Während in New York City eine Schulzonen-Blitzerkamera einen schwarzen Pontiac Trans Am mit dem Kennzeichen "KNIGHT" erfasst und die Stadt ein 50‑Dollar‑Ticket (rund 43 Euro) verschickt, zeigt das Volo Museum in Volo, Illinois, seit Jahren eine KITT-Replika – rund 1.200 Kilometer entfernt. Genau dieses Auto landet nun im Behördenbriefwechsel. Auf dem Bescheid ist der 22. April 2026, 13:02 Uhr, als Zeitpunkt des angeblichen Verstoßes angegeben.
"KNIGHT"-Kennzeichen als Auslöser?
Die Verantwortlichen im Volo Museum führen den Fall auf das Deko‑/Show-Kennzeichen "KNIGHT" zurück. Sie vermuten, dass das System in New York City die Kennzeichen-Info mit dem Museumsfahrzeug verknüpft hat. Statt beim tatsächlichen Fahrer oder Halter des geblitzten Autos landet der Bescheid so im Museum – bei einem Auto, das zur fraglichen Zeit gar nicht in New York stehen konnte. Das Museum reagiert pragmatisch und beantragt eine Anhörung, um das Ticket anzufechten.
Messwert und Ort: Das steht im Bußgeldbescheid
Der Bußgeldbescheid nennt als Tatort den Ocean Parkway und ordnet den Verstoß einer "School Zone" zu. Er führt außerdem den Messwert 36 mph (58 km/h) in einer 25-mph-Zone (40 km/h) auf und beschreibt das Fahrzeug als schwarzen Pontiac Trans Am mit dem Kennzeichen "KNIGHT" (Kalifornien). Kameras in NYC lösen in der Regel erst aus, wenn die Geschwindigkeitsüberschreitung mindestens 11 mph (18 km/h) beträgt. Bei erlaubten 25 mph liegt der Messwert von 36 mph damit genau in dem Bereich, in dem die Kamera auslöst. Offen bleibt aus Sicht des Volo Museums vor allem, warum die Stadt New York das Ticket ausgerechnet nach Illinois adressiert hat. Das US-Portal Jalopnik schreibt, dass in New York City am Ende mehr als 40 Prozent der Speed-Camera-Tickets fehlerhaft sind und deshalb nicht vollstreckt werden.
KITT ist nicht gleich KITT: Replikas, Museumsstücke, TV-Originale
Der Fall zeigt nebenbei, warum KITT als Objekt im echten Leben schwer zu "identifizieren" bleibt: Es existieren mehrere Replikas und auch im TV genutzte Fahrzeuge in Sammlungen und Museen. Jalopnik verweist etwa auf einen KITT im Petersen Automotive Museum in Los Angeles sowie weitere Ausstellungsfahrzeuge. Für Außenstehende sehen viele dieser Autos nahezu gleich aus – Kennzeichen und Dokumente entscheiden, nicht die Optik. Genau da setzt auch die Vermutung des Volo Museums an: Ein Datenbanktreffer auf "KNIGHT" reicht, und schon gerät die falsche KITT-Replika in den Fokus.

Eine New Yorker Geschwindigkeits-Kamera hat jetzt das legendäre sprechende Auto KITT aus der Fernsehserie "Knight Rider" mit überhöhter Geschwindigkeit erwischt - während das Auto in 1.200 Kilometern Entfernung in einem Museum steht.












