als Belastung für das Geschäft. Hinzu kommen steigende Kosten der Elektromobilität sowie hohe Investitionen in neue Technologien.

Honda 0 Series Saloon und SUV Prototyp
Honda

Fokus rückt auf Hybridtechnik

Nach dem Strategiewechsel will Honda seine Ressourcen stärker auf Hybridfahrzeuge konzentrieren. Hybride kombinieren Verbrennungs- und Elektromotor und gelten derzeit als wichtiger Übergang zwischen klassischen Antrieben und reinen Elektroautos. Honda arbeitet dafür an einem neuen V6-Hybridantrieb, der künftig in mehreren großen Modellen eingesetzt werden soll. Dazu zählen unter anderem Pilot, Passport, Odyssey, Ridgeline und der Acura MDX. Den ausschließlich in den USA gebauten Passport will Honda künftig auch in Japan anbieten – als Linkslenker auf einem Rechtslenker-Markt.

Honda Ridgeline Trailsport
Honda

Branche korrigiert ihre Elektropläne

Honda steht mit dieser Entwicklung nicht allein. Mehrere große Hersteller haben zuletzt ihre Elektrostrategien angepasst. Stellantis etwa rechnet mit Abschreibungen von mehr als 22 Milliarden Euro, während Ford rund 19,5 Milliarden Dollar (17 Milliarden Euro) für den Umbau seiner Elektrostrategie verbucht.

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